Lehrveranstaltungsangebote im Wintersemester 2021/22


Für Bachelorstudierende (und für Masterstudierende als Freie Wahlfächer)

  • Theorien der Erziehung und Bildung
    Diese Vorlesung versteht sich als eine Grundorientierung im Fach Pädagogik, die den Zugang zum Studium über die Vermittlung grundlegender Theorien der Erziehung und Bildung wählt. Da Erziehung und Bildung eine spezifisch menschliche Praxis („Der Mensch wird nur Mensch durch Erziehung“) darstellt, bedarf jedes Erziehungs- und Bildungshandeln der theoretischen Begründung in einem Denken, das dieses Handeln maßgebend anleitet und kritisch reflektiert. Die Vorlesung spannt einen historischen Bogen von der griechischen Antike bis in die unmittelbare Gegenwart und eröffnet dabei gleichzeitig das breite Spektrum unterschiedlicher wissenschaftstheoretischer Zugänge zu Erziehung und Bildung.

    Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • Das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Pädagogik (Themen und Grundbegriffe der Erziehung und Bildung)
    Inhalt dieses Proseminars ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis. Es stellt ein zentrales Grundproblem in der Pädagogik dar, dem wir uns aus der Perspektive der Allgemeinen Pädagogik annähern. Konkret beschäftigen wir uns mit einem dialektischen Theorie-Praxis-Modell. Es besagt, dass wissenschaftliche Theorien und zwischenmenschliche Praxis unhintergehbar miteinander verflochten sind. Das pädagogische Handeln liegt daher in der Verantwortung von theoretisch geschulten Erziehungswissenschaftler*innen. Eine pädagogische Theorie kann keine Handlungsanweisungen für die Praxis liefern. Doch durch die theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Theorie-Praxis-Verhältnis in der Pädagogik kann Orientierung in überfordernden Situationen gewonnen werden.

    Vortragende: Theresa Lechner, MA

  • Grundlagen und Zugänge bildungstheoretischen Forschens (Praxis der qualitativen Sozialforschung)
    Die kritische Beschäftigung mit Bildungstheorie(n) übt einen besonderen Reiz aus. Man taucht in etwas ein, das einen etwas angeht, das man in der einen oder anderen Art und Weise bereits selbst erfahren hat und das viel mit dem zu tun hat, was man im Allgemeinen (pädagogische) ›Praxis‹ nennt. Das Proseminar setzt genau dort an und will zum Thema machen, was es heißt, bildungstheoretisch zu denken und zu arbeiten. Im Rahmen von methodologischen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen qualitativer Forschung werden im Proseminar verstehende, hermeneutische Methoden in den Blick genommen und geübt.

    Vortragender: Dr. phil. Matthias Steffel

  • Grundprobleme pädagogischer Ethtik (Offenes Wahlfachmodul)
    Kein pädagogisches Handeln ohne Ethik – keine Ethik ohne pädagogisches Handeln (vgl. Kesselring 2014): Erzieher*innen, Lehrer*innen oder Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit sind angehalten, ihre Bezugspersonen fair, gerecht und menschlich zu behandeln. Förderung und Unterstützung des Gegenübers ist gleichzeitig Arbeit an der Verwirklichung und Erhaltung humaner Prinzipien wie Gerechtigkeit, Fairness, Achtung vor der Welt und dem Anderen. Umgekehrt ist Ethik aber auch von Pädagogik abhängig: Nur im Rahmen einer ethischen Bildung und Erziehung können verbindliche Orientierungen gewonnen und in die Praxis überführt werden. In dieser Veranstaltung sollen die wichtigsten Positionen von der antiken Tugendlehre (Demokrit, Seneca) über Kants Pflichtenethik und Max Weber (Gesinnungs- vs. Verantwortungsethik) bis hin zu Derek Parfits Thesen zur Überbevölkerung und dem aktuellen Phänomen des Hypermoralismus (A. Grau) erarbeitet, kritisch reflektiert und im Hinblick auf ihre Praxisrelevanz diskutiert werden.
    Vortragender: Prof. Dr. Erik Ode

