28.06.2007

University meets business

Paris-Lodron-Universität Salzburg und Oberbank präsentierten zum zweiten Mal wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen arbeiten können.

SALZBURG. Die österreichweit einzigartige Initiative ,,University meets Business“ zeigte auch heuer wieder bei einer Abendveranstaltung in der Universitätsaula anhand von drei repräsentativen Beispielen wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen von einer Zusammenarbeit profitieren können.

RektorSchmidingerBarbaraWeisl

 Rektor Heinrich Schmidinger und Barbara Weisl

Der Rektor der Universität Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, und Dr. Ludwig Andorfer, Vorstandsdirektor der Oberbank, freuten sich, folgende Kooperationsprojekte zwischen Paris-Lodron-Universität und Wirtschaft präsentierten zu können:      

– Fachbereich Öffentliches Recht (Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin) und Spar Österreichische Warenhandels-AG (Vorstandsdirektor Mag. Friedrich Poppmeier): 

Bahnbrechende Studien zur Raumplanung und zum Gewerberecht haben beispielsweise den Fachbereich für Öffentliches Recht – unter der Leitung von Professor Ewald Wiederin – führend in Fragen für wirtschaftliche Standortregelungen gemacht. Diese Kompetenz hat auch die SPAR-AG erkannt und nutzt sie insbesondere für die präzise Auswahl neuer Handelsstandorte. In Kooperation mit der SPAR-AG hat der Fachbereich für Öffentliches Recht eine Studie erstellt, die im Herbst als Buch erscheinen wird. Diese Studie setzt sich mit den uneinheitlichen Länderregelungen auseinander und hilft Handelsstandorte punktgenau zu entwickeln.      

– Fachbereich Molekulare Biologie (Univ.-Prof. Dr. Manfred Sippl) und Pieris AG (Founder and Vice-Chairman Prof. Dr. Arne Skerra):   

An der Universität Salzburg entwickelt Prof. Manfred Sippl mit seinem Team am Fachbereich für Molekulare Biologie Methoden zur Berechnung der Raumstruktur und der Stabilität von Proteinmolekülen. Professor Skerra ist Ordinarius am Lehrstuhl für Biologische Chemie an der Technischen Universität München sowie wissenschaftlicher Gründer und Vice Chairman im Aufsichtsrat der Pieris Proteolab AG in Freising-Weihnstephan. Die aus der Grundlagenforschung von Professor Skerra hervorgegangenen Anticaline werden vom Biotech-Unternehmen Pieris weiterentwickelt und vermarktet. Die Entwicklung von Anticalinen erfordert die Änderung der (Gen-) und Proteinsequenzen der natürlich vorkommenden Lipocaline durch gezielten Austausch von Aminosäuren der Proteinsequenz. In der Kooperation zwischen Univ.-Prof. Dr. Manfred Sippl und Prof. Dr. Arne Skerra werden Auswirkungen von Veränderungen der Proteinsequenzen durch Computer-Berechnungen ermittelt. Durch die Kombination von Experiment und Theorie werden Positionen und Teile der Lipocaline identifiziert, deren Änderung zu stabilen Proteinen mit gewünschten Eigenschaften führt.      

– Schwerpunkt ICT&S (Univ.-Prof. Dr. Manfred Tscheligi) und Research In Motion (Senior Director, Advanced Ergonomics Jason Griffin):   

Das Center for Advanced Studies and Research in Information and Communication Technologies & Society kurz ICT&S beschäftigt sich mit den Wechselbeziehung zwischen Technologie und Gesellschaft und bildet damit einen interfakultären und interdisziplinären Schwerpunkt an der Universität Salzburg Die Arbeitsgruppe Human-Computer Interaction & Usability behandelt im Speziellen Fragen der Analyse, des Designs, der Entwicklung und der Evaluation von existierenden und zukünftigen Interaktionsumgebungen. In Kooperation mit Research in Motion untersucht die HCI & Usability Unit des ICT&S Centers die emotionale Verbundenheit der Benutzer zu den mobilen Kommunikationsgeräten und -diensten. Zu erforschen gilt es insbesondere welche Faktoren einen Einfluss auf die alltägliche Verwendung von Mobiltelefonen und -anwendungen haben und welche Einstellungen die Benutzer gegenüber mobilen Diensten aufweisen.     

Weitere Infos unter www.universitymeetsbusiness.at oder unter der Tel. 0662 8044-24 50 (Eduard Denk) bzw. 0662 8044-24 52 (Bettina Lang).