09.10.2008

Studierende und Lehrende prämiert

Studierende und Lehrende der Universität Salzburg wurden für ihre innovativen Ideen und Lehrveranstaltungen am Tag der Lehre, der am 8. Oktober erstmals veranstaltet wurde, ausgezeichnet.

Franz Dommayer, Dirk Tiede, Monika Dannerer, Petra Streitberger, Manfred Krippel, Günther Herzig, Brigitte Steiner, Vizerektor Rudolf Mosler, Helmut Gaisbauer, Günter Wageneder und Markus Gastinger.

Aus 45 eingereichten Projekten zur Verbesserung der Studienbedingungen erhielten die Studierenden Brigitte Steiner für ihr Projekt „Orientierungslehrveranstaltung für Studienbeginner“, Franz Dommayer für „Patenschaft für Studienanfänger“, Markus Gastinger für „DaF-Unterricht für Asylwerber in Salzburg“ und StV Juridicum, in Vertretung von Petra Streitberger und Manfred Krippel mit dem Projekt Excellent Talents Preisgelder von 1.500,- und 2.200,- Euro.

Für ihre innovative Lehre wurden die Germanistin Monika Dannerer für „Methodik des DaF-Unterrichts“, die Europarechtsexperten Günther Herzig und Roland Weinrauch sowie der Politikwissenschafter Helmut Gaisbauer für „Die Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt“ und der Geoinformatiker Dirk Tiede für „Entwurf und Entwicklung von Anwendungen“ mit jeweils 2.000,- Euro prämiert.

Tag der lehre

Foto v.l.n.r.: Franz Dommayer, Dirk Tiede, Monika Dannerer, Petra Streitberger, Manfred Krippel, Günther Herzig, Brigitte Steiner, Vizerektor Rudolf Mosler, Helmut Gaisbauer, Günter Wageneder und Markus Gastinger. | © PLUS

Für ihre innovative Lehre wurden die Germanistin Monika Dannerer für „Methodik des DaF-Unterrichts“, die Europarechtsexperten Günther Herzig und Roland Weinrauch sowie der Politikwissenschafter Helmut Gaisbauer für „Die Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt“ und der Geoinformatiker Dirk Tiede für „Entwurf und Entwicklung von Anwendungen“ mit jeweils 2.000,- Euro prämiert.

Die Projekte im einzelnen:

Brigitte Steiner, Studium Recht und Wirtschaft

Orientierungslehrveranstaltung für Studienbeginner

Am Beginn eines Studiums erwartet die Studienanfänger/innen eine Vielzahl von Neuerungen, sie müssen sich vom Schulalltag auf den Unibetrieb umstellen.

Durch einer Orientierungslehrveranstaltung zu Studienbeginn soll ihnen der Einstieg in das universitäre Umfeld erleichtert werden und dadurch auch der gesamte Ablauf des Studienbeginns für alle einfacher, strukturierter und letztlich auch ökonomischer (durch das Ersparen vieler Einzelanfragen) gestaltet werden.

Franz Dommayer, Studium Psychologie

Patenschaft für Studienanfänger

Dommayer schlägt vor, für die Herausforderungen des Studienanfangs eine Art „Buddy Network“ einzurichten: Wer das möchte, bekommt einen Höhersemestrigen Studenten zur Seite gestellt, der ihm bei den ersten Schritten an der Universität hilft: Mit seiner Erfahrung und dem organisatorischen Durchblick hilft der „Pate“ bei den nötigen bürokratischen Erledigungen – so kann sich der Anfänger auch wertvolle Zeit sparen und diese gleich ins Lernen investieren. Idealerweise könnten solche Patenschaften / Partnerschaft auch länger bestehen, zum Lernen motivieren und die Identifikation mit Universität und Studium stärken. Längerfristig kann daraus sogar ein interessanter Kontakt hinaus in die Wirtschaft entstehen.

