13.03.2008

Ein HAUS für STEFAN ZWEIG

Salzburg bekommt endlich ein „Haus für Stefan Zweig“. Universität, Stadt und Land Salzburg richten in der Edmundsburg, einem repräsentativen, architektonisch großartigen Gebäude auf dem Mönchsberg, im Kern der Stadt, ein Zentrum für Stefan Zweig ein.

Landeshauptmannstellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Rektor Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger und ao. Univ. Prof. Dr. Karl Müller informieren Sie über dieses Projekt.

Das „Haus für Stefan Zweig“ wird der Öffentlichkeit jederzeit zugänglich sein, es soll ein lebendiger Ort für kulturelle und wissenschaftliche Projekte sowie ein Ort internationaler Begegnungen werden und seinen Beitrag zur Stärkung des kulturellen und wissenschaftlichen Profils von Stadt und Land Salzburg leisten.

Landeshauptmannstellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Rektor Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger und ao. Univ. Prof. Dr. Karl Müller informieren Sie über dieses Projekt.

Zur internationalen Bedeutung Stefan Zweigs

Stefan Zweig steht für eine Welt ohne Grenzen und ohne Ausgrenzungen. Der 1881 in Wien geborene, weltweit bekannte und in nicht weniger als 56 Sprachen übersetzte Schriftsteller lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg. Viele seiner wichtigsten Werke entstanden in dieser Zeit in seinem Haus auf dem Kapuzinerberg. Bis zur Annexion Österreichs 1938 wurden etwa 1,3 Millionen Bücher Stefan Zweigs verkauft. Schon 1934 verließ Stefan Zweig in einer Atmosphäre zunehmender politischer Konfrontationen und persönlicher Gefährdungen seine Wahlheimat Salzburg. Sein Weg in ein bedrängendes Exil führte ihn sodann durch viele Länder Europas und Amerikas (Paris, London, Bath, USA, Brasilien). Sein Welterfolg kann nur geschätzt werden: inzwischen sind es rund 12 Millionen Bücher seit 1945 allein in deutscher Sprache.

Edmundsburg – ein Ort der Arbeit für Europa und die Welt

Die Paris Lodron Universität adaptiert derzeit mit erheblichem Aufwand die Edmundsburg (Architekt Dipl.Ing. Fritz Genböck). In der „neuen Edmundsburg“ werden sowohl das „HAUS für Stefan ZWEIG“ als auch das „Salzburg Centre of European Union Studies (SCEUS)“ eingerichtet, in dem sich Sozial-, Rechts-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaftler/innen Fragen und Problemen des europäischen Gesellschaftsmodells widmen werden. Auch ein europäisches Doktorand/inn/en-Kolleg wird dort eingerichtet. Darüber hinaus wird eine Zusammenarbeit mit dem Salzburger Literaturarchiv angestrebt, dass ebenfalls in der Edmundsburg angesiedelt wird.

„Wir wollen ein Zentrum der wissenschaftlichen, intellektuellen und künstlerischen Debatte über Europa etablieren“, betont Rektor Heinrich Schmidinger anlässlich eines Pressegespräches. Stefan Zweig, ein international anerkannter Vorkämpfer für eine geistige und friedliche Einheit Europas, passe ausgezeichnet in das universitäre Gesamtkonzept für die Edmundsburg. „Wir hätten keinen besseren Ort finden können“, so Rektor Schmidinger. Stefan Zweigs großes humanistisches und pazifistisches Werk sei aktuell wie eh und je, gerade angesichts der unzähligen Konflikte, die unsere Welt erschüttern, und bedeute verlässliche geistige Orientierung für unsere eigene Zukunft. Sein vielfältiges Werk spiegle eine weltoffene Lebenshaltung.

Auch Landeshauptmannstellvertreter Dr. Wilfried Haslauer ist von einem Haus für Stefan Zweig überzeugt: „Stefan Zweig ist ein Leuchtturm in der Geistesgeschichte Österreichs – ein Haus für Stefan Zweig ist überfällig“

„Es steht Salzburg gut an, Stefan Zweig, der Salzburg im kulturellen wie im geografischen Sinn als `das Herz vom Herzen Europas´ bezeichnet hat, ein Haus und einen wissenschaftlichen Schwerpunkt zu widmen. Mich freut es, im Andenken an den großen Geist Stefan Zweig, dass Stadt und Land gemeinsam mit der Universität dieses wichtige Projekt, das seit fast zwei Jahrzehnten gewünscht und diskutiert wurde, nun umsetzen“, sagt Haslauer, der für die Museen und kulturellen Sonderprojekte ressortzuständig ist.

„Stefan Zweig ist ein Vorbild für uns. Der große Literat war zutiefst davon überzeugt, dass sich die europäischen Völker an ihren Stärken und an dem, was sie verbindet, orientieren müssen, um den Krieg zu überwinden. Sein prägendes Erlebnis war der Erste Weltkrieg, den er großteils in Wien im Kriegspressearchiv miterlebte. Zweig wurde dort glühender Pazifist“, sagt Haslauer. Das Salzburger Kulturleben wäre in seinem Glanz und Ruhm undenkbar ohne die zahlreichen Persönlichkeiten jüdischer Herkunft, wie etwa Festspielgründer Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauß, die Schriftsteller Carl Zuckmayer oder eben Stefan Zweig.

Bürgermeister Dr. Heinz Schaden bläst in das gleiche Horn: „Der Wunsch nach einem ,HAUS für STEFAN ZWEIG’ besteht schon seit Jahren und wird jetzt Wirklichkeit. Der Wohnsitz von Stefan Zweig war zu seinen Lebzeiten ein Treffpunkt von Künstler/innen und Intellektuellen aus aller Welt. Zweig selbst war ein Garant dafür, dass Salzburg ein Ort internationaler Begegnungen war. Die Latte für das neue Zentrum für Stefan Zweig liegt damit hoch. Ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses „Haus“ zu installieren!“, so der Bürgermeister.

Organisationsform, Ziele und konkrete Vorhaben des „HAUSES für

STEFAN ZWEIG“

 Für die nächsten fünf Jahre haben die Universität Salzburg sowie Land und Stadt Salzburg gemeinsame Ziele vereinbart: Die Universität Salzburg stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Stadt und Land übernehmen die Kosten für eine/n Generalsekretär/in und eine Sekretariatsstelle sowie für die Planung und Durchführung der verschiedenen Aktivitäten. Pro Jahr werden EUR 50.000.- für Personalkosten und EUR 35.000.- für Projekte zur Verfügung stehen. Das HAUS für STEFAN ZWEIG wird gemäß des Vertrages als § 27-Projekt (Drittmittelprojekt) am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg rechtlich eingebunden sein. Die wissenschaftliche Leitung übernehmen der Fachbereichsleiter, ao. Univ. Prof. Karl Müller, der Leiter des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg, ao. Univ. Prof. Gerhard Langer, und Hildemar Holl, der Leiter der Fachbereichsbibliothek Germanistik.

Der Vertrag zwischen den Partnern sieht vor, dass ein wissenschaftlich-künstlerischer Beirat eingesetzt wird. Dieser dient der Beratung der Projektleitung in allgemeinen strategischen, wissenschaftlichen und kulturellen Fragen. In ihm sollen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Land und Stadt Salzburg) und internationale Vertreter/innen aus Wissenschaft und Kunst repräsentiert sein.

Die Kooperationspartner wollen mit der Errichtung des „HAUSES für STEFAN ZWEIG“ gemeinsam folgende Ziele erreichen:

Ø      Gestaltung eines lebendigen Ortes für kulturelle Projekte

Ø      Schaffung eines Wissenszentrums für „Stefan Zweig und Europa“

(europäische Literatur und Kultur, Humanismus- und Pazifismusforschung)

Ø      Etablierung einer Dauerausstellung und wechselnder Präsentationen zu Stefan Zweig und seiner Welt

Ø      Planung und Durchführung von internationalen Kongressen aus dem Bereich Kultur, Wissenschaft, Kunst und Judentum

Ø      Nationale und internationale wissenschaftliche und künstlerische Vernetzungen und Kooperationen

Ø      Entwicklung eines touristischen Konzepts (z.B. Stadtführung auf den Spuren Stefan Zweigs, etwa mit Kurzvorträgen und Musik)

Zur Erreichung dieser Ziele gibt es eine kurz-, mittel- und langfristige Planung. Ausgangspunkt aller Aktivitäten ist der Geist und die Identität Stefan Zweigs, wobei  aktuelle Fragen und Probleme der Gegenwart Europas behandelt werden.

