09.02.2007

Hilfe in Krisenzeiten

Der Verein für Humanitäre Aktionen der Universität Salzburg (H.A.U.S.) hilft Studierenden und Universitätsangehörigen in schwierigen Lebenssituationen.

Finanzielle Krisen entstehen oft schlagartig: Durch schwere Erkrankungen, Unfälle oder auch bei Trennungen geraten manche in unverschuldete Not. „Wir haben schon dramatische Fälle erlebt, wo jedes soziale Netz versagt hat und wir der letzte Rettungsanker waren“, er­zählt Dr. Reinhard Rublack, Obmann von H.A.U.S. So bezahlte der Verein etwa den Trans­port einer krebskranken Studentin in ein spezielles Krankenhaus und rüstete die Computer­ausstattung eines behinderten Studenten auf, damit er sein Studium von zu Hause aus be­enden konnte. „Wir prüfen jede Anfrage möglichst im persönlichen Gespräch und schauen dann, ob wir in der Lage sind zu helfen“, sagt Rublack. Freilich sind die Mittel des Vereins beschränkt, aber bei außergewöhnlichen Notsituationen bemühen sich die Mitglieder, zusätz­liches Geld aufzutreiben. „So konnten wir rund 2.000,- Euro für den Ankauf eines gebrauch­ten Rettungswagens beisteuern. Prof. Hiller vom Fachbereich Altertumswissenschaften brachte den Rettungswagen selbst nach Bulgarien, wo er jetzt im Einsatz ist“, berichtet Rublack.

Der Verein bringt seine Mittel durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und durch den einmal jährlich stattfindenden großen Bücher-Basar auf. Die eingenommenen Gelder kommen zu hundert Prozent den humanitären Zwecken zugute. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich tätig und gehören der Universität Salzburg an. Während seines zehnjährigen Bestehens half H.A.U.S. in über 100 Fällen mit insgesamt 108.000,- Euro.