Lehrveranstaltungen Sommer 22

Hinweis zum Umgang mit Covid: Jene Lehrveranstaltungen die derzeit in Präsenz geplant sind, können, aufgrund sich ändernder Covid-Bestimmungen, wieder auf Online-Lehre umgestellt werden. Für Rückfragen erreichen Sie uns Mo bis Do, von 9-12 Uhr, unter oder unter +43 (0) 662/8044-2522.

Basismodul

LV-Nr.: 300.425 I LV-Titel: Gender, Diversity & Equality (VO) (Einführung Gender Studies)
LV-Leitung: Zoe Lefkofridi

What does it mean to be a man or a woman? Are men and women wired differently ? This course discusses gender identities and stereotypes, and approaches masculinities and femininities from different perspectives and disciplinary lenses, and using different methods of analysis. This lecture series will provide a different take on the topics of gender, diversity and equality through the lenses of different disciplines represented at the PLUS‘ faculties. Besides the Introductory session and the final exam session on the topics covered, the course consists mainly of scientific lectures that showcase the research conducted at different departments of the University of Salzburg.

Detailansicht PLUS-Online:  https://online.uni-salzburg.at/plus_online/pl/ui/$ctx/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=583082&pSpracheNr=1



LV-Nr.:
999.830 I LV-Titel: Geschichte der Frauenbewegungen (VO)
LV-Leitung: Veits-Falk, Sabine

Die Vorlesung beginnt mit ideengeschichtlichen Anfängen in der Aufklärung und zur Zeit der Französischen Revolution, die der Entwicklung der Frauenbewegung als soziale Bewegung vorausgingen. Während die „Erste Frauenbewegung“ (Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang 20. Jahrhunderts) grundsätzliche politische und bürgerliche Rechte für Frauen, wie z. B. das Frauenwahlrecht, verlangte, forderte die „Zweite“ oder „Neue Frauenbewegung“ (beginnend mit den 1960er Jahren), gestützt auf das Theoriekonzept des Feminismus, eine Gleichberechtigung von Frau und Mann auf allen sozialen, wirtschaftlichen, beruflichen und auch privaten Ebenen. Die Auseinandersetzung mit aktuellen feministischen Strömungen und Prozessen – vom „3rd Wave Feminism“ bis zur #MeToo-Bewegung – und die Frage nach deren Bedeutung für die Gegenwart (und Zukunft) schließen den zeitlichen Rahmen.Räumlich stehen die europäischen Frauenbewegungen, v. a. in Österreich und Deutschland im Mittelpunkt, in Exkursen wird auch auf wichtige Entwicklungen in den USA eingegangen werden. 

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LV-Nr.:
999.840 I LV-Titel: Geschlechterreflektierte Pädagogik: Handlungsstrategien – Diversität – Geschlecht (PS)
LV-Leitung: Eder, Sylvia, Fritz, Isabella

Die Lehrveranstaltung widmet sich dem Thema Geschlecht und Bildung in folgender Hinsicht: Zum einen geht es um die Frage, wie Geschlechter in Bildungsstätten gebildet werden. Zum anderen der Frage, wie Geschlecht in den Praxisfeldern der Pädagogik einfließt. Konkret werden verschiedene Konzepte für geschlechterreflexiven Unterricht in der schulischen und außerschulischen Bildung diskutiert. Zur Thematisierung von Geschlecht in pädagogischen Kontexten geht es um: feministische Mädchenförderung, antisexistische Bubenarbeit, geschlechterbewusste Pädagogik, normativitätskritische Pädagogik, Pädagogik der Vielfalt, Anti-Bias Pädagogik, Queere Pädagogik und Verbindungen zur Interkulturellen Pädagogik. Der Schwerpunkt im Seminar liegt darauf, wie diese unterschiedlichen Konzeptionen auf die Gestaltung von Handlungsprozessen und die Praktiken zukünftiger Pädagog:innen wirken. 

Detailsansicht PLUS-Online:  https://online.uni-salzburg.at/plus_online/pl/ui/$ctx/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=588110



LV-Nr.:
999.810 I LV-Titel: Gender(ed) Statistics – Understanding Inequalities Through Quantitative Methods (SE)
LV-Leitung: Zwiener-Collins, Nadine