Markus Gastinger, Studium European Union Studies, Germanistik, Pädagogik

DaF-Unterricht für Asylwerber in Salzburg

Ziel dieses Projektes ist es, in der DaF-Ausbildung erworbene Kenntnisse direkt in der praktischen Zusammenarbeit mit Asylwerber/inne/n, die sich derzeit in Salzburg aufhalten, weiterzugeben. Hierfür müsste eine Lehrveranstaltung eingerichtet werden, die sich speziell mit der Deutsch-Ausbildung von Asylwerber/inne/n beschäftigt. Idealerweise arbeiten in diesem Projekt Studierende und Lehrende aus der Germanistik und der Erziehungswissenschaft zusammen.

StV Juridicum, stellvertretend Petra Streitberger und Manfred Krippel

Excellent Talents

In diesem Projekt möchte die Studienvertretung „Juridicum“ (die Vereinigung der StV Jus und der StV Recht und Wirtschaft) interessante Praktikumsstellen in Salzburger Anwaltskanzleien an besonders geeignete Studierende vermitteln – oder umgekehrt. Das Projekt soll im Rahmen einer Abendveranstaltung vorgestellt werden. Dort können sich interessierte Kanzleien präsentieren und interessierte Studierende kennenlernen.

Monika Dannerer, Fachbereich Germanistik

LV: Methodik des DaF-Unterrichts 

Diese Lehrveranstaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Studierenden mit einer Vielfalt an interaktiven Methoden motiviert und zum permanenten Mitlernen angeregt werden. Zu diesen Methoden gehören Diskussionen in Blackboard, eine eMail-Partnerschaft mit den Studierenden ähnlicher Lehrveranstaltungen an einer Universität in den USA (Michigan) und Italien (Bari), das Entwickeln und Zur-Diskussion-Stellen eigener Lehrmaterialien, Besprechungen in und nach dem Proseminar und andere Übungen mehr.

Günther Herzig, Roland Weinrauch, Fachbereich Arbeits-, Wirtschafts- und Europarecht und Helmut Gaisbauer, Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie

Die Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt

In diesem Interdisziplinären Seminar wird in einem Planspiel eine reale Verhandlungs- bzw. Arbeitssituation eines komplexen Gesetzgebungs­verfahrens vor dem Europäischen Parlament nachgestellt. In diesem Fall sind dies die Verhandlungen zur Liberalisierung von Dienstleistungen im Binnenmarkt. Die Teilnehmer/innen verhandeln diese Richtlinie aus der Sicht verschiedener Akteure in vier Phasen, die sich über ein gesamtes Semesters erstrecken. Um dieses komplexe Verfahren adäquat betreuen zu können, wird diese LV von drei Lehrenden aus unterschiedlichen Disziplinen begleitet. Zudem gibt es Gastvorträge, die zusätzliche Perspektiven eröffnen. Die Teilnehmer/innen dieser LV werden auf Basis mündlicher Präsentationen, von Ihnen verfasster Essays, der schriftlichen Ausarbeitung von Positionspapieren und Sitzungsvorlagen sowie von Tests in der Lernplattform der Universität beurteilt.

Dirk TIEDE, Geoinformatik

Entwurf und Entwicklung von Anwendungen

In dieser LV lernen Studierende wichtige Geoinformatik-Anwendungen kennen. Zudem erwerben sie Kompetenzen der Anpassung solcher Software an aktuelle Anforderungen, zur Programmierung von Hilfswerkzeugen oder zum Entwickeln von Prozessen für das automatische Abarbeiten häufig wiederkehrender Arbeitsschritte. Diese Kompetenzen werden in zahlreichen Übungen gemeinsam mit den Studierenden erworben. Dabei kommen innovative didaktische Techniken, wie etwa ein Wiki zum gemeinsamen Ausarbeiten von Texten, Multiple Choice-Quizzes mit Zusammenfassungen zum Wiederholen, Diskussionsforen zum gegenseitigen Austausch und anderes mehr zum Einsatz. Beurteilt werden die Studierenden auf Basis selbstständig zu bearbeitender Programmieraufgaben.