In nächster Zeit werden Vorträge, Gesprächskonzerte, Roundtables, kl. Ausstellungen, Lesungen, Leseecke für Touristen, Filmvorführungen etwa im Rahmen touristischer Aktivitäten durchgeführt.

Bereits fixiert ist eine jährlich stattfindende Poetikvorlesung der Universität Salzburg, die den Namen „Stefan-Zweig-Poetikvorlesung“ tragen wird. In Kooperation mit der Internationalen Stefan-Zweig-Gesellschaft und dem Literaturforum Leselampe wird diese zum ersten Mal Ende November/Anfang Dezember 2008 stattfinden. Der aus Bosnien-Herzegowina stammende prominente Schriftsteller und Universitätsprofessor Dzevad Karahasan wird der erste Vortragende sein. Studierende der Universität Salzburg werden diese Poetikvorlesung kolloquieren können, und die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zu dieser Vorlesung eingeladen.

Weiters sind einige repräsentative Aktivitäten außerhalb von Salzburg im Gespräch, u.a. eine Ausstellung und Tagungen (z. B. in Amsterdam, Garmisch-Partenkirchen, Genf und Washington D.C.) 

In weiterer Folge soll als Forschungsprojekt des Fachbereichs Germanistik und europäischer Kooperationspartner ist ein Stefan-Zweig-Handbuch in 3 Sprachen bearbeitet das von einem internationalen Herausgeberteam betreut werden soll (z.B. EU-Projektmittel). Neben wissenschaftlichen Kongressen plant das „HAUS für STEFAN ZWEIG“ auch eine Schriftenreihe. 

Kontakt:

Univ.Prof. Dr. Karl Müller, Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg,

Hildemar Holl

Univ.Prof. Dr. Gerhard Langer

Stefan Zweig (1881-1942)

1881

  1. November: Stefan Zweig wird in Wien geboren. Er ist der zweite Sohn des Textilfabrikanten Moriz Zweig (1845-1926) und seiner Frau Ida, geb. Brettauer (1854-1938).

1892-1900

Schulbesuch im Maximiliangymnasium, dem heutigen Wasagymnasium im 9. Wiener Gemeindebezirk. Nach der Matura erste Reise nach Frankreich.

Ab 1897

Erste Gedichtveröffentlichungen in Zeitschriften (u.a. „Deutsche Dichtung“, Berlin – „Die Gesellschaft“, München). Beginn einer umfangreichen Korrespondenz (insgesamt ca. 25.000 Briefe).

1901

Erste Buchpublikation: Gedichtband „Silberne Saiten“.

1902

Studium in Berlin –  Kontakte zur literarischen und künstlerischen Moderne („Die Kommenden“) – Bekanntschaft mit Theodor Herzl – erster Beitrag für das Feuilleton der „Neuen Freien Presse“ (Mitarbeiter bis 1938) – Beginn der Freundschaft mit dem belgischen Dichter Emile Verhaeren – erste Übersetzungen von Gedichten Charles Baudelaires.

1904 Doktorat mit einer Arbeit über Hippolyte Taine – Aberkennung des Doktorgrades durch die Universität Wien in der NS-Zeit – Nichtigkeitserklärung durch die Universität Wien erst 2004 (auf Initiative von Dr. Gert Kerschbaumer, Salzburg) – Reise nach Paris: Begegnungen mit Rainer Maria Rilke und Auguste Rodin.

1908/1909

Reise nach Indien, Ceylon, Burma.

1910

Paris: Erste Begegnung mit dem berühmten französischen Romancier Romain Rolland (Nobelpreisträger, 1866-1944) – wichtigste lebenslange Freundschaft.

1911

Reisen in die USA, nach Kanada, Kuba, Puerto Rico – Publikation des Erzählungsbandes „Erstes Erlebnis. Vier Novellen aus Kinderland“ – Zweig wird einer breiteren Öffentlichkeit als ein psychologisch feinfühliger Erzähler bekannt. 

1912

Beginn der Freundschaft mit Friderike von Winternitz, geb. Burger – Eheschließung  1920 – Scheidung 1938.