Dieser Kurs bringt Gender Studies und quantitative Forschung zusammen und zielt darauf ab, die Studierenden mit den Werkzeugen auszustatten, die sie benötigen, um quantitative Daten verstehen, kritisieren und nutzen zu können um Geschlechter(un)gleichheiten zu untersuchen. Gemeinsam erkunden wir das Potenzial, aber auch die Grenzen von Gender-Statistiken: Wir diskutieren die Bedeutung von Geschlecht als analytische Kategorie, wir untersuchen, wie Daten und Datenproduktion vergeschlechtlicht sind, und wir betrachten die praktischen Herausforderungen kritischer quantitativer (Gender-)Forschung. Wir diskutieren auch, wie intersektionale und dekoloniale Ansätze integriert werden können. Schließlich werfen wir einen genaueren Blick auf einige der bekanntesten Gender-Statistiken. Wir bewerten zum Beispiel Indizes zur Geschlechterungleichheit, Statistiken zur Vertretung von Frauen in Politik und Medien sowie Daten zu sexueller Gewalt.Obwohl das Ziel des Kurses darin besteht, die kritische Datenkompetenz zu verbessern, handelt es sich nicht um einen Kurs über Forschungsmethoden im herkömmlichen Sinne. Es sind keine Vorkenntnisse in quantitativer Forschung oder Statistik und keine Affinität zur Mathematik erforderlich.

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LV-Nr.:
999.850 I LV-Titel: Gewalterfahrungen und Gewaltschutz von Frauen und Mädchen mit Behinderungen (SE)
LV-Leitung: Eckstein, Nina; Wegscheider, Angela

Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind in einem erhöhtenAusmaß von Gewalt betroffen. Insbesondere sexuelle und geschlechtsbezogene sowie strukturelle Gewalt lassen sich empirisch belegen. Die Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind untrennbar mit Diskriminierungserfahrungen verbunden und unterliegen komplexen intersektionalen Wirkmechanismen, die gerade erst durch das Zusammentreffen von Geschlecht* und Behinderung zutage treten. Mangelnder Zugang zum Recht und unzureichender faktischer Schutz vor Gewalt verschärfen die Lebenssituation von Frauen und Mäd-chen mit Behinderungen.

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Basismodul Lehramt

LV-Nr.: 300.425 I LV-Titel: Gender, Diversity & Equality (VO) (Einführung Gender Studies)
LV-Leitung: Zoe Lefkofridi

What does it mean to be a man or a woman? Are men and women wired differently ? This course discusses gender identities and stereotypes, and approaches masculinities and femininities from different perspectives and disciplinary lenses, and using different methods of analysis. This lecture series will provide a different take on the topics of gender, diversity and equality through the lenses of different disciplines represented at the PLUS‘ faculties. Besides the Introductory session and the final exam session on the topics covered, the course consists mainly of scientific lectures that showcase the research conducted at different departments of the University of Salzburg.

Detailansicht PLUS-Online:  https://online.uni-salzburg.at/plus_online/pl/ui/$ctx/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=583082&pSpracheNr=1



LV-Nr.:
999.840 I LV-Titel: Geschlechterreflektierte Pädagogik: Handlungsstrategien – Diversität – Geschlecht (PS)
LV-Leitung: Eder, Sylvia, Fritz, Isabella

Die Lehrveranstaltung widmet sich dem Thema Geschlecht und Bildung in folgender Hinsicht: Zum einen geht es um die Frage, wie Geschlechter in Bildungsstätten gebildet werden. Zum anderen der Frage, wie Geschlecht in den Praxisfeldern der Pädagogik einfließt. Konkret werden verschiedene Konzepte für geschlechterreflexiven Unterricht in der schulischen und außerschulischen Bildung diskutiert. Zur Thematisierung von Geschlecht in pädagogischen Kontexten geht es um: feministische Mädchenförderung, antisexistische Bubenarbeit, geschlechterbewusste Pädagogik, normativitätskritische Pädagogik, Pädagogik der Vielfalt, Anti-Bias Pädagogik, Queere Pädagogik und Verbindungen zur Interkulturellen Pädagogik. Der Schwerpunkt im Seminar liegt darauf, wie diese unterschiedlichen Konzeptionen auf die Gestaltung von Handlungsprozessen und die Praktiken zukünftiger Pädagog:innen wirken. 

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AUFBAUMODUL PRAXISFELD GENDER STUDIES

LV-Nr.: 300.625 I LV-Titel: Gender, Diversity & Inclusion in Salzburg (KO)
LV-Leitung: Zoe Lefkofridi

In this course, you will rediscover the city of Salzburg, as more than just a picturesque city nestled between a riverbend and a castle hill. Become familiar with local politics, history, society and culture that Salzburg has to offer. A group of lecturers will guide you through the city center and countryside, showing you a different side of Salzburg – meet local politicians, walk the paths of the women who have shaped local history and see how inclusion, diversity and representation is progressing.

