Sozialpädagogische Blicke

Die nächste Vortragsreihe findet im Herbst/Winter 2021/2022 statt – diese ist derzeit in Planung. Infos werden zeitnah bekannt gegeben. RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2020/21 Sozialpädagogische Fachlichkeit?! Herausforderungen und Kontroversen in Spannungsfeldern von Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt. Doch was bedeutet qualitätsvolles fachliches Handeln überhaupt? Inwieweit ist dieses auf institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen verwiesen? Kann es mittels Standards „verbessert“ werden? Welcher Ausbildung bedarf fachliches Handeln? Und welche Ideen, Ansprüche und Fallstricke, welche Chancen und Risiken, verbergen sich in den aktuellen Qualitätsstandards der stationären Kinder- und Jugendhilfe (als ein Beispiel für die Sozialpädagogik)? Die seit fünf Jahren etablierte Veranstaltungsreihe „Sozialpädagogischen Blicke“ soll im Studienjahr 2020/21 wieder eine Plattform sein, die eine Plattform zum Austausch zwischen Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und Interessierten – diesmal zu Fragen sozialpädagogischer Fachlichkeit – bietet. Die Veranstaltungen werden erstmals online übertragen.
  • 28.10.2020 – Sozialpädagogische Fachlichkeit: Eine Frage der Rahmenbedingungen?!
Rechtliche und institutionelle Bestimmungen und Gegebenheiten bilden einen Rahmen, in dem sozialpädagogisches Handeln überhaupt erst stattfinden kann (z.B. Betreuungsschlüssel, Qualifikation und Entlohnung des Personals, räumliche Ausstattung).  Aktuelle sozialpolitische Entwicklungen (z.B. Kostendruck) und die sehr heterogene Ausbildungs- und Trägerlandschaft in Österreich tragen dazu bei, dass entsprechende Fachdebatten bislang noch kaum geführt werden konnten. Am ersten Veranstaltungsabend beschäftigen wir uns daher mit der Frage, inwieweit die genannten Rahmenbedingungen ein fachliches Handeln ermöglichen oder begrenzen. Referent_innen: Fabian Kessl (Bergische Universität Wuppertal), Dorothea Hartl (OGSA), Nicole Walzl-Seidl (Österreichischer Fachverband für akademische Sozialpädagogik)
  • 18.11.2020 – Was heißt fachliches Handeln in der Sozialpädagogik?
Welche grundlegenden Ideen und normativen Orientierungen der professionellen Akteur*innen (der Mitarbeiter*innen) stehen hinter fachlichem Handeln? Was unterscheidet fachliches von nicht-fachlichem Handeln? Und: Kann man fachliches Handeln mit Standards „verbessern“? Exemplarisch soll anhand der 2019 veröffentlichten Qualitätsstandards zur stationären Kinder- und Jugendhilfe, die eine österreichweite und trägerübergreifend vergleichbare Unterbringung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen gewährleisten sollen, diskutiert werden, inwieweit diese eine angemessene fachliche Grundlage für sozialpädagogisches Handeln sein können, wie sie sich praktisch umsetzen lassen (können) und welcher Rahmenbedingungen es hierzu bedarf. Referent_innen: Susanne Maurer (Universität Marburg), Christian Posch, Monika Lengauer (FICE Austria)
  • 9.12.2020 – Konzepte sozialpädagogischen Handelns als Grundlagen für Fachlichkeit?!
Sozialpädagogisches Handeln realisiert sich in komplexen Prozessen und offenen Situationen zwischen professionellen Akteur*innen und Adressat*innen. In deutschsprachigen Fachdebatten hat sich das von Hans Thiersch entwickelte und weiter detaillierte Konzept der Lebensweltorientierung als überaus wichtig und innovativ erwiesen, den vielfältigen Herausforderungen entsprechend fachlich und mit kritischem Blick auf gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu begegnen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Lebensweltorientierung unter den an den vergangenen Abenden schon diskutierten Problematiken von sozialpädagogischer Fachlichkeit umsetzbar ist und wie Kooperation und Weiterbildung mit anderen Sozialarbeitenden und Professionen im sozialen Feld aussehen könnte. Referent_innen: Hans Thiersch (Universität Tübingen), Ria Wienerroither (KOKO Salzburg)
  • 27.1.2021 Podiumsdiskussion: Wie viel Fachlichkeit braucht die Sozialpädagogik?
Den Abschluss der Sozialpädagogischen Blicke bildet eine Podiumsdiskussion, in der wir mit Vertreter*innen unterschiedlicher Salzburger Kinder- und Jugendhilfeträger im Feld der stationären Unterbringung von Kindern und Jugendlichen über Fachlichkeit und aktuelle Herausforderungen sozialpädagogischen Handelns diskutieren möchten. Referent_innen: Stephan Sting (Universität Klagenfurt), Eva Goetz (KOKO), Markus Manzinger (Rettet das Kind), Andrea Scharinger (Pro Juventute)
  • Facts: jeweils mittwochs, 17-19 Uhr; Teilnahme kostenlos; Anmeldung per Mail erforderlich; Online-Übertragung via Zoom (Zugangsdaten und Informationen werden per Mail bekannt gegeben)
  • Veranstalterinnen: Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft; Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner MA
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