1914-1917

Zweig meldet sich als Kriegsfreiwilliger – am 1.12. 1914 ins Kriegsarchiv überstellt – Mitarbeit an diversen Propagandaschriften des Kriegsarchivs – geprägt durch seine Freundschaft mit Romain Rolland übernimmt Zweig dessen pazifistische Weltsicht.

1917

Kauf des Hauses Kapuzinerberg 5 in Salzburg – Beurlaubung vom Militärdienst: Reise in die Schweiz, Kontakte zu pazifistischen Schriftstellern aus Deutschland, Frankreich, Irland und der Schweiz (z. B. James Joyce, Hermann Hesse, René Schickele, Annette Kolb).

1918

Uraufführung des Antikriegsdramas „Jeremias“ in Zürich.

Seit 1919

Übersiedlung in sein neues Salzburger Domizil: „Abstoßpunkt nach Europa“ (Die Welt von Gestern, 1942) – bis 1934 rege schriftstellerische, journalistische, essayistische und Vortragstätigkeit in ganz Europa.

1926

Mit der Bearbeitung von Ben Jonsons (1572-1637) „Volpone“ gelingt Zweig sein größter Bühnenerfolg (Burgtheater 6.11.1926).

1927

Die Erzählungssammlungen „Sternstunden der Menschheit“ und „Verwirrung der Gefühle“ werden veröffentlicht – Gedächtnisrede für Rainer Maria Rilke im Residenztheater München – Beginn der intensiven Freundschaft mit Joseph Roth.

1928

Reise in die Sowjetunion zur Feier des 100. Geburtstages von Leo Tolstoi im Namen der österreichischen Schriftsteller – auf Vermittlung von Maxim Gorki erscheint die erste Gesamtausgabe von Stefan Zweigs Werken in russischer Sprache (10 Bände) – Besuch von James Joyce im Hause Kapuzinerberg 5 – viele internationale Künstler besuchen den Schriftsteller in Salzburg.

1929

Erste große Romanbiographie „Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen“ erscheint – Gedächtnisrede auf Hugo von Hofmannsthal im Burgtheater.

1931

Abschluss der seit 1919 geschriebenen Tetralogie „Baumeister der Welt“ mit Essays u.a. über Balzac, Dickens, Dostojewski, Hölderlin, Kleist, Nietzsche, Casanova, Stendhal, Tolstoi und S. Freud.

1932

Veröffentlichung des historischen Romans „Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters“.

  1. Mai 1933 in DeutschlandAuch Stefan Zweigs Werke fallen den Bücherverbrennungen im Deutschen Reich zum Opfer – seine Werke dürfen nicht mehr vertrieben werden – bis 1938 erscheinen seine Bücher im Verlag Herbert Reichner, Wien – im Herbst längerer Aufenthalt in London.

Februar 1934Hausdurchsuchung nach Waffen in seinem Salzburger Haus – Zweig übersiedelt endgültig nach London, seine Frau Friderike bleibt in Salzburg.

1934

„Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam“ erscheint nicht mehr im Insel-Verlag in Deutschland, sondern in Wien – Lotte Altmann wird seine Sekretärin in London (Eheschließung 1939).

1935

Uraufführung der Oper „Die schweigsame Frau“ in Dresden (Musik: Richard Strauss, Libretto: Stefan Zweig) – kurz nach der Premiere Verbot der Oper in Deutschland – „Maria Stuart“ erscheint in Wien.

1936

Die historische Studie „Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen Gewalt“ wird veröffentlicht – die Nationalsozialisten beschlagnahmen seine Bücher und verhängen ein Verkaufsverbot – August: erste Brasilienreise – zahlreiche Lesungen und Vorträge – größte Publizität in Brasilien – Teilnahme am PEN-Kongress in Buenos Aires.

1937

Das Salzburger Haus wird verkauft – „Magellan. Der Mann und seine Tat“ erscheint.

  1. April 1938Salzburger Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz (auch Zweigs Bücher werden ins Feuer geworfen) – August: Antrag auf Gewährung der britischen Staatsbürgerschaft (ab 1940 britischer Staatsbürger) – Vortragsreise durch 30 nordamerikanische Städte.

