28.05.2009

KREBS UND KOMMUNIKATION

Inwieweit und in welcher Hinsicht stellt das Krankheitsbild Krebs eine Form gestörter oder fehlgeleiteter Kommunikation dar? In welcher Form werden auf biomolekularer, zellulärer und organischer Ebene Informationen und Botschaften übertragen und gesteuert? Mit diesen spannenden Fragen setzt sich der disziplinenübergreifende Kongress „Cancer and Communication – Krebs und Kommunikation“ von 2. bis 5. Juli 2009 im Konferenz-Zentrum St. Virgil in Salzburg auseinander.

Die hochkarätige ReferentInnenliste wird angeführt vom aktuellen Nobelpreisträger für Medizin 2008, Professor Harald zur Hausen, der den viralen Ursprung bestimmter Krebsarten  lange Zeit gegen die herrschende Meinung der FachkollegInnenschaft – nachweisen konnte. Weltweit führende Expertinnen und Experten referieren zu verschiedenen Dimensionen der Kommunikation von Tumorzellen und -geweben, so Professor Tadatsugu Taniguchi, Leiter des Center for Disease Biology and Integrative Medicine der Universität Tokio, Freda Stevenson, Vorstand des Instituts für Immunologie der Universität Southampton, oder James Trosko von der Universität Michigan, führend in Fragen der Zell-Zell-Kommunikation bei der Entstehung von Krebs, um nur einige zu nennen.                                                                   

Fast die Hälfte der Top-ReferentInnen sind Frauen, darunter auch eine aus Salzburg stammende hoffnungsvolle Newcomerin der Krebsforscherelite, Frau DDr. Angelika Riemer, derzeit am Dana Faber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston tätig.

Konzipiert und organisiert wird der Kongress vom Salzburger Kommunikationswissenschafter Erich Hamberger und dem Sprachphilosophen Günther Witzany – die beide auch 2008 einen der innovativsten Biologiekongresse der Gegenwart (Natural Genetic Engineering and Natural Genome Editing) in Salzburg veranstaltet haben. Die Durchführung erfolgt auch dieses Jahr in Kooperation mit Professor Alfred Winter von den Kulturellen Sonderprojekten des Landes Salzburg, der Universität Salzburg, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Leopold Kohr-Akademie sowie der Stadt Salzburg. Die beiden Organisatoren laden alle interessierten MedizinerInnen und BiologInnen ein, sich diese einmalige Gelegenheit in Salzburg nicht entgehen zu lassen.

Anmeldung und Info zum Kongress: www.cancerandcommunication.at

Kontakt: Dr. Erich Hamberger, Tel: 0699-10465400