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Aufbaumodul Advanced

LV-Nr.: 999.800 I  LV-Titel: Migration, Race, and Gender in Europe (SE)
LV-Leitung: Glahn, Kaja

In den letzten Jahren haben öffentliche Diskurse und Debatten zum Thema Migration in Europa Migranten häufig als gefährlich und problematisch charakterisiert. Diese Tropen sind nicht neu und sollten in einen größeren historischen Kontext gestellt werden. Dieser Kurs verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und verwendet Race und Gender als zentrale analytische Kategorien, um Migration in Europa zu erkunden. Anhand von Beispielen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich sowie aus anderen europäischen Ländern werden wir untersuchen, wie Gender und Race die Erfahrungen von Migranten beeinflusst haben. Gleichzeitig analysieren wir auch wie die Kategorien Race und Gender die Entwicklung von Migrationspolitik und öffentliche Diskurse zum Thema Migranten und Migration beeinflusst haben. Dadurch werden wir sehen inwiefern Bedenken bezüglich Race, Sexualität, Geschlechterrollen und Reproduktion oft von zentraler Bedeutung für das Verständnis europäischer Debatten und Politiken zu den Themen Migration, Integration und nationaler Identität sind. Der Kurs wird sowohl chronologisch als auch thematisch gegliedert sein und wichtige Migrationsperioden von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart abdecken. Konkrete Themen, die diskutiert werden sollen:Koloniale Staatsbürgerschaftsgesetze, Nationalität und Eugenik im frühen 20. Jahrhundert, Zwangsmigration während und nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, Arbeitsmigration, postkoloniale rekonfigurationen nationaler Identität, Integration und Schleierpolitik, Multikulturalismus, und zeitgemäße Staatsbürgerschafts- und Asylpolitik.

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LV-Nr.:
999.820 I LV-Titel: Medienpartizipation und queer politics (SE)
LV-Leitung: Hofstätter, Birgit

In diesem Seminar geht es um die Wirkmacht von Medien bei der Vermittlung gesellschaftlicher Normen, im vorliegenden Fall in Bezug auf Geschlecht und Sexualität, aber auch um das Potential, diese Normen im Zuge der Medienpartizipation zu destabilisieren. Dabei werden Medien als Lernarenen für technologische Kompetenz in einem emanzipatorischem Sinn (Negt 1998) reflektiert.Zunächst erfolgt eine Einführung in die Problemstellung – Entwicklung medialer Darstellungen geschlechtlicher und sexueller Normen bzw. Devianzen in den letzten Jahrzehnten, Möglichkeiten der (De-)Stabilisierung durch Fanfiction und kritische transformative Medienarbeit (in Anlehnung an Remix-Künstler Jonathan McIntosh). Danach werden konkrete Fallbeispiele gemeinsam analysiert und schließlich selbst praktisch bearbeitet.Durch den Aspekt des Selbst-Ausprobierens kann dabei das eigene Lernen auf den unterschiedlichen Ebenen beobachtet und reflektiert werden. Abschließend wird diskutiert, wie sich die Erkenntnisse für die pädagogische Praxis verwenden lassen.

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LV-Nr.:
999.860 I LV-Titel: Kulturwissenschaftliche Grundlagen der Gender Studies: Wie entsteht Bedeutung? (VO)
LV-Leitung: Fink, Dagmar

Gender Studies sind ein Forschungsfeld, das sich mit der Bedeutung von geschlechtlichen – in Wechselwirkung mit unter anderem sozialen, ethnisierten, rassifizierten, kulturellen und sexuellen – Differenzierungsprozessen in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft beschäftigt. Entsprechend ist die Geschlechterforschung heute ein unverzichtbarer Bestandteil kulturwissenschaftlichen Forschung, während sie umgekehrt teilweise gerade aus den Kulturwissenschaften hervorgegangen ist. So gibt es ein weites Feld an Überschneidungen, an gemeinsamen theoretischen Vorannahmen und Überzeugungen, an Themenfeldern zwischen Gender-Forschung und Kulturwissenschaften beziehungsweise den Cultural Studies. Was insbesondere letztere, also die Cultural Studies, mit den Gender Studies eint, ist die politische Perspektive: Kultur wird hier als ein Feld von Machtbeziehungen verstanden, in dem es um die Grenzziehung zwischen Selbst und ‘Anderem‘ geht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenhang von Bedeutungsproduktion mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Denn das Selbstverständnis der Cultural Studies wie auch der Gender Studies ist nicht allein wissenschaftliche Analysen, sondern Gesellschaftskritik zu betreiben. Das heißt, es geht um die Betrachtung von symbolischen Ordnungen, Repräsentationen innerhalb gegebener Macht- und Herrschaftsstrukturen und Repräsentationsregimen.Die Vorlesung geht den Zusammenhängen von Machtbeziehungen und Bedeutungsproduktion anhand Fragen der Darstellung und des Erzählens nach. Sie beleuchtet die Grundlagen und wichtige Vertreter:innen der Repräsentationskritik in den Cultural Studies wie auch in der feministischen Filmtheorie und verknüpft diese mit Konzeptionen von Geschlecht als (Selbst-)Repräsentation sowie als performativen Akt. Fragen, welche die VO aufwirft sind unter anderem: Welche (Geschlechter) werden in welchen Medien und Diskursen mit welchen Mitteln in welchem Interesse wie dargestellt? Wie werden Unterschiede hervorgebracht beziehungsweise wie funktionieren Prozesse des ‚Othering‘? Welche Geschichten werden (über Geschlechter) erzählt? Welche können erzählt werden? Welche Möglichkeiten der Veränderung hegemonialer Darstellungsformen gibt es?