1939

Beginn an einer zweibändigen Romanbiographie über Honoré de Balzac (unvollendet) – Roman „Ungeduld des Herzens“ erscheint in London und bei den Exilverlagen Gottfried Bermann-Fischer (Stockholm) und Allert de Lange (Amsterdam).

1940

Paris, New York, Südamerika – Arbeit an dem Buch „Brasilien. Land der Zukunft“.

1941

Erste Fassung der Autobiographie „Die Welt von gestern“ (ursprünglicher Titel: „Drei Leben“) – Ende August: Reise nach Brasilien – neuer Wohnort: Petropolis – Arbeit an der „Schachnovelle“ – Studie über Michel de Montaigne.

1942

„Die Welt von gestern“ erscheint – 23. Februar: Stefan Zweig nimmt sich in Petrópolis gemeinsam mit seiner Frau Lotte das Leben. Entgegen dem testamentarischen Wunsch erhalten Lotte und Stefan Zweig ein Staatsbegräbnis Brasiliens.

Originalausgaben

               Silberne Saiten. Gedichte, 1901

  • Die Philosophie des Hippolyte Taine. Dissertation, 1904
  • Die Liebe der Erika Ewald. Novellen. Buchschmuck v. Hugo Steiner-Prag, Fleischel & Co., Berlin 1904
  • Die frühen Kränze. Gedichte, Insel, Leipzig 1906
  • Tersites. Ein Trauerspiel in drei Aufzügen, Insel, Leipzig 1907
  • Emile Verhaeren, Insel, Leipzig 1910
  • Brennendes Geheimnis, 1911
  • Erstes Erlebnis. Vier Geschichten aus Kinderland, Insel, Leipzig 1911
  • Das Haus am Meer. Ein Schauspiel in zwei Teilen (drei Aufzügen), Insel, Leipzig 1912
  • Der verwandelte Komödiant. Ein Spiel aus dem deutschen Rokoko, Insel, Leipzig 1913
  • Jeremias. Eine dramatische Dichtung in neun Bildern, Insel, Leipzig 1917
  • Erinnerungen an Emile Verhaeren, Privatdruck 1917
  • Das Herz Europas. Ein Besuch im Genfer Roten Kreuz. Umschlagzeichnung von Frans Masereel, Rascher, Zürich 1918
  • Legende eines Lebens. Ein Kammerspiel in drei Aufzügen, Insel, Leipzig 1919
  • Fahrten. Landschaften und Städte, Tal, Leipzig und Wien 1919
  • Drei Meister. Balzac – Dickens – Dostojewski (= Die Baumeister der Welt. Versuch einer Typologie des Geistes, Band 1), Insel, Leipzig 1920
  • Marceline Desbordes-Valmore. Das Lebensbild einer Dichterin. Mit Übertragungen von Gisela Etzel-Kühn, Insel, Leipzig 1920
  • Romain Rolland. Der Mann und das Werk, Rütten & Loening, Frankfurt 1921
  • Brief einer Unbekannten, Lehmann & Schulze, Dresden 1922
  • Amok. Novellen einer Leidenschaft, Insel, Leipzig 1922
  • Frans Masereel (mit Arthur Holitscher), Axel Juncker, Berlin 1923
  • Die gesammelten Gedichte, Insel, Leipzig 1924
  • Angst. Novelle. Mit Nachwort von E. H. Rainalter, Reclam, Leipzig 1925
  • Die Augen des ewigen Bruders. Eine Legende, Insel, Leipzig 1925
  • Der Kampf mit dem Dämon. Hölderlin – Kleist – Nietzsche (= Die Baumeister der Welt, Band 2), Insel, Leipzig 1925
  • Ben Johnson´s „Volpone. Eine lieblose Komödie in drei Akten. Frei bearbeitet von Stefan Zweig. Mit sechs Bildern nach Aubrey Beardsley, Kiepenheuer, Potsdam 1926
  • Der Flüchtling. Episode vom Genfer See, Bücherlotterie, Leipzig 1927
  • Abschied von Rilke. Eine Rede, Wunderlich, Tübingen 1927
  • Verwirrung der Gefühle. Drei Novellen, Insel, Leipzig 1927
  • Sternstunden der Menschheit. Fünf historische Miniaturen, Insel (IB 165), Leipzig o. J. (1927)
  • Drei Dichter ihres Lebens. Casanova – Stendhal – Tolstoi (= Die Baumeister der Welt, Band 3), Insel, Leipzig 1928
  • Rahel rechtet mit Gott. In: Insel-Almanach auf das Jahr 1929, S. 112–131, Insel, Leipzig 1928
  • Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen, Insel, Leipzig 1929
  • Das Lamm des Armen. Tragikomödie in drei Akten (neun Bildern), Insel, Leipzig 1929
  • Die Heilung durch den Geist. Mesmer – Mary Baker Eddy – Freud, Insel, Leipzig 1932
  • Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters, Insel, Leipzig 1932
  • Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam, Herbert Reichner, Wien 1934
  • Die schweigsame Frau. Komische Oper in drei Aufzügen. Libretto, frei nach der Komödie Epicoene, or The Silent Woman von Ben Jonson. Musik von Richard Strauss. Fürstner, Berlin 1935. UA <st1:date w:st=“on“ year=“19″ day=“24″ month=“6″ ls=“trans“>24. Juni 19</st1:date>35 Dresden (Staatsoper)
  • Maria Stuart, Reichner, Wien 1935
  • Gesammelte Erzählungen, 2 Bände (Band 1: Die Kette, Band 2: Kaleidoskop), Reichner, Wien 1936
  • Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt, Reichner, Wien 1936
  • Der begrabene Leuchter. Novelle, Reichner, Wien 1937
  • Begegnungen mit Menschen, Büchern, Städten, Reichner, Wien 1937
  • Magellan. Der Mann und seine Tat, Reichner, Wien 1938
  • Ungeduld des Herzens. Roman, Bermann-Fischer/de Lange, Stockholm/Amsterdam 1939
  • Brasilien. Ein Land der Zukunft, Bermann-Fischer, Stockholm 1941
  • Schachnovelle, Buenos Aires 1942
  • Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Bermann-Fischer, Stockholm 1944
  • Zeit und Welt. Gesammelte Aufsätze und Vorträge 1904–1940, Bermann-Fischer, Stockholm 1943
  • Legenden, Bermann-Fischer, Stockholm 1945
  • Balzac. Roman seines Lebens, hg. v. Richard Friedenthal, Bermann-Fischer, Stockholm 1946
  • Fragment einer Novelle. Hrsg. v. Erich Fitzenbauer. Mit 4 Original-Lithographien von Hans Fronius, Wien 1961
  • Rausch der Verwandlung, Hrsg. v. Knut Beck. Roman aus dem Nachlass.

