Birgit Brenner

FachbereichGeschichte
HauptbetreuerUniv. Prof. DDr. Gerhard Ammerer (FB Geschichte)
NebenbetreuerAssoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Jan Cemper-Kiesslich (IFFB Gerichtsmedizin und Forensische Neuropsychiatrie)
Priv.-Doz. Dr. Daniele Mattiangeli, LL.M. (FB Privatrecht)
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Thema der DissertationHeterodoxe Impulse und Methoden aus der Archäometrie und Rechtsgeschichte für die Geschichtswissenschaft. Dargestellt am multidisziplinären Fallbeispiel der Templer (Arnau de Torroja)
AbstractDie Dissertation beschäftigt sich mit den Methoden der Archäometrie und Rechtsgeschichte (bzw. Rechtswissenschaft), welche zur Beantwortung historischer Fragestellungen herangezogen werden können. Der Begriff heterodoxe Methoden und Impulse meint dabei jene Methoden, die von den klassischen Methoden der Geschichtsforschung abweichen. In diesem Sinne versteht sich die Dissertation einerseits als interdisziplinäres Projekt, bei welchem dem fachspezifischen Einfluss und der Integration fachfremder Methoden in der Geschichtswissenschaft umfangreiche Bedeutung zukommt und andererseits als fächerübergreifendes Bindeglied zwischen den Methoden der Archäometrie und Rechtsgeschichte mit der Geschichtsforschung. Vorrangig ist dabei der Output für die Historiographie, und die primäre Zielgruppe stellen demnach Historiker*innen dar. Während sich benachbarte Disziplinen wie die Archäologie oder die Ur- und Frühgeschichte zur Beantwortung historischer Fragen schon weit länger den Methoden der Archäometrie bedienen, zeichnete sich in der Geschichtsforschung eine eher langsame und recht verhaltene Tendenz ab. Dieser Trend ist freilich auch dem Umstand geschuldet, dass sich die erstgenannten Disziplinen, schon aufgrund spärlicher oder nicht vorhandener schriftlicher Quellen in ihren Epochen diesen Methoden vermehrt zuwenden.
Die Ausführungen sollen sich natürlich nicht nur auf eine konzept-theoretische Ebene beschränken. Vielmehr liegt die praktische Anwendung, Umsetzung und fächerübergreifende Kommunikation im Vordergrund, um im Anschluss eine Anleitung zur Hand zu haben, wie die Integration der ausgewählten fächerübergreifenden Methoden in der historischen Forschung gelingen kann. Deshalb darf auch ein probates Praxisbeispiel nicht fehlen. Dafür wurde das Forschungsprojekt zu den Templern, rund um die Person Arnau de Torroja, dem neunten Großmeister der Templer, und seine sterblichen Überreste herangezogen. Es handelt sich dabei um ein multidisziplinär angelegtes Forschungsprojekt, welches derzeit im Salzburg International Templar Studies Network umgesetzt wird. Mehr Infos zum Templer-Projekt sind unter  https://templars.sbg.ac.at zu finden.