Verhalten und Physiologie

Bildleiste_Physiologie Thema und Ziele: Tiere stehen in ständiger Interaktion mit ihrer Umwelt. Sie müssen sich auf Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld, auf jahreszeitliche Veränderungen und auf Stressoren wie Raubtiere oder schlechtes Wetter einstellen. Diese Anpassungen werden oft durch Hormone vermittelt, damit das Individuum angemessen auf die Veränderungen in der Umwelt reagiert. Heute beeinflusst der Mensch nahezu jeden Lebensraum auf der Welt, mit weitreichenden Folgen für die dort lebenden Organismen. Während einige Arten in der Lage sind, sich an anthropogene Veränderungen anzupassen, sind andere dazu nicht in der Lage, und leiden stark darunter, bis hin zur Extinktion. Ich interessiere mich für das Zusammenspiel von Verhalten und Hormonen in unterschiedlichen Umweltbedingungen und beschäftige mich mit der Frage, ob und wie Tiere verhaltensbiologisch und physiologisch auf anthropogene Habitatveränderungen reagieren. Ansätze und Methoden: Ich verwende Vögel als Modellsysteme und vergleichende und experimentelle Ansätze, um z.B. die Rolle von Hormonen (Testosteron und Kortikosteron) als Mediatoren von Fortpflanzungsverhalten (z.B. Territorialverhalten, Gesang und elterliche Fürsorge) und Stresshormonen (z.B. Kortikosteron) als Indikatoren für Umweltstress in Wildtierpopulationen zu untersuchen. Kontakt: Beate Anna Apfelbeck, Zoologische Evolutionsbiologie, Poster