Übergänge in Arbeit im Jugend- und jungen Erwachsenenalter : Seminar, Bachelor-Modul: Sozialpädagogik: Theorie, Geschichte und Wandel des sozialpädagogischen Feldes, Universität Trier  

  • Kurzbeschreibung:  Übergänge in Arbeit im Jugend- und jungen Erwachsenenalter haben sich in den zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Thema der sozialpädagogischen Praxis und Forschung entwickelt. Mehr und mehr junge Menschen münden nicht mehr „geradlinig“ von der Schule über Ausbildung in stabile Beschäftigungsverhältnisse ein. Das „reguläre“ Bildungs- und Ausbildungssystem (d.h. das duale System und die schulische Berufsausbildung), bietet längst nicht mehr für alle einen überschaubaren und verlässlichen Übergang in Erwerbsarbeit. Um diese Probleme zu kompensieren, wird inzwischen ein kaum mehr nachvollziehbares Parallelsystem finanziert – das sogenannte „Übergangssystem“. Das Seminar führt erstens in die gesellschaftlichen Hintergründe, diagnostizierten Probleme und darauf bezogenen institutionelle Hilfen zur Gestaltung heutiger Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung ein – auch in historischer, internationaler und sozialpädagogischer Perspektive. Zweitens werden exemplarisch Handlungsfelder (bspw. Berufsorientierung), Handlungsanforderungen (bspw. Niedrigschwelligkeit) und –prinzipien (bspw. Partizipation) einer sozialpädagogisch ausgerichteten Übergangshilfe betrachtet. Im Ausblick werden, drittens, neuere Entwicklungen hin zur regionalen und vernetzten Gestaltung und Steuerung von Übergängen vorgestellt (Bsp. Übergangsmanagement) und – darauf bezogen – Vorschläge einer Sozialpädagogik des Übergangs und einer integrierten Politik des Übergangs diskutiert.