Für Masterstudierende

  • Das „normale“ Kind. Einblicke in die Geschichte der schwarzen Pädagogik – ein Forschungsseminar
    Das Seminar wirft einen neuen Blick auf die Geschichte der „schwarzen Pädagogik“ und soll aufzeigen, wie das Kind im Verlauf seiner Entwicklung Opfer von Macht und Gewalt wurde bzw. auch heute ist. Im Seminar werden tabuisierte Facetten von Kindheit beleuchtet und es soll analysieren, wie sich die schwarze Pädagogik historisch und aktuell in erzieherischer Absicht in Schule, Kindergarten und anderen Erziehungsinstitutionen sowie in kulturellen Praktiken kontinuierlich ausgebreitet und verfestigt hat.

    Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

  • Menschenbilder und ihre Praktiken. Pädagogische Anthropologie im Lebenslauf
    Menschenbilder leiten unser pädagogisches Handeln. In dieser Lehrveranstaltung werden aus der Perspektive einer kulturwissenschaftlich orientierten Erziehungswissenschaft unterschiedliche Blick auf „den“ Menschen vorgestellt und pädagogisch-anthropologische Grundphänomene im menschlichen Lebenslauf betrachtet, analysiert und diskutiert. Dabei soll deutlich werden, dass der Mensch im Verlauf seiner Lebensphasen sowohl als Produkt, als auch als Produzent seiner Biographie verstanden werden muss.
    Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter
  • Grundprobleme pädagogischer Ethtik (Offenes Wahlfachmodul)

Kein pädagogisches Handeln ohne Ethik – keine Ethik ohne pädagogisches Handeln (vgl. Kesselring 2014): Erzieher, Lehrer oder Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit sind angehalten, ihre Bezugspersonen fair, gerecht und menschlich zu behandeln. Förderung und Unterstützung des Gegenübers ist gleichzeitig Arbeit an der Verwirklichung und Erhaltung humaner Prinzipien wie Gerechtigkeit, Fairness, Achtung vor der Welt und dem Anderen. Umgekehrt ist Ethik aber auch von Pädagogik abhängig: Nur im Rahmen einer ethischen Bildung und Erziehung können verbindliche Orientierungen gewonnen und in die Praxis überführt werden. In dieser Veranstaltung sollen die wichtigsten Positionen von der antiken Tugendlehre (Demokrit, Seneca) über Kants Pflichtenethik und Max Weber (Gesinnungs- vs. Verantwortungsethik) bis hin zu Derek Parfits Thesen zur Überbevölkerung und dem aktuellen Phänomen des Hypermoralismus (A. Grau) erarbeitet, kritisch reflektiert und im Hinblick auf ihre Praxisrelevanz diskutiert werden.
Vortragender: Prof. Dr. Erik Ode

  • Begleitseminar (Masterarbeit) I und II
    Begleitung und Beratung (bildungstheoretischer und bildungsphilosophischer) Masterarbeit im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.
    Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter

Für Dissertant*innen

  • Das „normale“ Kind. Einblicke in die Geschichte der schwarzen Pädagogik – ein Forschungsseminar
    Das Seminar wirft einen neuen Blick auf die Geschichte der „schwarzen Pädagogik“ und soll aufzeigen, wie das Kind im Verlauf seiner Entwicklung Opfer von Macht und Gewalt wurde bzw. auch heute ist. Im Seminar werden tabuisierte Facetten von Kindheit beleuchtet und es soll analysieren, wie sich die schwarze Pädagogik historisch und aktuell in erzieherischer Absicht in Schule, Kindergarten und anderen Erziehungsinstitutionen sowie in kulturellen Praktiken kontinuierlich ausgebreitet und verfestigt hat.

    Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Seichter