11.07.2007

Einladung zur Vernissage

“Das vergessene Tuch der Zeit” RUDOLF LEITNER-GRÜNDBERG

Sibilla Feltrinelli und Mag. Martina Gabriel präsentieren die Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Heike Curtze in der Max-Gandolph-Bibliothek der Universität Salzburg.

Vom 28. Juli bis 31. August 2007, täglich 11.00 bis 18.00 Uhr  Eingang Residenzplatz 9 / 5020 Salzburg / Mobil: 0664 95 62 981    

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, den 28. Juli 2007, um 11.30 Uhr  Begrüßung:  Dr. Helga Rabl – Stadler  Präsidentin der Salzburger Festspiele      zum Werk spricht:  Univ. Prof. Dr. Wolfgang Tunner  Ludwig-Maximilian Universität München 

Vernissage

Jeunesse dorée, junges Mädchen von zu Hause ausreißend 2003 – 2006, Öl, Blattgold, LW, vergolderter Vollholzrahmen, 130 x 120cm

BIGLuxury_Collection,b,2005[9401][2]

Luxury Collection 2005, 3-teilig, Öl , Paneelplatte, 1 Hose, 1 Sakko, 250 x 180cm     

BIGVermessen_II,2007[9401][3]

Noch immer ist alles möglich 2007, Öl, LW, 307 x 420cm  

Zitate von Rudolf Leitner-Gründberg:   

…“Diese Ausstellung in Salzburg dokumentiert auch das Spannungsfeld, aus dem mein Werk seit über 25 Jahren entstanden ist. Ich habe eine völlig eigene Weise im Umgang mit Blattgold gefunden und sie für meine Vision dienstbar gemacht. Es ist mir so möglich, Überzeitlichkeit auszudrücken oder zumindest Zeit „ausdehnen“ zu können. Der Malerei soll es gelingen, die Gegenwart in die Zukunft, sowie in die Vergangenheit auszudehnen und so ein größeres Kontinuum an Zeit spürbar zu machen.“    

…„Ich möchte das „eine intensive Bild“, in dem unendlich viele Bilder enthalten sind.

  …“Diese gleißenden Goldbilder sind aus einer euphorisch, mystischen Lebenshaltung geboren, im Gegensatz zu dem reduzierten Werkteil, den ich OPUS nenne.

Der „Strich“ im Opuswerk bezieht sich als „Oberton“ auf Gegenstände (gemalte oder echte Gebrauchsgegenstände) und löst diese aus dem Verhaftetsein  im Mythischen heraus.

Gleichzeitig bezieht sich dieser Strich auf die Malerei selbst und stellt die grundsätzliche Frage, wie weit Malerei selbst noch mythisch belastet ist.“ (Mai 2007 )    

….„Ich kann nichts mehr tun, die Zeit habe ich verloren und die Ewigkeit habe ich noch nicht.“

„Dies drückt nicht meine persönliche Befindlichkeit aus, sondern ein Zeitgefühl. In der andauernden Beschleunigung und sinnlosen Rede von Zukunft und Zukünftigkeit, sind die Gegenwart und das Maß des „Tuns“ verloren gegangen.“        

….„Die Flucht nach vorne in das „immer Neue“, in eine niemals sich ereignende Zukunft, ist die Zwangsneurose einer Zukunftskonsumgesellschaft, die keine Zukunft mehr hat, die jede Verantwortung abgegeben hat für die Zukunft der Welt und die nachfolgenden Generationen. Aus diesem Verhängnis, aus diesen erklügelten Welten und Zukunftsspekulationen, die letztlich nur Machtstrategien des Willens sind, gibt es möglicherweise kein zurück mehr in das einzig existierende, in die Gegenwart, in das einzig wirkliche, in das „Hiersein“, in das einzige was Kultur ausmacht, in ein unspekulatives Tun.“ (Achenkirch 2003) 

  …„Im Gehetztsein und der Technisierung ist bald keine direkte Handlung mehr möglich. Nur durch das direkte Tun, wie zum Beispiel in der Malerei, wird „Eros“ gerettet.   

Eros ist das Glück der Welt. In einer eroslosen Welt kann niemand mehr glücklich sein, Welt nicht mehr als Heimat empfinden.“  Rudolf Leitner-Gründberg¶wurde 1955 am Gründberg in Linz geboren.  -Studium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Oswald Oberhuber und Bazon Brock  -lebt und arbeitet seit 1987 in Bubendorf, Niederösterreich  -wird vertreten durch: Galerie Heike Curtze, Wien- Berlin/ Galerie Florian Sundheimer, München/  Galerie Thiele, Linz/ Galerie 422, Gmunden/ Galerie Bleich-Rossi, Graz – Wien/   Galerie Weikhardt-Cassegnau, Orleans