Univ. Ass. Thomas Assinger, MA

Forschungsinteressen

 
  • Literatur und Kultur des langen 18. Jahrhunderts
  • Österreichische Literatur
  • Theorie und Geschichte der Komödie
  • Literatur und Wissen, insb. Lehrdichtung
  • Kulturelle Praktiken, Praxistheorie  

Dissertationsprojekt

Die Komödie der jungen Gelehrten. Zur praxeologischen und sozialen Reflexion von Künsten und Wissenschaften im Lustspiel des 18. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert haben die jungen Gelehrten ihren großen Auftritt. Zwischen Lessings Damis und Lenzens Läuffer tummeln sich fortgeschrittene Studenten und frisch graduierte Akademiker in den Texten und auf den Bühnen der deutschen Komödie. Zugleich wird die Gattung des Lustspiels um 1750 zum Praxisfeld einer Generation junger Intellektueller, die als Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker, Philologen und Dramaturgen an der Schnittstelle von akademischer Kultur und Theaterbetrieb agieren. Diese literaturgeschichtliche Konstellation wird das Dissertationsprojekt umfassend erschließen und in ihren wissenschaftsgeschichtlichen Relationen kontextualisieren. Daraus wird anschaulich, wie die bislang von der Forschung kaum berücksichtigten Stücke die zeitgenössischen Konflikte um das Erbe und die Zukunft der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur an der Epochenschwelle zur Moderne zur Darstellung bringen. Die Figur des jungen Gelehrten erweist sich dabei als literarischer Kunstgriff, um das genrespezifische Potenzial der Komödie zur praxeologischen und sozialen Reflexion von gelehrten Praktiken, Habitus und Lebensformen in einer Situation hoher kultureller Instabilität, in der sich Wissenschaften und Künste grundlegend neu formieren, zu nützen.

Lesekreis

 Arbeitsgespräche zur Aufklärungsforschung der OGE18.