Lechner Theresa, MA

Lechner Theresa, MA
Universitätsassistentin und Dissertantin, Allgemeine Erziehungswissenschaft

Erzabt-Klotz-Straße 1, Raum 2.241, 5020 Salzburg
Tel.: +43 (0) 662 / 8044-4247
E-Mail:

 

Aktuelles

Sprechstunde montags zwischen 16 und 17 Uhr – mit der Bitte um Abklärung per e-Mail, ob persönlich, telefonisch oder online.

Manuskriptbearbeitung für die Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik seit 2018

Organisation des Theorieforum Salzburg gemeinsam mit Matthias Steffel und Claudia Schwertl seit 2019

Lehre im Bachelorstudium Pädagogik

Doktoratsstudium der Philosophie an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Paris Lodron-Universität Salzburg mit Schwerpunkt Erziehungswissenschaft (seit Oktober 2018)

Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Zwischen“ – Versuch einer relationalen Bestimmung des Pädagogischen
Im Rahmen der Promotion wird der Versuch unternommen, ein Verständnis des Pädagogischen systematisch herzuleiten. Die leitende Forschungsfrage des Projekts lautet: Was ist das Pädagogische, wenn die relationale Bezogenheit des Menschen als anthropologische Grundlage angenommen wird? Die Frage nach dem Pädagogischen ist somit eine der wichtigsten zu klärenden Fragen der Arbeit. Ausgehend von der Annahme, dass pädagogisches Handeln in Beziehungen stattfindet, sollen relationale Beziehungen theoretisch gefasst werden. Der Impuls für die Untersuchung geht vom Begriff „Zwischen“ aus, der in personalistischen Theorien Verwendung findet. In diesen Ansätzen wird der Mensch als Person im philosophischen Sinne betrachtet. Eine Grundannahme ist die Vorrangigkeit der Relationalität: die Personalität realisiert sich in und durch relationale Beziehungen. Aus dem personalen Beziehungsgeflecht konstituiert sich wiederum die Gesellschaft. Die relationalen Verhältnisse, in denen sich Personen handelnd und sprechend so zeigen, wie sie gegenwärtig sind, zeichnen sich dadurch aus, dass – nach Hannah Arendt – ein Bezugssystem entsteht, in dem sich Menschen direkt aneinander richten und sich gegenseitig ansprechen. Personen werden in diesen und weiteren personalistischen Ansätzen als Relata verstanden, die erst in Relationen ihre Bedeutung gewinnen. Die dahinterliegende relationale Anthropologie (m.a.W. das zugrundeliegende Menschenbild) gilt es systematisch herauszuarbeiten und ihre Bedeutung für ein Verständnis des Pädagogischen auszuloten.

Hauptbetreuerin: Univ. Prof.in Dr.in Sabine Seichter; Nebenbetreuer: Univ. Prof. Dr. Daniel Burghardt


Forschungsinteressen

  • (Allgemein-)Pädagogische Grundprobleme
  • Pädagogische Anthropologie
  • Feministische Gesellschafts- und Wissenschaftskritik
  • Persontheoretische Ansätze
  • Relationalität des Pädagogischen

Lehre

Wintersemester 2021: „Das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Pädagogik“

Annäherungen an ein pädagogisches Grundproblem durch die Lektüre und Diskussion der „Pädagogik der Unterdrückten“ von Paulo Freire.

Sommersemester 2021: „Praxis bildungstheoretischen Forschens“

Ausgehend vom Video-Podcast der Allgemeinen Pädagogik zur Frage: „Was heißt bildungstheoretisches Forschen?“ und gestützt durch Podcast-Sitzungen haben wir im Laufe des Semsters erkundet, was bildungstheoretisches Forschen sein könnte. Die Diskussion von verschiedenen theoretischen Zugängen und methodologischen Überlegungen stand im Zentrum des Proseminars, das abgeschlossen wurde mit der Präsentation und Diskussion von ersten eigenen bildungstheoretischen Problemstellungen.

Wintersemester 2020/21: „Pädagogik als Theorie von und für menschliche Praxis“

Ausgehend von der Frage, warum wir eigentlich theoretisches (d.h. begriffliches, historisches, empirisches, didaktisches) Wissen brauchen, wenn wir als Pädagog_innen tätig sein wollen, haben wir uns im diesem Proseminar mit einem dialektischen Theorie-Praxis-Modell beschäftigt, in dem wissenschaftliche Theorie und konkrete Praxis als miteinander vermittelt betrachtet werden. Daraus geht beispielsweise hervor, dass eine pädagogische Theorie nicht kausal über ihre Umsetzung und Anwendung in der Praxis bestimmen kann. Daher liegt das erzieherische Handeln in der Verantwortung der theoretisch geschulten Erziehungswissenschaftler_innen. Ziel des Seminars war es, das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Pädagogik kritisch reflektieren und einordnen zu können sowie ein Erproben bildungstheoretischen Forschens.


