03.12.2007

Burma weint

Eine Veranstaltung für „Helfen ohne Grenzen“

Mordende Militärs, Vertreibung, Vergewaltigung, Hunger. Die Menschen des südostasiatischen Vielvölkerstaates weinen. Dieser schrecklichen Situation widmet sich seit Jahren die Hilfsorganisation „Helfen ohne Grenzen“. Auch in Salzburg will der Verein mit der Informations-, Diskussions- und Hilfsveranstaltung „Burma weint“ am 13. Dezember um 19.30 Uhr (Theologische Fakultät der Universität Salzburg, HS 101, Universitätsplatz 1) eine Sensibilisierung für diese Thematik erreichen.

Ihr persönlicher Ansprechpartner zur Veranstaltung:
Daniel Djukic („Helfen ohne Grenzen“)
Tel: +43 650 4888608

Web: www.helfenohnegrenzen.org

Burma weint: Information  Diskussion  HilfeIn
Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg, dem Afroasiatischen Institut Salzburg und dem Friedensbüro soll mit „Burma weint“ exklusiv im Bundesland Salzburg auf die schreckliche Lage der Menschen in Burma aufmerksam gemacht werden.

Benno Röggla, Gründer und Vorsitzender des in Bozen gegründeten Vereines, wird mit Hilfe von Bildern und Screenings über die politische Situation und seine Erlebnisse in Burma berichten, mit denen er in den letzten Jahren während seines Einsatzes in der einstigen Kornkammer Südostasiens konfrontiert war. Darüber hinaus wird er auch die Projekte von „Helfen ohne Grenzen“ vor Ort vorstellenMit einem völkerkundlichen Bericht von Gabi Schaumberger, die lange Zeit mit der Minderheit der Karenni unterwegs war, wird dem Publikum ein ethnologischer Background geliefert.

Khin Maung Saw. Der gebürtige Burmese und freie Burmawissenschaftler, der bereits an der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Ohio gelehrt hat, liefert einen Umriss der politischen Situation in Burma.Durch diese Berichte und die im Vorfeld zur Veranstaltung laufende Bilderausstellung soll auch das Publikum in eine Diskussion eingebunden werden. Ein weiteres wichtiges Ziel der Veranstaltung wird vor allem das Sammeln von Spenden für die Projekte von „Helfen ohne Grenzen“ sein.

„Helfen ohne Grenzen“ist eine Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Bozen (Südtirol, Italien) und Zweigsitzen in Ansbach (Deutschland) und Innsbruck. Der auf Freiwilligkeit aufgebaute gemeinnützige Verein hilft den verfolgten Minderheiten Burmas, die vor der Unterdrückung durch das Militärregime fliehen müssen. Das Einsatzgebiet ist die thailändisch-burmesische Grenze. Dabei hat sich „Helfen ohne Grenzen“ verpflichtet, sämtliche Spenden (in den Jahren 2005/2006 rund 300.000 Euro) vollständig in die Projekte einfließen zu lassen.

Die Spesen für die Verwaltung, Reisen und Kommunikation werden teils durch die Mitglieder, teils durch öffentliche Beiträge und ein eigenes Mäzenprogramm gedeckt. Durch diese getrennten Einnahmequellen wird neben einer höheren Effizienz auch eine größere Transparenz erreicht. Mit diesen Mitteln werden nachhaltig wirksame Projekte gemeinsam mit den Flüchtlingen der verschiedenen Minderheiten im thailändischen Exil und in den Flüchtlingssiedlungen im burmesischen Grenzgebiet verwirklicht. „Helfen Ohne Grenzen“ bemüht sich auch darum, Freiwilligen die Möglichkeit zur Mitarbeit vor Ort zu geben, aber auch die Menschen in Europa über das wahre Ausmaß der burmesischen Tragödie und des vor der Weltöffentlichkeit verborgenen Völkermordes zu informieren.

Die Projekte von „Helfen ohne Grenzen“„Helfen ohne Grenzen“ betreibt über 45 Schulen für knapp 6.000 Kinder, davon 30 Schulen in den Flüchtlingssiedlungen im schwer zugänglichen Dschungelgebiet innerhalb Burmas. Der Verein finanziert gemeinsam mit dem Land Südtirol eine Prothesenwerkstatt mit angeschlossener Unfallabteilung. Dort werden pro Jahr über 200 Prothesen für Minenopfer hergestellt und über 500 andere UnfallpatientInnen versorgt. „Helfen ohne Grenzen“ kommt für das Essen von über 100 Kindern im Waisenhaus Hsa Htoo Lei auf und finanziert 2 Kindergärten und 7 Schülerheime. Mit Unterstützung der autonomen Region Trentino-Südtirol konnte „Helfen ohne Grenzen“ knapp 80.000 Schulbücher drucken und innerhalb Burmas verteilen lassen. Zudem finanziert „Helfen ohne Grenzen“ die Ausbildung von SanitäterInnen der Shan-Minderheit durch Dr. Htun, einem deutschen Arzt burmesischer Abstammung. Weiters veranstaltet man Malkurse, Lehrerfortbildung, betreut Internate für Schulkinder, organisiert Computer samt Unterricht, Sportveranstaltungen für Kinder und viele weitere kleine Hilfen da und dort. Als Anerkennung für seine engagierte Hilfe wurde Benno Röggla im Sommer 2006 mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet.