19.05.2009

EUROPA 1989-2009 – EINE BILANZ

Im Rahmen der Konferenz „Revolution? Aufbruch? Wende? – Europa 1989-2009“ ziehen WissenschaftlerInnen, LiteratInnen und Persönlichkeiten renommierter europäischer Einrichtungen Bilanz über die Veränderungen. Das Centre of European Union Studies und das Stefan Zweig Centre der Universität Salzburg laden von 27. bis 28. Mai 2009 auf die Edmundsburg ein.

Die Salzburger Konferenz stellt zur Diskussion, wie sich in den Jahren nach 1989 in den einzelnen Ländern des ehemaligen „Ostblock“ die politischen und ökonomischen Veränderungen vollzogen haben. Sehr unterschiedliche Wege wurden beschritten: Während einige Länder des europäischen Ostens relativ friedlich in neue demokratische Strukturen finden konnten, zerstörte in anderen der Krieg den Elan des Aufbruchs. Dem gegenüber wird die Frage erörtert, welche Politik, welche Strategien für diese einzelnen Länder in Brüssel und in Wien entworfen wurden und ob diese den Hoffnungen und Erwartungen der betreffenden Länder gerecht wurden. Weiters wird der Frage nachgegangen, was aus all den Bürgerinitiativen, Zeitschriften- und Verlagsgründungen geworden ist? Welche politischen Thesen bestimmen heute unseren Blick auf die Entwicklungen dieser Länder?

1989  2009: eine Bilanz nach 20 JahrenVor zwanzig Jahren, im November 1989 kam es zur Öffnung der “Berliner Mauer”, in den Jahren danach zerbrach der kommunistische Machtblock im Osten, Nord- und Südosten Europas, die Wende zu einer neuen Ordnung des europäischen Kontinents setzte in vielen Ländern Phantasien frei.Schon davor, in den 80er Jahren, gab es ein deutliches Interesse an einer neuen Definition der europäischen Identität. Allmählich zeichneten sich die Konturen für ein neues postkommunistisches Europa ab. 1989 und Anfang der 90er Jahre gab es vor allem in den Bereichen des kulturellen Lebens, der Medien und der Wissenschaften Hoffnungen auf neue Initiativen außerhalb der staatstragenden Institutionen.

Programm

Mittwoch, 27. Mai 2009

19.00 Uhr

Der Vorhang geht auf – Das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Lesung und Gespräch mit dem Autor

György Dalos

Es liest: Chris Pichler

Donnerstag, 28. Mai 2009

9.00 – 9.45 Uhr

Grußwort

Heinrich Schmidinger (Rektor Universität Salzburg)

1989 – 2009: Politische Entwicklungen und neue Perspektiven

Sonja Puntscher Riekmann (Universität Salzburg)

Gabriele Matzner-Holzer (Österreichische Botschafterin in London)

9.45 – 11.00 Uhr

Perspektiven aus Osteuropa

Positionen aus Polen, Ungarn und der Ukraine

Helmut P. Gaisbauer (Universität Salzburg)

András Bozóki (Central European University, Budapest)

Doris Wydra (Universität Salzburg)

Moderation: Ferenc Miszlivetz

11.15 – 12.30 Uhr

EU-Erweiterungsperspektiven

Judith Gebetsroithner (Bundesministerium für europäische und

internationale Angelegenheiten)

Jasna Jelisiæ (EU Bosnien und Herzegowina)

Moderation: Sonja Puntscher-Riekmann

14.00 – 15.15 Uhr

Kulturelle Strategien für eine Wendezeit

Annemarie Türk (Kultur-Kontakt, Wien)

Christoph Bartmann (Goethe-Institut, München)

Moderation: Klemens Renoldner

15.30 – 16.45 Uhr

Dialog und neue Öffentlichkeit in Mittel- und Osteuropa

Fedja Filkova (Lyrikerin, Übersetzerin, Sofia)

Márta Nagy (Goethe-Institut, Budapest)

Fritz Hausjell (Universität Wien)

Moderation: Hannes Eichmann (ORF)

17.00 – 18.15 Uhr

Postkommunismus – 1989 und das Erbe

Boris Buden (Zagreb/Berlin)

György Dalos (Budapest/Berlin)

Moderation: Klemens Renoldner

Veranstaltungsort

Edmundsburg – Europasaal

Mönchsberg 2 – 5020 Salzburg

Organisation

Salzburg Centre of European Union Studies

Stefan Zweig Centre Salzburg

Kontakt und Anmeldung:

Karin Buchauer –

Die Edmundsburg erreichen Sie vom Toscaninihof über die Clemens Holzmeister-Stiege

oder mit dem Lift im Zugang zu den Altstadtgaragen. Parkmöglichkeiten zum Sondertarif

in der Mönchsberggarage. Wir lochen Ihren Parkschein.