Lehrveranstaltungsangebote im Sommersemester 2022


Für Bachelorstudierende (und für Masterstudierende als Freie Wahlfächer)

  • Theorien der Erziehung und Bildung

Diese Vorlesung versteht sich als eine Grundorientierung im Fach Pädagogik, die den Zugang zum Studium über die Vermittlung grundlegender Theorien der Erziehung und Bildung wählt. Da Erziehung und Bildung eine spezifisch menschliche Praxis („Der Mensch wird nur Mensch durch Erziehung“) darstellt, bedarf jedes Erziehungs- und Bildungshandeln der theoretischen Begründung in einem Denken, das dieses Handeln maßgebend anleitet und kritisch reflektiert. Die Vorlesung spannt einen historischen Bogen von der griechischen Antike bis in die unmittelbare Gegenwart und eröffnet dabei gleichzeitig das breite Spektrum unterschiedlicher wissenschaftstheoretischer Zugänge zu Erziehung und Bildung.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • Historisch-systematische Aspekte der Pädagogik

Diese Vorlesung wird einige grundlegende Aspekte des pädagogischen Denkens und erzieherischen Handelns behandeln, und sie tut das, indem sie diese jeweils in einem historischen Kontext veranschaulicht. Dabei beruht diese Vorlesung auf der methodologischen Prämisse, dass sich diese Aspekte genealogisch in einem langen geschichtlichen Prozess entwickelt und differenziert haben. Zu jedem der einzelnen Aspekte wird jeweils auch ein/e repräsentative/r Autor/in vorgestellt, die/ der den jeweiligen Aspekt in besonders konziser und innovativer Weise diskutiert und im pädagogischen Diskurs etabliert hat. Zu den hier zu erörternden Aspekten gehören v.a. jene der Kritikfähigkeit und Mündigkeit. Person, Identität, Generation, Geschlecht, Gesellschaft, Demokratie, Sprache.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • Praxis bildungstheoretischen Forschens (Praxis der qualitativen Sozialforschung)

Dieses Proseminar bietet Orientierung im Prozess der Erarbeitung von Forschungs- bzw. Seminararbeiten. Alle Teilnehmenden am Seminar können eine bildungstheoretische Forschung durchführen, um ihr pädagogisches Problembewusstsein (weiter) zu kultivieren. Zum Aufbau: Ausgehend vom Video-Podcast der Allgemeinen Pädagogik zur Frage: „Was heißt bildungstheoretisches Forschen?“ wird in den einführenden Sitzungen geklärt, was bildungstheoretisches Forschen sein könnte. Es folgen Präsentationen von (eigenen) Versuchen historisch-systematischer Problematisierung. Die gemeinsame Diskussion von theoretischen Zugängen und methodologischen Überlegungen steht im Zentrum des PS Praxis bildungstheoretischen Forschens.

Vortragende: Theresa Lechner, MA

  • Bildungstheoretisches Forschen –­ ein Problemaufriss (Praxis der qualitativen Sozialforschung)

Die kritische Beschäftigung mit Bildungstheorie(n) übt einen besonderen Reiz aus. Man taucht in etwas ein, das einen etwas angeht, das man in der einen oder anderen Art und Weise bereits selbst erfahren hat und das viel mit dem zu tun hat, was man im Allgemeinen (pädagogische) ›Praxis‹ nennt. Das Proseminar setzt genau dort an und will zum Thema machen, was es heißt, bildungstheoretisch zu denken und zu arbeiten. Im Rahmen von methodologischen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen qualitativer Forschung werden im Proseminar verstehende, hermeneutische Methoden in den Blick genommen und geübt.

Vortragender: Dr. Matthias Steffel

  • Allgemeine Pädagogik –­ wozu und für wen?  (Offenes Wahlfachmodul)

Unter Studierenden herrscht oft Unklarheit über Inhalt, Aufgaben und Ziele der Allgemeinen Pädagogik. Fälschlicherweise wird sie dann für zu abstrakt, zu theorielastig oder für praxisfern gehalten. In dieser Lehrveranstaltung wird der Versuch einer ‚Gegenprobe‘ unternommen. Ausgehend von der These, dass in der Pädagogik keine Theorie tatenlos sowie keine Praxis besinnungslos sei (Ballauff), werden Möglichkeiten und Grenzen allgemeinpädagogischer Theoriebildung thematisiert – v.a. hinsichtlich ihrer Bedeutung für Erziehungs- und Unterrichtspraxis. Dazu zählt sowohl die Vorstellung von Konzepten Allgemeiner Pädagogik als auch die Skepsis ihnen gegenüber.

Vortragender: Dr. Thomas Mikhail

  • Themen und Grundbegriffe von Erziehung und Bildung

Das Proseminar widmet sich zentralen Themen von Erziehung und Bildung – wie zum Beispiel „kritisches und reflexives Denken“, „safe spaces“, „Diversität“, „generative Konstellationen“, oder „kulturelle und ästhetische Bildung“. Anhand dieser Themen wird die Bedeutung von Bildung für einzelne Personen und die Gesellschaft aufgezeigt, und über Lektüren, Diskussionen und Übungen wird eine kritische und selbstreflexive Perspektive in Bezug auf diese Themen belebt.

Vortragende: Univ.-Doz.in Dr.in Andrea Bramberger

  • Begleitlehrveranstaltung zur Bachelorarbeit

Im Zuge der Lehrveranstaltung werden formale Kriterien für die Erstellung einer Bachelorarbeit erarbeitet und an einem zu bestimmenden Thema methodologische Zugänge erkundet und diskutiert. Es werden in der Gruppe ausschließlich Bachelorarbeiten begleitet und betreut, die im Bereich der »Allgemeinen Erziehungswissenschaft« angesiedelt sind sowie bildungstheoretische und -philosophische Fragen und Grundprobleme bearbeiten.

