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Inspirator für die erziehungswissenschaftliche Utopieforschung am Schwerpunkt ist der Sozialphilosoph, Armutsforscher und Utopieforscher
Prof. Dr. Otker Bujard (1937-2013)
Der Nachlass von Otker Bujard befindet sich im Archiv des Schwerpunkts und umfasst:

  • Armutsstudien 
  • Veröffentlichungsreden
  • Durchgeführte Studien über Kolonisierungsversuche von gesellschaftlichen Minderheiten
  • Sozialphilosophie im Kontext von Macht, Armut und Sozialarbeit
  • Politische Projekte und deren Gelingen/Scheitern
  • Jugendhilfe
  • Politische Betätigung und Öffentlichkeit
  • Sokrates‘ Lehre/Methode der Gesprächführung zur Erarbeitung von Utopien
  • Ernst Bloch: Utopiebegriff – Utopieforschung 

Hoffnung scheint in vielen Phasen des Lebens der Antrieb zu sein, der uns befähigt, vermeintlich unerreichbares erreichbar, undenkbares denkbar und unerlebbares erlebbar zu machen. Es entspräche jedoch, um es mit den Worten Ernst Blochs auszudrücken, dem Wesen der Hoffnung, dass sie zu einer Enttäuschung werden könne, da es sich sonst um Zuversicht handeln müsse. Es ist eben jene Gradwanderung zwischen der Hoffnung, der Enttäuschung und der Zuversicht, die einer studentischen Arbeitsgruppe aus dem Fachbereich Erziehungswissenschaft (Schwerpunkt Bildungsforschung) der PLUS dazu bewegt hat, zu hinterfragen, wie es nun um die Hoffnung gestellt ist, die die Grundlage jeglicher Utopien bilde. Studierende jeglicher Fachbereiche ließen sich über ein Onlineverfahren auf offene sowie geschlossene Fragen ein, die sie beispielsweise mit der Auseinandersetzung mit ihrem Verständnis aber auch ihrer persönlichen Vorstellung von Utopie konfrontierten. Ergänzend zu den angeführten Fragen wurden Skalen zu den latenten Merkmalen „Offenheit für neues“ und „Besorgtheit“ in die Befragung inkludiert. 
Es ist ein Anliegen der studentischen Forschungsgruppe die bisherigen Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen, um das Hoffen aus dem Schatten der Forschungsgegenstände zu entlocken. Denn sie sei es, die nach Bloch erlernbar und dessen Grundlage es sei in das Gelingen anstelle des Scheiterns verliebt zu sein.   Hoffnung kann als psychisch-emotionaler Erwartungszustand gefasst werden, in dem bis dahin Noch-nicht-Erreichtes erreichbar, Noch-nicht-Erlebtes erlebbar erscheint. Bloch folgend unterscheidet sie sich von der Zuversicht dahingehend, „dass sie enttäuscht werden kann“. Analog dazu kann Utopiefähigkeit als das menschliche Vermögen begriffen werden, Enttäuschungserfahrungen und fehlenden Anlässen zur Zuversicht zum Trotz über das Bestehende hinauszudenken, um Impulse für eine radikale Veränderung gegenwärtiger (politischer) Praxen finden zu können. Vor diesem Hintergrund setzt sich eine studentische Projektgruppe der Universität Salzburg mittels eines explorativen Online-Surveys mit allgemeinen Begriffsbestimmungen und konkreten, subjektiven Entwürfen von „Utopie“ unter Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen sowie ihrer Bereitschaft zum „Überschreiten des Jetzt“ auseinander.  Design und erste empirische Ergebnisse des Projektes sollen im Rahmen des Ersten Ernst Bloch Symposions „Utopie und Widerstand“ vorgestellt.

AG-UTOPIA

Betül Benli, BA
Anja Fuchs, BA
Julia Geier, BA
Muhammed Özcelik, BA

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Piazza del Plebiscito,
Napoli, Febbraio 2020
© Dora Gabrani