30.11.2009

MIT DEM BUS NACH KOPENHAGEN!

Die Universität will öffentlichen Verkehr für Studierende und MitarbeiterInnen forcieren.

Mit dem Bus nach Kopenhagen 

Auf der Fahrt nach „Kopenhagen“. Foto v.l.n.r.: Vizerektor Rudolf Mosler, DI Richard Kobler vom Salzburger Verkehrsverbund und Mobilitätsbeauftragter Dr. Franz Kok | © Universität Salzburg/Pfeifer

Die UN-Klimakonferenz vom 7. bis 12. Dezember 2009 soll für die bisher wenig erfolgreiche internationale Klimaschutzpolitik neue Weichen stellen. Dass auch ein reiches Land wie Österreich im Klimaschutz im Hintertreffen ist, ermutigt dabei nicht gerade. In einer Kooperation mit dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV) will die Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) unter dem Titel „Mit dem Bus nach Kopenhagen!“ nicht zu Busreisen nach Dänemark auffordern sondern MitarbeiterInnen und Studierende zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln animieren. „Mit unserer Aktion wollen wir ein Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung für den Klimaschutz setzen“, betont Vizerektor Rudolf Mosler. Am einfachsten kann das jede/jeder mit der täglichen Entscheidung über das Verkehrsmittel, mit dem man von/zur Arbeit gelangt. „Die MitarbeiterInnen und Studierenden der Universität werden daher zu einer demonstrativen Nutzung von Bahn, S-Bahn und Bussen in der Woche vom 7.-12. Dezember 2009 aufgerufen“, sagt der Mobilitätsbeauftragte der Universität Salzburg, Dr. Franz Kok.

Besonders belohnt werden im Rahmen der Aktion KollegInnen, welche sich an Stelle des Autos für den öffentlichen Verkehr entscheiden: 10 vom SVV zur Verfügung gestellte Wochenkarten werden unter jenen Mitgliedern der Universität verlost, welche eine im Dezember 2009 benutzte Wochen- oder Monatskarte an das Mobilitätsmanagement der Universität übermitteln! 

Das Ziel des Mobilitätsmanagements der PLUS ist es, von den insgesamt 16.000 Studierenden und MitarbeiterInnen 850 Personen zu einem Umstieg auf den ÖV zu motivieren. Für viele Studierende sind die als zu hoch empfundenen Ticketpreise ein Hindernis – nur 40 % der Studierenden haben eine Zeitkarte für den ÖV. Auch den MitarbeiterInnen sind die Preise des ÖV in Salzburg zu hoch, hier haben sogar nur 20% eine ÖV-Zeitkarte. Mit der Vertretung der Studierenden wurden bereits Möglichkeiten zu einer Förderung von Semesterticketinhabern durch die Wohnsitzgemeinden entwickelt, für die MitarbeiterInnen eine Informationsplattform eingerichtet, mit dem ÖV-Angebot in Salzburg samt den Förderungen des Landes Salzburg – es werden 20% eines Jahrestickets für den ÖV rückvergütet! Die Adresse dieser Informationsplattform ist: www.uni-salzburg.at/mobilitaetsmanagement 

Im Rahmen des klima:aktiv-Mobilitätsmanagements der PLUS wird neben dem Radverkehr und der E-Mobilität  die Förderung des öffentlichen Verkehrs (ÖV) mit besonderem Engagement verfolgt, mit der Zielsetzung das Angebot an den Uni-Standorten für Studierende und MitarbeiterInnen zu verbessern: Das Sportzentrum in Rif (mit insg. 150.000 Besuchern pro Jahr!) soll besser in die Buslinie integriert werden, die Altstadtstandorte der Universität und im Nonntal leistungsfähiger als bisher in das Verkehrskonzept des Zentralraums eingebunden werden. Ideen dazu gibt es, zuletzt etwa in Gestalt einer „Flying Goas“ als Beitrag von Seiten des Mobilitätsmanagements der Universität zur Infrastrukturentwicklung im Zentralraum Salzburg: Eine Leichtbahn, welche vom Nonntal aus die Altstadt über  Volksgarten, Borromäum und ZIB an die S-Bahnlinie leistungsfähig und zu niedrigen Kosten anbinden kann und bis nach Guggental führt.