01.10.2010

Ein Jahr hochschulpolitischer Stillstand

„Denkzettel“ für die Bundesregierung

Am 19. Oktober Universitätsvollversammlungen an allen Uni-Standorten

Nach einem Protestzug beginnend um 17 Uhr

lädt das Rektorat der Universität Salzburg gemeinsam mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft und den Betriebsräten der Universität zu einer

Uni-Vollversammlungzum ThemaWas ist Österreich universitäre Bildung WERT?

der Naturwissenschaftlichen Fakultätin Freisaal (Hellbrunner Straße 34)Die prekäre Situation der Universitäten in Österreich spitzt sich wieder dramatisch zu: Schon im bevorstehenden Wintersemester wird es – gerade auch an unserer Universität Salzburg – zu einem erneuten Anstieg der Zahl der Studierenden kommen – bei uns vermutlich auf 18.000. Das Betreuungsverhältnis von Studierenden pro ProfessorIn war schon 2009 höchst problematisch, heuer werden die Zahlen noch weiter auseinanderklaffen.Genau in dieser Situation kündigt die österreichische Bundesregierung Reduktionsmaßnahmen an – ganz im Gegenteil zu dem, was in anderen europäischen Staaten der Fall ist. Diese verheerende Entwicklung kann nicht mehr hingenommen werden.Aufgrund dessen rufen ÖH und Rektorat der Universität Salzburg dazu auf, durch die Teilnahme am Protest-Zug und an der Uni-Vollversammlung am 19. Oktober ein gemeinsames Zeichen für einen höheren Stellenwert der universitären Bildung in Österreich zu setzen.

um 18.00 Uhr im  Audimax

Drago Pintaric, Betriebsrat  

Nach einem Protestzug beginnend um 17 Uhr

lädt das Rektorat der Universität Salzburg gemeinsam mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft und den Betriebsräten der Universität zu einer

Uni-Vollversammlungzum ThemaWas ist Österreich universitäre Bildung WERT?

der Naturwissenschaftlichen Fakultätin Freisaal (Hellbrunner Straße 34)Die prekäre Situation der Universitäten in Österreich spitzt sich wieder dramatisch zu: Schon im bevorstehenden Wintersemester wird es – gerade auch an unserer Universität Salzburg – zu einem erneuten Anstieg der Zahl der Studierenden kommen – bei uns vermutlich auf 18.000. Das Betreuungsverhältnis von Studierenden pro ProfessorIn war schon 2009 höchst problematisch, heuer werden die Zahlen noch weiter auseinanderklaffen.Genau in dieser Situation kündigt die österreichische Bundesregierung Reduktionsmaßnahmen an – ganz im Gegenteil zu dem, was in anderen europäischen Staaten der Fall ist. Diese verheerende Entwicklung kann nicht mehr hingenommen werden.Aufgrund dessen rufen ÖH und Rektorat der Universität Salzburg dazu auf, durch die Teilnahme am Protest-Zug und an der Uni-Vollversammlung am 19. Oktober ein gemeinsames Zeichen für einen höheren Stellenwert der universitären Bildung in Österreich zu setzen.

um 18.00 Uhr im  Audimax

Damit die Möglichkeit besteht, sowohl am Protestzug als auch an der Uni-Vollversammlung teilzunehmen, entfallen an der gesamten Universität ab 17 Uhr die Lehrveranstaltungen.

Heinrich Schmidinger, Rektor,

Drago Pintaric, Betriebsrat  

Brigitte Krassnig, Vorsitzende Betriebsrat II

Tatjana Markl, Vorsitzende der ÖH

uni

v.l.n.r.: die Rektoren Karlheinz Töchterle, Heinrich Schmidinger

und Richard Hagelauer

Töchterle

Rektor Karlheinz Töchterle, Universität Innsbruck

Rektor Heinrich Schmidinger

Rektor Heinrich Schmidinger, Universität Salzburg

Rektor Richard Hagelauer

Rektor Richard Hagelauer, Universität Linz | Fotos: © Scheinast

Zu Beginn des neuen Wintersemesters sehen sich die Rektoren der öffentlichen Universitäten Österreichs mit den alten Problemen konfrontiert: In den wesentlichen Fragen der Universitätsfinanzierung und des -zugangs hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig bis nichts bewegt. Als Folge der Untätigkeit der Bundesregierung bei der Lösung der hochschulpolitischen Herausforderungen werden am 19. Oktober 2010 an allen heimischen Standorten Universitätsvollversammlungen abgehalten. Die Rektorate greifen damit eine Initiative der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) auf und werden bei der Gelegenheit die Öffentlichkeit über die Konsequenzen des angekündigten Sparkurses der Bundesregierung für den weiteren Betrieb der Universitäten informieren.

Die Bundesregierung, insbesondere die Koalitionsspitze, wurde von der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), aber auch von einzelnen Rektoren mehrfach auf die dramatische Situation für die Universitäten aufmerksam gemacht. Angebote eines Gesprächs der Universitätsleitungen mit Bundeskanzler und Vizekanzler wurden in den vergangenen Monaten ebenso ignoriert wie der jüngste offene Brief, worin uniko und Fachhochschulkonferenz gemeinsam an Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll appelliert hatten, den angedrohten Sparkurs bei Bildung und Forschung zu überdenken. Das solcherart zum Ausdruck gebrachte Desinteresse der höchsten Repräsentanten der Bundesregierung an den Zukunftsthemen des Landes steht in krassem Widerspruch zu der in Sonntagsreden stets betonten Prioriät für Wissenschaft, Forschung und Innovation, für die zum überwiegenden Teil die Universitäten verantwortlich zeichnen.

Der hochschulpolitische Stillstand der Bundesregierung kann aus Sicht der Rektoren nicht hingenommen werden. Der vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ins

Leben gerufene Hochschuldialog (November 2009 bis Ende Juni 2010) hat außer knapp 250.000 Euro Kosten keine nennenswerten Ergebnisse zur Lösung der akuten Probleme an den Universitäten gebracht und kann im Rückblick wohl nur als Ablenkungsmanöver qualifiziert werden. Sowohl die Studierenden als auch die Lehrenden werden daher die Bundesregierung in den kommenden Wochen und Monaten nicht aus ihrer Verpflichtung für eine ausreichende Finanzierung der Universitäten und die Herstellung angemessener Studienbedingungen entlassen.

Rückfragen:

Mag. Manfred Rathmoser

Pressesprecher Universität Linz

Tel.: +43 732 2468 9889

Mag. Gabriele Pfeifer

Pressesprecherin Universität Salzburg

Tel: 0043/(0)662-8044-2435

Mobil: 0664-8482340

Mag. Uwe Steger

Pressesprecher Universität Innsbruck

Tel.: +43 512 507 32000

Mobil: +43 664 4236 129