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Schwerpunktmodul (Advanced +)

LV-Nr.: 999.730 I LV-Titel: Breathing Matters. Atem in den szenischen Künsten des 20. und 21. Jh. aus queer-feministischen und dekolonialen Perspektiven (UV)
LV-Leitung: Ostwald, Julia

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich aus queer-feministischer und dekolonialer Perspektive mit dem Phänomen des Atems in seinen ästhetischen, somatischen und politischen Implikationen im Kontext der szenischen Künste von 1900 bis zur Gegenwart.Auf den ersten Blick scheint Atmen eine natürliche Notwendigkeit, losgelöst von sozialen Ungleichheiten. Das Gegenteil haben u.a. die sozialen Ungerechtigkeiten der gegenwärtigen Pandemie oder die Black-Lives-Matter-Proteste mit ihrem Hilfe- und Kampfruf ‚I can’t breathe!‘ aufgezeigt. Den Verflechtungen des Atems mit sozialen, politischen, ästhetischen und ökonomischen Fragen widmen sich die in letzten Jahren herausgebildeten interdisziplinären Breath Studies.Vor diesem Hintergrund fragt die Lehrveranstaltung nach Bedeutungen, Praktiken und Diskursen des Atmens im Kontext von (Musik-)Theater, Tanz, Performance und Populärkultur. Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über einschlägige Theorietexte aus dem Kontext der Breath Studies, die wir gemeinsam in intensiver Lektüre erarbeiten und diskutieren werden. Parallel dazu werden performative Arbeiten zum Atem des 20./21.Jh. vorgestellt, die wir analysieren und in Bezug setzen zu theoretischen Ansätzen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die im Atem verflochtenen Aspekte von Somatischem und Politischem, Eigenem und Fremdem, Menschlichem und Nicht-Menschlichem in den Künsten manifestieren. Welche respiratorischen Praktiken können dechiffriert werden und wie ist ihr Verhältnis zu Körperpolitiken? Wie wird der Atem als Material inszeniert?

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LV-Nr.:
999.870 I LV-Titel: Konzeptualisierungen von Differenz und Hybridität in Theorie, Literatur und Kultur (SE)
LV-Leitung: Fink, Dagmar

Vorstellungen von Identität und Subjektivität, die ein kohärentes in sich abgeschlossenes Selbst voraussetzen, werden insbesondere in den Gender Studies, der Queer Theory und von postkolonialen Theorien kritisiert. Sie alle stellen heraus, dass diese Vorstellungen tatsächlich Instrumente der Herrschaft sind: Denn sie dienen der Unterscheidung zwischen Selbst und ‚Anderen‘, wobei letztere in diesem Prozess überhaupt erst als solche hervorgebracht, sozusagen ge-andert werden – zum Zwecke der Etablierung und Vergewisserung des Selbst. Postkoloniale Theorien forder(t)en zusätzlich die Idee in sich geschlossener Kulturen heraus, die vom Kontakt mit anderen Kulturen gänzlich unberührt blieben. Entsprechend konzentrieren sich diese Forschungsfelder auf die Analyse der Konstruktionsmechanismen von Identität und Subjektivität in spezifischen Machtbeziehungen und Herrschaftsverhältnissen. Fokussieren Gender Studies und Queer Theory vorwiegend auf heteronormative und patriarchale Strukturen, so widmen sich postkoloniale Theorien imperialen und kolonialen Verhältnissen und Kontinuitäten. Gemeinsam ist diesen Ansätzen, dass sie dualistische Muster – wie Selbst/Anderes, Natur/Kultur, zivilsiert/primitiv, homo/hetero, männlich/weiblich – durchbrechen und und an deren Stelle Konzepte nicht von Identität, sondern von inhärenter Differenz, Hybridität und Vielfalt entwickeln.In der Lehrveranstaltung gehen wir zunächst der Logik und Struktur von Dualismen auf den Grund, um uns dann zentralen Konzepten von Differenz und Hybridität zu widmen. In einem weiteren Schritt geht es darum, Darstellungen von Differenz und Hybridität in literarischen und kulturellen Repräsentationen zu analysieren.

Detailsansicht PLUS-Online:  https://online.uni-salzburg.at/plus_online/pl/ui/$ctx/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=597468