„VielFaltigkeiten: Alter(n) und Diversity in Deutschland“ – Seminar mit Exkursion (mit Carolin Oppermann), Universität Hildesheim

  • Kurzbeschreibung:  Unser Altern fängt mit der Zeugung an und endet mit dem Tod. Darin sind alle gleich. Des ungeachtet ist das höhere und hohe Lebensalter jene Phase im Leben, in der sich Menschen körperlich und in ihren Lebensstilen am meisten voneinander unterscheiden. Was ist es also, das Alter? Obwohl eine Antwort schwer fällt, so haben wir doch häufig Vorstellungen davon, was wir unter Alter verstehen – Vorstellungen, die sich in Altersbildern offenbaren. Sie schillern häufig zwischen einem negativen Bild – von den kranken, hilfebedürftigen Alten – und einem positiven – von den  engagierten, kultur- und konsumfreudigen SeniorInnen, die ihren Winter auf Mallorca verbringen. Dass diese Vorstellungen häufig zu unzulässigen Stereotypen sowie Homogenisierungen führen und der empirischen Realität des Alter(n)s nicht standhalten können, ist hingegen von der Forschung hinreichend aufgezeigt worden. Ziel des Seminars ist, ein differenziertes Bild vom „Alter“ und „Altern“ in einer Diversity Perspektive zu vermitteln. In einer theoretischen Annäherung soll ausgelotet werden, wie sich eine Vielfalt des Alter(n)s in Abhängigkeit von verschiedenen Diversity Kategorien – Geschlecht, Migration, Gesundheit, Regionalität – auf einer gesellschaftlich-strukturellen sowie biographisch-individuellen Ebene ergibt. In einer praxisorientierten Thematisierung von Diversität im Alter soll zudem betrachtet werden, welchen Konsequenzen sich aus der Differenzierung des Alter(n)s für die Soziale Altenarbeit ergeben. Nach Möglichkeit werden aus dem Seminar heraus Exkursionen organisiert, um im regionalen Umfeld Einrichtungen von und für Ältere kennen zu lernen.