Publikationen

  • Buchbesprechung in der  EWR 19 (2020), Nr. 3 (Juli/August): Bernd Hüppauf (2018): Eros, Wahrheit und Macht. Anatomie eines #me-too-Falles in der Wissenschaft. Basel: Schwalbe Verlag.“
  • Auf der Suche nach dem guten Leben – Maria Mies. In: Renate Böhm/Ela Groszmann/Birgit Buchinger (Hrsg.) (2021): Kämpferinnen. Wien: Mandelbaum.
  • im Erscheinen (2021): Den Menschen relational denken. Versuch einer Standortbestimmung relationaler Anthropologie. In: Thomas Senkbeil/Oktay Bilgi/Dieter Mersch/Christoph Wulf (Hrsg.): Der Mensch als Faktizität. Pädagogisch-anthropologische Zugänge. Bielefeld: transcript.

Vorträge und workshops

  • herr*krit – Herrschaftskritische Sommeruni Kassel zum Thema Zukunft ist nicht genug!: Workshop gemeinsam mit Lukas Schildknecht:  „Erziehung – Zwischen Unbestimmtheit und Reproduktion“ (Juli 2021)
  • Theorieforum Salzburg zum Thema Geschichtsvergesslichkeit: „Benjamins geschichtsphilosophische Thesen und ihre pädagogischen Implikationen“ gemeinsam mit Dominik Gruber (November 2020)
  • Theorieforum Salzburg zum Thema Denken – Reden – Handeln: „Überlegungen zum ‚vierten Postulat‘ der Frauenforschung von Maria Mies“ (Mai 2020)
  • Theorieforum Salzburg zum Thema Körper – Wissen – Macht: „Mäzeninnen für alle!? Geschlechterdifferenz, Wissen und Macht“ (Oktober 2019)
  • Pre-Conference des Nachwuchsnetzwerkes der Kommission Pädagogische Anthropologie (DGfE) zum Thema „Der Mensch als Faktizität“: „Den Menschen relational denken – Versuch einer Standortbestimmung relationaler Anthropologie“ (September 2019)
  • Theorieforum Salzburg zum Thema Subjekt – gibt’s das?: „Die Frage nach dem Verhältnis von Person und Subjekt“ (April 2019)

Podcasts


Masterstudium Erziehungswissenschaft an der Universität Salzburg mit den Schwerpunkten in Allgemeiner Pädagogik und Sozialpädagogik, Oktober 2015 bis Juli 2018 Abschlussarbeit unter dem Titel „Dimensionen von Macht in den ‚Reden über Erziehung‘ von Martin Buber aus pädagogischer Sicht“

Bachelorstudium Pädagogik an der Universität Salzburg mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, Oktober 2012 bis September 2015 Abschlussarbeit mit dem Titel „Geschlechtliche Vielfalt am Beispiel Intergeschlechtlichkeit in der Zweigeschlechterordnung“ bei PD Dr. Eberhard Raithelhuber

Studienschwerpunkt Gender Studies im Rahmen des fakultätsübergreifenden Lehrangebots der Universität Salzburg, seit März 2013


Mitgliedschaften

Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft (Kommission Pädagogische Anthropologie und Wissenschaftsforschung) und Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft

Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF)


Universitäre Tätigkeiten

  • Teilnahme am Karriere_Mentoring II-Programm für Dissertantinnen der Universitäten Linz, Krems und Salzburg von 2019-2021
  • Studienassistentin am Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Salzburg bei Univ. Prof.in Dr.in Sabine Seichter, Oktober 2017 bis Juni 2018
  • Tutorin am Fachbereich Erziehungswissenschaft im Seminar „Praxis der Qualitativen Sozialforschung: Philosophisch-hermeneutische Theoriearbeit“ bei Sebastian Jacobs, März – Juni 2017

Außeruniversitäre Tätigkeiten

  • Mitarbeit in der Kritischen Bibliothek Salzburg seit 2020
  • Ehrenamtliche Vorstandstätigkeit beim Verein FAM – Feministische Arbeit mit Mädchen in Salzburg seit 2019
  • Nebentätigkeit am BFI Salzburg im Auswahlverfahren für die Ausbildung zur Pflegefachassistenz von 2018-2019
  • Pädagogin im Kindertagesbetreuungsbereich („Springerin“ in Kindergärten und Krabbelstuben) bei KOKO Kontakt- und Kommunikationszentrum für Kinder in Salzburg von 2012-2017
  • Ausbildung zur diplomierten Sozialpädagogin an der Bundesbildungsanstalt für Sozialpädagogik (BBASOP) in St. Pölten von 2007-2012