Sozialpädagogische Blicke

Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2022/2023
Soziale Arbeit in der Krise? Potenziale kritischen, solidarischen und partizipativen Handelns

Unter folgenden Links können Sie den Flyer sowie das umfangreiche Programmheft zur Vortragsreihe im Studienjahr 2022/2023 downloaden:
Flyer_Plakat_Sozialpädagogische Blicke 2022-2023
Programmheft_Sozialpädagogische Blicke_Winter 2022-2023

Die aktuellen sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Ereignisse stellen die Soziale Arbeit vor enorme Aufgaben. Angesichts sich krisenhaft zuspitzender Prognosen für die weltweite Entwicklung sind wir mehr denn je herausgefordert, etablierte Ansätze und Erfahrungen für lokales Handeln zu überdenken und Alternativen zu suchen.

In Zeiten von Krieg, Kostensteigerungen und Covid-19 Pandemie stoßen bisherige Sozialpolitiken und nationalstaatliche Rahmungen an ihre Grenzen. Dies gilt auch für die verberuflichten, institutionell verankerten Care-, Hilfe- und Unterstützungs-arrangements. Gefragt sind neuerlich zivilgesellschaftliche Aktivitäten und kritische soziale Bewegungen. Hierin gilt es, den rasanten Armutsentwicklungen nicht nur mit einer „Mitleidsökonomie“ und Bevormundung zu begegnen, sondern (mit) Betroffenen jene Handlungs- und Partizipationsräume zu eröffnen, die unser aller Lebensbedingungen und Lebenschancen nachhaltig verändern können. Dabei bedarf es auch einer Neubelebung von Konzepten der Solidarität.

In diesen Problemkreisen sollen an drei Abenden folgende Fragen verhandelt werden: Welche Bedeutung haben (zivilgesellschaftliche) soziale Bewegungen gegenwärtig und wie gestaltet sich ihr Verhältnis zur Sozialen Arbeit? Welche Chancen bieten Solidarität und Partizipation angesichts der gesteigerten Herausforderungen? Welches Potenzial bieten sie für eine Transformation Sozialer Arbeit?

  • 19.10.2022: Soziale Arbeit – im Zusammenspiel mit sozialen Bewegungen
    Referent:innen: Susanne Maurer (Universität Marburg), Elke Edlinger (Mehr für Care!)
  • 16.11.2022: Solidarität – im Kontext von Migration und Mobilität
    Referent:innen: Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt), Bettina Pirker, Barbara Ambrusch-Rapp & Baback Soleymani (Verein Kärnten andas)
  • 23.11.2022: Armut und Partizipation – im Horizont von ungesichertem Wohnen
    Referent:innen: Gottfried Schweiger (Universität Salzburg), Petra Geschwendtner (Forum Wohnungslosenhilfe)

Die Veranstaltungsreihe wird in diesem Studienjahr von der Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Arbeitsgruppe Sozialpädagogik, in Kooperation mit der Bertha von Suttner Privatuniversität, St. Pölten, organisiert.

Facts:

  • Jeweils mittwochs, 17.00-19.30 Uhr
  • Online-Übertragung via Zoom (Zugangsdaten und Informationen werden per Mail bekannt gegeben)
  • Teilnahme kostenlos

Infos & Anmeldung:  

  • plus.ac.at/blicke  
  • suttneruni.at/blicke

 

RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2021/2022
Kinder und Jugendliche in der Krise!? Ein sozialpädagogischer Blick auf die Konsequenzen der Pandemie

Unter folgendem Link finden Sie eine Zusammenfassung der letzten Vortragsreihe:
Sozialpädagogische Blicke 2021_2022_Zusammenschau

„Corona“ steht sinnbildlich für tiefgreifende Veränderungen und Herausforderungen weiter gesellschaftlicher Bereiche. Dabei kommt Kindern und Jugendlichen eine besondere Rolle zu. Kinder und Jugendliche wurden, politisch und medial befeuert, als eine gleichzeitig besonders gefährdete und gefährdende Personengruppe verhandelt, um die sich in besonderer Weise zu sorgen ist. Einerseits wird der jüngeren Generation besondere Betroffenheit durch die medizinisch legitimierten Maßnahmen attestiert („social distancing“, „home schooling“, „Bildungsverlierer:innen“). Andererseits werden sie auch als potentielle Gefährder:innen adressiert („Superspreader, „Corona-Partys“).
Während „klassischen“ sozialpädagogischen Feldern, wie der offenen Kinder- und Jugendarbeit, kaum in größerem Maße mediale Aufmerksamkeit zuteilwurde, geriet das Bildungssystem ins Zentrum der Debatte. Dabei spielten unterschiedlichste Logiken, Ansprüche und Zuschreibungen eine Rolle, die oftmals weniger auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abzielten, sondern stärker gesellschafts- bzw. familienstabilisierende und leistungsbezogene Funktionen intendierten („Betreuung“).
Die diesjährigen Sozialpädagogischen Blicke wenden sich den komplexen wie spezifischen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen im Kontext der COVID-19-Pandemie im institutionellen Kontext von Kindergarten, Schule und offener Jugendarbeit zu. Übergreifend werden hierbei insbesondere Fragen nach Gender, Care und sozialer Ungleichheit in den – sozialpädagogischen – Blick genommen.

