21.11.2008

Eröffnung des Stefan Zweig Centre

Mit einem „Tag der offenen Tür“ am 29. November 2008 und einer „Langen Nacht für Stefan Zweig“ am 5. Dezember 2008 öffnet das neue „Stefan Zweig Centre“ seine Tore für die Besucher.

Das „Stefan Zweig Centre Salzburg“, das in der Edmundsburg am Mönchsberg Nr. 2 untergebracht ist, wird eine neue Ausstellung über Stefan Zweig, insbesondere seine Salzburger Jahre, präsentieren. Diese Ausstellung ist für die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt zugänglich. Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do und Fr 14-16 Uhr. Führungen durch die Ausstellung nach Vereinbarung.

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In dem „Stefan Zweig Centre Salzburg“ ist eine wertvolle wissenschaftliche Bibliothek eingerichtet, die Wissenschaftlern die Möglichkeit gibt, über den Autor, sein Werk und seinen kulturhistorischen Umkreis zu arbeiten.Das Centre plant für die kommenden Jahre Vorträge, Lesungen, Konzerte, wissenschaftliche Konferenzen aus dem Bereich Kultur, Wissenschaft, Kunst und Judentum, Kooperationen mit kulturellen Institutionen Salzburgs, mit Schulen und anderen Instituten der Universität. Eine Filmreihe wird einige der zahlreichen Verfilmungen von Stefan Zweigs Büchern sowie Dokumentationen über den Autor zeigen. Prominente Schauspielerinnen und Schauspieler werden aus seinem Werk lesen. Dies nur einige Beispiele.

Auf dem Programm stehen auch Veranstaltungen zu Fragen der europäischen Identität, Begegnungen mit Künstlern und Intellektuellen aus europäischen Ländern werden vorbereitet. Der renommierte bosnische Autor Dzevad Karahasan, der in diesem Jahr zu Gast ist, ist der erste Schriftsteller einer Reihe von Poetik-Vorlesungen.Wie Rektor Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger erklärte, werde das Zentrum einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des kulturellen und wissenschaftlichen Profils von Stadt und Land Salzburg leisten: „Das ‚Stefan Zweig Centre’ wird der Öffentlichkeit zugänglich sein, es soll ein lebendiger Ort für kulturelle und wissenschaftliche Projekte sowie ein Ort internationaler Begegnungen sein“.

„Das Stefan Zweig Centre ist ein Zeichen für den europäischen Geist Salzburgs, für Völkerverständigung und für Grenzen überschreitendes Interesse an Kunst und Wissenschaft“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer, ressortzuständig für Museen und kulturelle Sonderprojekte, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.Bürgermeister Schaden betonte: „Mit der Vertragsunterzeichnung für das Stefan Zweig Centre beginnt in Salzburg eine neue Stefan-Zweig-Ära. Das Zentrum schließt eine Lücke in der Wahrnehmung und Würdigung dieses Salzburger Autors von weltweitem Format und bedeutet eine Aufwertung der Literaturstadt Salzburg.

Kooperationsvereinbarung auf fünf Jahre

Zwischen Paris Lodron Universität, Stadt und Land Salzburg wurde ein Kooperationsvertrag auf fünf Jahre abgeschlossen. Dieser regelt die gemeinsame Finanzierung durch die drei Partner, die organisatorische Einrichtung und Realisierung sowie die Anknüpfung an die Universität als wissenschaftliche Basis. Direktor Dr. Klemens Renoldner leitet das „Stefan Zweig Centre Salzburg“. Im Vorstand sind: Der Fachbereichsleiter Germanistik, Univ.-Prof. Dr. Karl Müller, der Leiter des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Uni Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer und Hildemar Holl, Leiter der Fachbereichsbibliothek Germanistik und Präsident der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft, alle Universität Salzburg.

Klemens Renoldner – Kurzbiografie

Er studierte an der Universität Salzburg Literatur und Musik, Dr. phil. 1992 hat er die große Salzburger Ausstellung über Stefan Zweig gestaltet. Renoldner veröffentlichte mehrere Bücher und wissenschaftliche Studien über Stefan Zweig. Außerdem war er als Dramaturg, Dozent und Kulturmanager u.a. am Burgtheater Wien, bei den Wiener Festwochen, am Schauspielhaus Zürich, an verschiedenen Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz tätig. An der Österreichischen Botschaft in Berlin war er von 2002-2008 Kurator für Literatur und Wissenschaft. Dr. Renoldner wurde auf Grund seiner vielfältigen Kompetenzen aus insgesamt 92 Bewerberinnen und Bewerbern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA für diese Funktion gewählt.

Mit der Bitte um Veröffentlichung auch in Ihren Veranstaltungskalendern.