04.05.2009

LITERATUR UND RELIGION

Über das Schreiben an sich und den Einfluss des Religiösen auf Literatur spricht der Schriftsteller Markus Orths in der fünften Bachl-Lecture am Dienstag, den 12. Mai 2009, 18.00 Uhr, HS 101 in der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universitätsplatz 1, Erdgeschoß.

Die fünfte Bachl-Lecture, die der deutsche Schriftsteller Markus Orths halten wird, trägt den Titel „Existenz und Transzendenz im Schreiben“. Orths geht es dabei um die konkrete Literaturproduktion (das Schreiben), das, worum es dem Autor beim Schreiben geht (das Existentielle) und den Einfluss des Religiösen auf das Schreiben, das den Autor trotz seiner Abwendung vom konkreten katholischen Glauben nicht loslässt (das Transzendente).

Markus Orths, geboren 1969 in Viersen (Deutschland), studierte Philosophie, Romanistik und Englisch in Freiburg im Breisgau. Er arbeitete als Gymnasiallehrer in Karlsruhe und Göppingen, ehe er sich 2001 ganz dem Schreiben widmete. Im Frankfurter Verlag Schöffling & Co. veröffentlichte er die Erzählungsbände Wer geht wo hinterm Sarg? (2001) und Fluchtversuche (2006), sowie die Romane Corpus (2002), Lehrerzimmer (2003), Catalina (2006) und Das Zimmermädchen (2008). Für seine Werke wurde er mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt dem Heinrich-Heine-Stipendium, dem Walter-Scott-Preis, dem Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg sowie dem Telekom Austria Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt 2008. Er lebt mit seiner Familie als freier Autor in Karlsruhe.

Bachl-Lectures
Die Bachl-Lectures wurden vom „Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ im Jahr 2007 zu Ehren des 75. Geburtstages von em. Univ.-Prof. Dr. Gottfried Bachl ins Leben gerufen. Er gehört weit über Salzburg hinaus zu den wichtigsten Theologen des deutschsprachigen Raums. Exemplarisch steht seine Eschatologie „Über den Tod und das Leben danach“ aus dem Jahr 1980 im „Lexikon der theologischen Werke“ neben den bedeutendsten Arbeiten der Theologiegeschichte.Wie seine anderen Publikationen lebt auch dieser Text vom eigenen Stil Bachls, der sich immer wieder in seiner poetischen Vorstellungskraft durchsetzt. Gottfried Bachl hat immer an der Grenze von Literatur und Theologie gearbeitet, um sie neu zu bestimmen, indem er sie nach den Erfordernissen seiner Fragestellung verschob.In einer Reihe von öffentlichen Vorlesungen werden seither Fragen aufgegriffen, die Gottfried Bachl unverwechselbar in die Theologie eingebracht hat: die Verortung der Theologie in den kulturellen Herausforderungen ihrer Gegenwart, Entdeckungsreisen zwischen Literatur und Theologie.

Infos:
Markus Orths über „Existenz und Transzendenz im Schreiben“Dienstag, den 12. Mai 2009, 18.00 Uhr, HS 101 in der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universitätsplatz 1, Erdgeschoß.

Kontakt:
Ursula Kaserbacher
Fachbereich Systematische Theologie
Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen
Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg