Linda Beutel-Thurow

FachbereichGermanistik
HauptbetreuerUniv. Prof. Mag. Dr. Manfred Kern (FB Germanistik)
NebenbetreuerAssoz. Prof. Dr. Anna Kathrin Bleuler (FB Germanistik), Univ. Prof. Dr. Lars Bülow (Institut für Germanistik, Universität Wien)
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Thema der DissertationBenennungspoetiken mittelhochdeutscher Epik. Eine Analyse der Verwendung von Namen, Antonomasien und Epitheta in ausgewählten Texten des deutschsprachigen Mittelalters.
AbstractDie Onomastik ist seit geraumer Zeit Teil interdisziplinärer Forschung. In diesem Rahmen beschäftigte sich auch die germanistische Mediävistik vor allem in jüngerer Zeit mit der Verwendung von Namen in mittelhochdeutschen Texten. Doch über die reine Kategorie der ‚Eigennamen‘ hinaus gibt es noch weitere Strategien der Figurenbenennung, welche bislang nur wenig beachtet wurden. Obwohl die Namen von Personen oder Figuren als Inbegriff identitätsstiftender Merkmale betrachtet werden können, sind es vor allem auch Antonomasien und Epitheta, welche es den Rezipierenden ermöglichen, eine Figurenidentität über das Wort zu imaginieren.
            Die Dissertation wird deswegen das Ziel verfolgen, Benennungsstrategien in der mittelhochdeutschen Epik auf ihre narratologischen wie poetologischen Funktionen hin zu prüfen. Dabei werden zwar auch Namen eine Rolle spielen, jedoch sollen allem voran Antonomasien und Epitheta im Zentrum stehen. Als Analyse-Grundlage wird eine systematische Erfassung von Benennungsvarianten innerhalb eines repräsentativen Untersuchungskorpus dienen. Im Anschluss an eine quantitative und statistische Aufbereitung der erhobenen Daten mittels Methoden der Digital Humanities sollen die Ergebnisse in Hinblick auf die Benennungspoetik hermeneutisch ausgewertet werden. Dabei werden weiterführend sowohl intergenerische als auch chronologische Aspekte mit einbezogen.