Auswahl neuerer Ausgaben

Adam Lux. Zehn Bilder aus dem Leben eines deutschen Revolutionärs. Mit Essays und Materialien. Beitr.  v. Franz Dumont/Erwin Rotermund, Logo, 2005, ISBN 978-3-9803087-7-9

  • Ausgewählte Werke in vier Bänden (in Kassette), S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-596-15995-6
  • Clarissa. Ein Romanentwurf. Aus den Nachlass hrsg. u. bearb v. Knut Beck, S. Fischer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 978-3-10-097080-0
  • Das Lamm der Armen und andere Dramen. Hrsg. v. Knut Beck, S. Fischer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 978-3-10-097066-4
  • Ich kenne den Zauber der Schrift. Katalog und Geschichte der Autographensammlung Stefan Zweig. Mit kommentiertem Abdruck von Stefan Zweigs Aufsätzen über das Sammeln von Handschriften. Bearb. v. Oliver Matuschek, Inlibris, Wien 2005, ISBN 978-3-9501809-1-6
  • Rausch der Verwandlung. Roman aus dem Nachlaß, S. Fischer, Frankfurt am Main 1982, ISBN 978-3-596-25874-1
  • Tagebücher. Hrsg. v. Knut Beck, S. Fischer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 978-3-10-097068-8
  • Verwirrung der Gefühle. Erzählungen (enthält Der Stern über dem Walde), S. Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-596-25790-4
  • Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-17329-7

(= Die Baumeister der Welt. Versuch einer Typologie des Geistes, Band 1), Insel, Leipzig 1920 (= Die Baumeister der Welt, Band 2), Insel, Leipzig 1925 (= Die Baumeister der Welt, Band 3), Insel, Leipzig 1928 , Insel, Leipzig 1932