  • 20.10.2021 – Kindheit in elementarpädagogischen Institutionen: zwischen Notbetreuung und Normalität?
    Referent:innen: Johanna Wilmes (Universität Frankfurt), Monika Ude & Eva Kickingereder (NeBÖ – Netzwerk elementare Bildung Österreich)
  • 24.11.2021 – Von home schooling bis soziale Ungleichheit: Schule im Spannungsfeld von sozialpädagogischen und Bildungsansprüchen?
    Referent:innen: Hanna Lichtenberger & Judith Ranftler (Universität Wien & FH Campus Wien), Petra McGuire & Sabine Helmberger (ÖLI-UG – Österreichische Lehrer*innen Initiative)
  • 19.01.2022 – (Keine) Orte für die Jugend? Folgen der Pandemie für die Offene Kinder- und Jugendarbeit
    Referent:innen: Lea Heyer (Universität Hildesheim), Nicole Walzl-Seidl & Florian Arlt (Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit)

Facts:
jeweils mittwochs, 17.00-19.30 Uhr; Teilnahme kostenlos; Anmeldung per Mail erforderlich; Online-Übertragung via Zoom (Zugangsdaten und Informationen werden per Mail bekannt gegeben)

Veranstalter:innen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner MA, Lic. Maria-Amancay Jenny MA (für das Team Sozialpädagogik)

Infos & Kontakt:
plus.ac.at/blicke

 

RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2020/21
Sozialpädagogische Fachlichkeit?! Herausforderungen und Kontroversen in Spannungsfeldern von Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe

In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt. Doch was bedeutet qualitätsvolles fachliches Handeln überhaupt? Inwieweit ist dieses auf institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen verwiesen? Kann es mittels Standards „verbessert“ werden? Welcher Ausbildung bedarf fachliches Handeln? Und welche Ideen, Ansprüche und Fallstricke, welche Chancen und Risiken, verbergen sich in den aktuellen Qualitätsstandards der stationären Kinder- und Jugendhilfe (als ein Beispiel für die Sozialpädagogik)?
Die seit fünf Jahren etablierte Veranstaltungsreihe „Sozialpädagogischen Blicke“ soll im Studienjahr 2020/21 wieder eine Plattform sein, die eine Plattform zum Austausch zwischen Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und Interessierten – diesmal zu sozialpädagogischer Fachlichkeit – bietet. Die Veranstaltungen werden erstmals online übertragen.

  • 28.10.2020 – Sozialpädagogische Fachlichkeit: Eine Frage der Rahmenbedingungen?!
    Referent_innen: Fabian Kessl (Bergische Universität Wuppertal), Dorothea Hartl (OGSA), Nicole Walzl-Seidl (Österreichischer Fachverband für akademische Sozialpädagogik)
  • 18.11.2020 – Was heißt fachliches Handeln in der Sozialpädagogik?
    Referent_innen: Susanne Maurer (Universität Marburg), Christian Posch, Monika Lengauer (FICE Austria)
  • 9.12.2020 – Konzepte sozialpädagogischen Handelns als Grundlagen für Fachlichkeit?!
    Referent_innen: Hans Thiersch (Universität Tübingen), Ria Wienerroither (KOKO Salzburg)
  • 27.1.2021 Podiumsdiskussion: Wie viel Fachlichkeit braucht die Sozialpädagogik?
    Referent_innen: Stephan Sting (Universität Klagenfurt), Eva Goetz (KOKO), Markus Manzinger (Rettet das Kind), Andrea Scharinger (Pro Juventute)

Facts:
jeweils mittwochs, 17-19 Uhr; Teilnahme kostenlos; Anmeldung per Mail erforderlich; Online-Übertragung via Zoom (Zugangsdaten und Informationen werden per Mail bekannt gegeben)

Veranstalterinnen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner MA

Kontakt: