18.11.2010

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION

Am Freitag, den 19.11., 17 Uhr – Mirabellplatz, demonstrieren Studierende und Lehrende der Universität Salzburg gegen Budget- und Bildungspolitik der Bundesregierung

Wir appellieren an Sie, jetzt nicht am falschen Platz zu sparen!

Statt den Universitäten ausreichend öffentliche Mittel zur Verfügung zu stellen, Maßnahmen zu ergreifen, die den ohnehin stark sozial selektiven Charakter des österreichischen Bildungswesens verstärken und die in Österreich bedenklich niedrige AkademikerInnenquote zukünftig sinken lassen und weniger Menschen universitäre Bildung ermöglichen, sind keine zukunftsträchtige Lösung!

Mozartplatz[16144][1]

80 Millionen Euro sind Kompensation für die im Bundesfinanzrahmengesetz im Mai 2010 geplanten Einsparungen im Hochschulbereich und nicht genug!

Statt den Universitäten ausreichend öffentliche Mittel zur Verfügung zu stellen, Maßnahmen zu ergreifen, die den ohnehin stark sozial selektiven Charakter des österreichischen Bildungswesens verstärken und die in Österreich bedenklich niedrige AkademikerInnenquote zukünftig sinken lassen und weniger Menschen universitäre Bildung ermöglichen, sind keine zukunftsträchtige Lösung!

Worin wollen wir investieren, um auch in Zukunft in einer ideell wie materiell reichen Gesellschaft zu leben, wenn nicht in Bildung?

Audi-Max-Vollversammlung[16144][2]

Wir erlauben uns, hiermit den auf der Universitätsvollversammlung 2010 der Universität Salzburg beschlossenen Forderungskatalog, der am 21.Oktober an die Herren Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Pröll und Frau Bundesministerin Karl,

auch Ihnen zur Kenntnis zu bringen:

Die Universitätsversammlung der Universität Salzburg, zu der Rektorat, Österreichische HochschülerInnenschaft und Betriebsräte derselben am 19. Oktober 2010 (18 Uhr, Audimax der Naturwissenschaftlichen Fakultät) eingeladen haben, hat unter großer Beteiligung von Universitätsangehörigen – gezählt wurden über 1000 Personen – den folgenden Forderungskatalog beschlossen.

Wir fordern, weil wir brauchen:

*Gesetzliche Verankerung der Erreichung des 2%-BIP-Zieles bis Ende 2015

*Sofortige Verhandlung der Bundesregierung mit den universitären Stakeholdern

*Verbesserung der Betreuungsrelationen durch mehr Personal

*Stärkung der Forschungsförderung

*Lösung der finanziellen Probleme durch das Bundesbudget

*Offizielle Rücknahme der angekündigten Sparmaßnahmen ab 2013

*Rücknahme der bereits jetzt erfolgten und erfolgenden Kürzungen

*Sicherstellung der sofortigen und langfristigen finanziellen Unabhängigkeit der Universitäten

*Ausbau des Stipendiensystems zur Verhinderung von sozialer Selektion bei universitärer Bildung

*Grundsätzlich: Investition und Ausbau statt Einsparung und Reduktion

Wenn die Universitätsversammlung der Universität Salzburg sich von der Österreichischen Bundesregierung und dem österreichischen Parlament die Erfüllung der gestellten Forderungen erwartet, dann tut sie dies nicht nur im Namen der heutigen und künftigen Studierenden, sondern im Namen der Zukunft des Landes.

Heinrich Schmidinger – Rektor

Tatjana Markl – Vorsitzende der ÖH Salzburg Ulrike Tanzer – Sprecherin des

Mittelbaus Bernhard Scherl – Stv. Vorsitzender des Betriebsrates I

Brigitte Krassnigg – Vorsitzende des Betriebsrates II