Vortragender: Dr. Matthias Steffel


Für Masterstudierende

  • „Was heißt: Sich im Denken orientieren“? Ein Forschungsseminar (Schwerpunkt A)

Die Veranstaltung fragt nach der sog. „Pädagogizität“ des Pädagogischen bzw. genauer: was macht ein Denken zu einem pädagogischen Denken? Nach einer wissenschaftstheoretischen Einführung in die Problematik steht die individuelle und eigenständige Erforschung eines sog. „Hauptwerks der Pädagogik“ im Fokus, an dem exemplarisch das Pädagogische herausgearbeitet und pädagogische Denk- und Argumentationsmuster analysiert und geprüft werden. Das Seminar wird ausdrücklich jenen Studierenden (incl. Doktoranden) empfohlen, die beabsichtigen (bzw. es bereits tun) eine Abschlussarbeit im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft zu schreiben. DoktorandInnen wird die Präsentation ihrer Forschungsarbeiten ermöglicht.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • Wie es ›ist‹, kann es nicht bleiben. Über Utopie und Ideologie (in) der Pädagogik (Schwerpunkt A)

Vor dem Hintergrund, dass Erziehung immer auf das reagiert, was Bernfeld ›Entwicklungstatsache‹ nennt, will im Seminar das Verhältnis von Utopie und Ideologie kritisch in den Blick genommen und historisch-systematisch erarbeitet werden. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, welche Ziele mit Erziehung und Bildung überhaupt verfolgt werden können bzw. sollen und wie sich dies jeweils begründen lässt. Genügt es die bestehenden (gesellschaftlichen) Verhältnisse so wie sie nunmal sind 1:1 zu reproduzieren, oder lassen sich gute Gründe dafür finden, ebenjene Verhältnisse (auch mithilfe von Erziehung und Bildung) zu verändern? Das Seminar versteht sich als ein Raum des Denkens und will diesen Fragen auf den Grund gehen, um zu sehen, ob sich daraus vielleicht ein Horizont für pädagogisches Denken und Handeln ergeben könnte – durchaus als Utopie.

Vortragender: Dr. Matthias Steffel

  • Allgemeine Pädagogik –­ wozu und für wen (Offenes Wahlfachmodul)

Unter Studierenden herrscht oft Unklarheit über Inhalt, Aufgaben und Ziele der Allgemeinen Pädagogik. Fälschlicherweise wird sie dann für zu abstrakt, zu theorielastig oder für praxisfern gehalten. In dieser Lehrveranstaltung wird der Versuch einer ‚Gegenprobe‘ unternommen. Ausgehend von der These, dass in der Pädagogik keine Theorie tatenlos sowie keine Praxis besinnungslos sei (Ballauff), werden Möglichkeiten und Grenzen allgemeinpädagogischer Theoriebildung thematisiert – v.a. hinsichtlich ihrer Bedeutung für Erziehungs- und Unterrichtspraxis. Dazu zählt sowohl die Vorstellung von Konzepten Allgemeiner Pädagogik als auch die Skepsis ihnen gegenüber.

Vortragender: Dr. Thomas Mikhail

  • Themen und Grundbegriffe von Erziehung und Bildung

Das Proseminar widmet sich zentralen Themen von Erziehung und Bildung – wie zum Beispiel „kritisches und reflexives Denken“, „safe spaces“, „Diversität“, „generative Konstellationen“, oder „kulturelle und ästhetische Bildung“. Anhand dieser Themen wird die Bedeutung von Bildung für einzelne Personen und die Gesellschaft aufgezeigt, und über Lektüren, Diskussionen und Übungen wird eine kritische und selbstreflexive Perspektive in Bezug auf diese Themen belebt.

Vortragende: Univ.-Doz.in Dr.in Andrea Bramberger

  • Begleitseminar (Masterarbeit) I und II

Begleitung und Beratung (bildungstheoretischer und bildungsphilosophischer) Masterarbeit im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter


Für Dissertant*innen

  • „Was heißt: Sich im Denken orientieren“? Ein Forschungsseminar (Schwerpunkt A)

Die Veranstaltung fragt nach der sog. „Pädagogizität“ des Pädagogischen bzw. genauer: was macht ein Denken zu einem pädagogischen Denken? Nach einer wissenschaftstheoretischen Einführung in die Problematik steht die individuelle und eigenständige Erforschung eines sog. „Hauptwerks der Pädagogik“ im Fokus, an dem exemplarisch das Pädagogische herausgearbeitet und pädagogische Denk- und Argumentationsmuster analysiert und geprüft werden. Das Seminar wird ausdrücklich jenen Studierenden (incl. Doktoranden) empfohlen, die beabsichtigen (bzw. es bereits tun) eine Abschlussarbeit im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft zu schreiben. DoktorandInnen wird die Präsentation ihrer Forschungsarbeiten ermöglicht.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • DissertantInnenseminar. Präsentation und Diskussion laufender Forschungsarbeiten (macht.bildung.gesellschaft)

Das Dissertantenseminar möchte eine Plattform zur Diskussion des eigenen Arbeits- und Forschungsprozesses im Kontext der Dissertation bieten. Dabei steht der gemeinsame Austausch sowie die thematische Präsentation der Arbeiten im Vordergrund. Vor allem Arbeiten mit empirisch qualitativer oder bildungstheoretischer bzw. bildungsphilosophischer Ausrichtung sollen im Fokus stehen. Die Themen sollten sich entweder in Bereiche der Allgemeinen Erziehungswissenschaft oder der Sozialpädagogik einordnen lassen. Das Seminar wendet sich v.a. auch an die fellows des DSP Kollegs macht.bildung.gesellschaft.

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter und Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow