24.04.2007

Universität Salzburg: Neue Professoren für Gräzistik und Humangeographie

Thomas Schirren lehrt griechische Philosophie und Literatur am Fachbereich für Altertumswissenschaften und Andreas Koch beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Raum und Gesellschaft

Thomas Schirren: Neuer Gräzistikprofessor Der 1965 in München geborene Thomas Schirren ist seit März heurigen Jahres Professor für Gräzistik an der Paris Lodron Universität Salzburg. Er trat damit die Nachfolge des Philologen Joachim Dalfen an. Schirren ist Spezialist für frühgriechische Philosophie, Platon und Aristoteles und hegt besonderes Interesse für die Rhetorik, die er auch in den Unterricht einfließen lässt.

Schirren

Im Sommersemester liest er mit den Studierenden die Odysee, seine Vorlesung „Antike Staatstheorien“ führt seine Zuhörer von Herodot über Platon zu Aristoteles und um Emotionen geht es in der Vorlesung „Liebe, Hass und verwandte Gefühle“. Der Beginn der Literatur sei eine Emotion, Literatur und Emotionen nicht zu trennen, so Schirren. Kürzlich hat er die wenigen noch erhaltenen Sophistenfragmente zweisprachig herausgegeben, zur Zeit arbeitet er an einem Handbuch für die antike Rhetorik, aber auch an einer Herodotübersetzung. Mit seinen philologischen Kenntnissen unterstützte er auch die Theaterproduktionen von antiken Dramen.Schirren studierte Klassische Philologie und Philosophie an den Universitäten Göttingen und München und war Assistent am Seminar für Allgemeine Rhetorik und am Philologischen Seminar der Universität Tübingen. 2005 habilitierte er sich dort im Fach Klassische Philologie. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Weitere Informationen:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Schirren
Fachbereich für Altertumswissenschaften

Tel: 0662-8044-4302  

Andreas Koch: Neuer Professor für Humangeographie

Der 1965 in Freiburg/Breisgau geborene Andreas Koch ist seit März 2007 Professor für Humangeographie an der Paris Lodron Universität Salzburg. Humangeographie ist die Geographie des Menschen und seinem Handeln im Raum, sagt Koch. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Auswirkungen der Informationsgesellschaft auf Leben, Arbeiten und Wohnen. In seine Untersuchungen fließen Aspekte wie die Entwicklung des Verkehrs, des Freizeitverhaltens, Einkaufsmöglichkeiten oder des Schulsystems mit ein. Räumliche Veränderungen werden anhand von Computersimulationen modelliert. „Raum ist immer mehr eine soziale Konstruktion und muß auch visualisiert werden, damit der Mensch Eingriffe in sein Umfeld betrachten kann, z.B. wenn er sich niederlassen will“, sagt Koch. Hinzu kommen noch wirtschaftsgeographische Fragen, wie etwa Untersuchungen zur Logistik.

Koch

Koch studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Geographie, Politologie und Raumforschung, Raumordnung und Landesplanung. 2004 habilitierte er sich an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen über Dynamische Kommunikationsräume. Er ist Mitglied zahlreicher geographischer Gesellschaften, wie der Association of American Geographers, der IGU-Commission ‚Geography of Information Society’ oder der Geographischen Gesellschaft München. Als Forschungsassistent war er an der WU Wien tätig. Koch ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Weitere Infos:

Univ.-Prof. Dr. Andreas Koch
Fachbereich für Geographie

Tel: 0662-8044-5246