18.03.2008

Universität Salzburg würdigte Nachwuchswissenschafterinnen mit Marie Andeßner-Stipendien

Rektor Universitätsprofessor Heinrich Schmidinger verlieh bereits zum vierten Mal die Marie Andeßner Dissertations-Stipendien an Wissenschafterinnen der Universität Salzburg.

Ausgezeichnet wurden mit je einem Marie Andeßner Dissertationsstipendium

Mit den Stipendien werden finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen, die es den Studentinnen ermöglichen, sich ganz auf ihre Forschungsarbeit zu konzentrieren. Die Universität vergibt zwei hochdotierte Dissertationsstipendien und zwei Preise für ausgezeichnete Diplomarbeiten aus den Naturwissenschaften. 

Ausgezeichnet wurden mit je einem Marie Andeßner Dissertationsstipendium

    • Frau Mag. Julia Marschallinger für ihr Dissertationsprojekt “Temperature dependence of fish muscle development: Why early thermal history determines adult growth“ am FB Biologie. 

Frau Marschallinger untersucht in ihrer wissenschaftlichen Arbeit die verschiedenen Auswirkungen unterschiedlicher Temperaturbehandlung von Fischembryos auf die Wachstumsentwicklung der Muskelzellen. 

    • Hanna Verena Walsdorf M. A. für ihr Dissertationsprojekt zum Thema „Politische Instrumentalisierung von Volkstanz in den deutschen Diktaturen“. Am FB Kunst,- Musik und Tanzwissenschaft. 

Frau Walsdorfs Forschung untersucht die Frage, wie sich die Evidenz dessen erklären lässt, dass zwei ideologisch konträre Regimes dasselbe Mittel zur Inszenierung der Nation einsetzen, wie auch der jeweiligen Beweggründe.

Den Marie Andeßner Diplomarbeitspreis für ausgezeichnete Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Naturwissenschaften erhielten

    • Frau Mag. Sigrid Maria Panisch für ihre Diplomarbeit zum Thema „General Collision Aspects of Hash Functions“ am FB Mathematik.

Frau Panisch präsentiert in ihrer Diplomarbeit einige fundamentale Konzepte der Kryptographie, insbesondere aus der Theorie der Hashfunktionen und dies in einer stringenten, abgerundeten Form. 

    • Frau Mag. Maria-Lena Pernkopf für ihre Diplomarbeit zum Thema „Indikatoren zur Landschaftszerschneidung – Untersuchungen zur Einsetzbarkeit in der Strategischen Umweltprüfung“ am FB Geographie.

Um das Problem der Landschaftszerschneidung in Umweltverfahren entsprechend zu berücksichtigen, zeigt Frau Pernkopf in ihrer Diplomarbeit auf, wie anhand verschiedener Indikatoren zukünftig die Zerschneidungswirkung geplanter Baumaßnahmen erfasst und in die Bewertung von Planungsszenarien einbezogen werden kann.

Erstmals verliehen wurden die Marie Andeßner Mobilitäts- und Publikationsförderungen an Frau Mag. Annemarie Kramer, Frau Dr. Jutta Horejs-Höck und Frau Dr. Christine Wilhelmina Wijnen. Diese beiden neu gestalteten Maßnahmen sollen der Erhöhung des Mobilitätsanteils an Nachwuchswissenschafterinnen und der Stärkung der Publikationstätigkeit dienen. Beides sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere in Wissenschaft und Forschung.

Benannt sind die Würdigungen nach Marie Andeßner, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Reiseschriftstellerin alle fünf Kontinente bereiste und ihre Erfahrungen in Salzburger Medien publizierte.

Die Marie Andeßner Stipendien sind Teil eines vielfältigen Förderprogramms für Frauen an der Universität Salzburg. Die von „gendup – Zentrum für Gender Studies und Frauenförderung“ entwickelten Angebote reichen von Förderprogrammen für Studentinnen über einen Lehrgang für Dissertantinnen bis hin zu einer Workshopreihe für Habilitandinnen.

Information:

Mag.a Teresa Schweiger

gendup – Zentrum für Gender Studies und Frauenförderung

Tel. +43 662 8044 2520     

www.uni-salzburg.at/gendup