20.08.2009

ZEILINGER ÜBER EINSTEIN

Universität und Stadt Salzburg laden zur zweiten Salzburger Vorlesung in die Große Universitätsaula

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Foto: Universitätsprofessor Anton Zeilinger | ©  Jacqueline Godany

Um einen Treffpunkt von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu etablieren und hochkarätige Vorträge anzubieten, haben Universität und Stadt Salzburg die Salzburger Vorlesungen ins Leben gerufen.Die zweite Salzburger Vorlesung hält der berühmte Quantenphysiker Anton Zeilinger. Er wurde besonders durch seine medienwirksamen Experimente zur Quantenteleportation bekannt. Dies trug ihm den Spitznamen „Mr. Beam“ ein.

Anton Zeilinger ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Wien und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde Anton Zeilinger vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem King-Faisal Preis und dem Orden pour le Mérite. Professor Zeilinger ist auch erster Träger der neu geschaffenen Newtonmedaille, der höchsten Auszeichnung des Britischen Institute of Physics.

Natur des Lichts

Professor Zeilinger wird über „Albert Einstein und die Natur des Lichts“ sprechen. Dabei knüpft er an den berühmten Vortrag an, den Einstein am 21. September 1909, also vor genau 100 Jahren in Salzburg gehalten hat. Albert Einstein hat durch die Idee der Lichtquanten einen entscheidenden Beitrag zu unserem Verständnis des Lichts geleistet. „Er hat aber auch sofort die Probleme erkannt, die durch diese Idee für unser Weltbild entstehen. Gegen Ende seines Lebens stellte Einstein fest, dass er nach 50 Jahren intensiven Nachdenkens einem Verständnis nicht näher gekommen sei“, so Zeilinger.

Zeilinger wird in der zweiten Salzburger Vorlesung die Fragen der Natur des Lichts und unseres Weltverständnisses aus der Sicht heutiger Experimente und neuer Interpretationen diskutieren.

Vor 100 Jahren in Salzburg erstmals präsentiert: Die Spezielle Relativitätstheorie

Am 21. September 1909 hielt Albert Einstein in Salzburg seinen ersten öffentlichen Vortrag über die Spezielle Relativitätstheorie, die er bereits 1905 veröffentlicht hatte. Als einen „Wendepunkt in der Entwicklung der theoretischen Physik“ bezeichnete der österreichische Physiker Wolfgang Pauli später dieses Ereignis. In einzigartiger Weise hatte Einstein die Physik auf ein neues Fundament gestellt, Raum und Zeit eine neue Bedeutung zukommen lassen, und die Äquivalenz von Masse und Energie, ausgedrückt in der berühmten Formel E = mc², entdeckt. 1915 folgte die Allgemeine Relativitätstheorie, in der Einstein die Gravitation als gekrümmte Raumzeit beschrieb. Ohne diese Errungenschaften blieben große Teile der modernen Astrophysik und Kosmologie unerklärbar: die Energieerzeugung im Innern der Sterne, die Expansion des Universums, Schwarze Löcher oder der Gravitationslinseneffekt und Gravitationswellen basieren auf Einsteins Theorie. Auch technische Errungenschaften, wie das Global Positioning System (GPS), würden ohne Kenntnis der Relativitätstheorie nicht funktionieren.      

Info: 

Anmeldungen unter: www.uni-salzburg.at/salzburgervorlesungen oder unter

Tel: 0662-8044-2438 (Anrufbeantworter)

Vortrag Universitätsprofessor Dr. Anton Zeilinger, Wien

ALBERT EINSTEIN UND DIE NATUR DES LICHTS.

Wann: Montag, 21. September 2009, 19.00 Uhr

Wo: Große Universitätsaula, Max-Reinhardt-Platz 1 (Eingang im Furtwänglerpark vis à vis Haus für Mozart)

Im Anschluss laden Universität und Stadt Salzburg zum Umtrunk.