MENTORIAL – MentorInnen in einem Patenschaftsprojekt für ‚unbegleitete minderjährige Flüchtlinge‘ in Österreich

Eine biographisch-rekonstruktive und prozessuale Perspektive auf erwachsene Ehrenamtliche

Abstract

Das vorliegende Projekt knüpft an den Erkenntnissen einer explorativen Studie zu einem Youth-Mentoring Programm für „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ an (2015-2017). Das vertiefende Folgeprojekt fokussiert nun auf das biographische „Sense-Making“ erwachsener Ehrenamtlicher im Verlauf der Zeit.
Die zentrale und grundlegende Forschungsfrage lautet: „Wie erleben ‚PatInnen‘ die Entwicklung einer Beziehung mit ‚ihrem‘ Jugendlichen im Rahmen von Youth-Mentoring für ‚unbegleitete minderjährige Flüchtlinge‘?“
Zur Beantwortung werden biographisch-narrative Daten aus zwei bzw. drei Erhebungswellen erhoben und analysiert. So  lässt sich nachvollziehen, wie die Bedeutungen und Zuschreibungen sich gerade durch eine Beziehungsausgestaltung über einen längeren Zeitraum hin verändern.
Eine solche prozessuale Perspektive auf Youth Mentoring Programme stellt international eine Forschungslücke dar. Dies gilt einmal mehr für Mentoring-Ansätze für benachteiligte und diskriminierte Jugendliche, insbesondere im Kontext von flucht- und migrationsbedingten Übergängen in Biographie und Lebenslauf.
Aus den Erkenntnissen kann ein Beitrag zu grundlegenden Fragen der Beziehungsstiftung und -gestaltung im Rahmen von Youth-Mentoring-Ansätzen gewonnen werden. Ebenfalls werden aus den Ergebnissen dieser Studie grundlegende Beiträge zur Nachhaltigkeit von Patenschaftsbeziehungen bzw. – allgemein – zu Sorgeverhältnissen im sozialpädagogischen Kontext erwartet.