18.03.2009

Rektorate zum Forschungsstandort Salzburg

Vorschläge der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum für die weitere Entwicklung des Forschungsstandortes Salzburg

Die Paris-Lodron-Universität und die Universität Mozarteum weisen anlässlich der gerade laufenden Regierungsverhandlungen auf Eckpunkte hin, die für Forschung und Entwicklung am Standort Salzburg von herausragender Bedeutung sind:·

Zuständigkeit für Forschung auf Seiten des Landes: Grundlagenforschung und angewandte Forschung sind nicht sinnvoll voneinander zu trennen. Beide Bereiche gehen ineinander über und ergänzen sich in vielfältiger Hinsicht. Es ist aus diesem Grund unerlässlich, dass die Zuständigkeit für die gesamte Forschung in einem Ressort gebündelt wird. Damit wäre auch gewährleistet, dass die forschenden Institutionen im Land Salzburg eine einheitliche Ansprechstelle haben und Reibungsverluste vermieden werden.·

Forschung und Ausbildung im Bereich der Technik: Für die zukünftige Entwicklung im Bundesland Salzburg ist der Ausbau der technischen Fächer von entscheidender Bedeutung. Die Einrichtung eines gemeinsam mit der Technischen Universität München betriebenen Studiums der Ingenieurwissenschaften, die durch Unterstützung des Landes, der Stadt Salzburg, der Industriellenvereinigung sowie durch Industrieunternehmen ermöglicht worden ist, hat hier eine wichtige Entwicklung angestoßen. Der bestehende Bedarf der Salzburger Industrie an Expertinnen und Experten kann in Zukunft nur gedeckt werden, wenn ein entsprechend hochqualifiziertes Ausbildungsangebot besteht. Aus diesem Grund plant die Universität die technischen Fächer auszubauen und am Standort Science City in Itzling zusammenzufassen. Durch die dort bereits getätigten Investitionen gibt es in Itzling eine sehr gute Infrastruktur für einen technischen Campus. Die Konzentration universitärer Bereiche (Computerwissenschaften, Geoinformatik, Materialwissenschaften und Physik) sowie außeruniversitärer Einrichtungen (Salzburg Research, Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften, iSPACE, Techno-Z, BCCS) ermöglicht äußerst sinnvolle Synergien. Diese Bündelung von Kompetenzen muss zwingend an einem Standort erhalten bleiben. International erfolgreiche Forschung benötigt stets auch eine ausreichende Größe.·

Forschung und Ausbildung im Dienst der gesellschaftlichen Entwicklung: Wissenschaftliche Forschung findet nicht nur im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung statt, sondern dient vor allem der Gesellschaft als Ganzer. Die in Salzburg sehr stark verankerten Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, der Schwerpunkt „Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt“, sowie die Erforschung und Erschließung der Künste müssen Perspektiven für weiteres Wachstum erhalten. Gerade in Salzburg sollte die Bedeutung der Künste  auch unter gesellschaftspolitischen und ökonomischen Aspekten  außer Frage stehen. Der Wissenschafts- und Forschungsrat des Landes hat für die nächsten Jahre Wissenschaft und Kunst in den Vordergrund seiner Arbeit gestellt, was nahelegt den bestehenden interuniversitären Schwerpunkt „Wissenschaft und Kunst“ gezielt auszubauen.

Bisherige und künftige Förderungen der Universitäten durch das Land: Die bisher durch das Land Salzburg geleisteten substanziellen Unterstützungen haben viel Positives bewirkt. Insbesondere wurde die universitäre Schwerpunktsetzung gezielt gefördert. Beispiele dafür sind die finanziellen Beiträge des Landes zu Kauf und Einrichtung des Forschungsgebäudes „Biowissenschaften und Gesundheit“ sowie zum Ausbau des Universitäts- und Landessportzentrum in Rif, die Errichtung zweier Stiftungsprofessuren für Strukturbiologie bzw. Opern- und Liedgesang, sowie die in Österreich vorbildliche Unterstützung bei der Einrichtung von bislang insgesamt vier Christian-Doppler-Labors. Um den erfolgreichen gemeinsam eingeschlagenen Weg fortsetzen zu können, sollten diese hoch effizienten Förderinstrumente auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Gerade in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise sind Investitionen in Forschung und Bildung ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der Zukunft. Wie sich aus einer externen Studie zeigen lässt, liegt die Umwegrentabilität der Salzburger Universitäten jährlich weit über hundert Millionen Euro. Damit sind Bildung und Forschung für das Land Salzburg auch ein eminent wichtiger Wirtschaftsfaktor.Für das Rektorat der Paris-Lodron-Universität SalzburgRektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich SchmidingerFür das Rektorat der Universität Mozarteum SalzburgRektor Univ.-Prof. Reinhart von Gutzeit

Kontakt:
Tel: 0662-8044-2410 | mobil: 0664-82 89 270

Forschung und Ausbildung im Dienst der gesellschaftlichen Entwicklung: Wissenschaftliche Forschung findet nicht nur im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung statt, sondern dient vor allem der Gesellschaft als Ganzer. Die in Salzburg sehr stark verankerten Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, der Schwerpunkt „Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt“, sowie die Erforschung und Erschließung der Künste müssen Perspektiven für weiteres Wachstum erhalten. Gerade in Salzburg sollte die Bedeutung der Künste  auch unter gesellschaftspolitischen und ökonomischen Aspekten  außer Frage stehen. Der Wissenschafts- und Forschungsrat des Landes hat für die nächsten Jahre Wissenschaft und Kunst in den Vordergrund seiner Arbeit gestellt, was nahelegt den bestehenden interuniversitären Schwerpunkt „Wissenschaft und Kunst“ gezielt auszubauen.