14.10.2011

DER UNIPARK NONNTAL

Ein neues Haus für die Kultur- und Gesellschaftswissenschaften. Nach dreieinhalbjähriger Bauzeit zogen mit Beginn dieses Studienjahres 350 Lehrende in den UNIPARK Nonntal ein. Rund 5.500 Studierende werden dort ihre Lehrveranstaltungen absolvieren. Auf 17.000 Quadratmetern Nutzfläche beherbergt der Neubau der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät die Fachbereiche Anglistik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Linguistik, Romanistik, Slawistik sowie Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft.

Unipark Nonntal

Unipark Nonntal

Unipark Nonntal

Unipark Nonntal

Fotos: Unipark Nonntal | © L. Caputo

Im Zentrum des neuen Gebäudes befindet sich eine große Bibliothek sowie vier Hörsäle. Für das leibliche Wohl wird im Restaurant UNIKUM gesorgt. Besonders attraktiv ist die öffentlich zugängliche Dachterrasse mit dem Café UNIKUM Sky und herrlichem Rundblick auf Festung, Untersberg und Gaisberg. Die Tiefgarage bietet 100 Stellplätze für die Universität.

Alle Interessierten sind heute – am Tag der offenen Tür von 10 bis 17 Uhr – herzlich eingeladen an den angebotenen Bibliotheks- und Gebäudeführungen teilzunehmen und gemeinsam mit Studierenden Schnuppervorlesungen zu besuchen. Jeder Besucher erhält einen Getränkebon für einen Willkommensdrink im Restaurant oder Dachterrassencafé.

Nonntal neu gestaltet

Im Jänner 2008 erfolgte der Spatenstich zum Neubau der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg. Sie ersetzt die sogenannten Plattenbauten, die Ende der 60er Jahre in der Akademiestraße errichtet wurden – damals mit der Vorgabe, nach zirka zehn Jahren durch einen soliden Neubau ersetzt zu werden. Dieser Beschluss liegt mehr als 30 Jahre zurück.

„Mit dem UNIPARK leistet die Universität auch einen positiven Beitrag zur Neugestaltung des Stadtteils Nonntal“, so Rektor Heinrich Schmidinger.  Das ganze Areal ist nun der Lehre und Forschung, dem Sport und der Kultur gewidmet. Neu angesiedelt sind außerdem das Sportzentrum Mitte, die ARGEkultur und ein Wohnbauprojekt.

Das Architektenteam Storch, Ehlers & Partner aus Hannover wurde mit der Planung des Universitäts-gebäudes betraut. Durch einen einheitlichen Plattenbelag und der Pflanzung von Baumreihen soll ein harmonischer Gesamteindruck geschaffen werden.

„Außerdem setzen wir ein deutliches Signal für den hohen Stellenwert der Geisteswissenschaften. Zum Auftakt des 50-Jahr-Jubiläums der Universität Salzburg wird am 13. Jänner im UNIPARK ein Festakt mit Bundesminister Karlheinz Töchterle stattfinden.“

Energie aus Erdwärme

„Mit der Errichtung einer der größten Geothermie-Anlagen Österreichs sind die Universität Salzburg und die Bundesimmobiliengesellschaft im Bereich Energetik völlig neue Wege gegangen“, sagt BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Im Außenbereich wurden 56 Rohre 200 Meter tief in den Boden gebohrt und mit einem Wasser-Glykol-Gemisch gefüllt. Durch diesen besonders guten Wärmeleiter kann der Temperaturunterschied zur Erdoberfläche für die Energiegewinnung genutzt werden. „Die

Geothermie-Anlage, deren Kosten sich auf rund 700.000 Euro belaufen, soll die Hälfte des erforderlichen Energiebedarfes liefern“, so Weiss. Die anderen 50% werden durch Fernwärme und eine Kälteanlage abgedeckt. Durch den Einsatz moderner Wärmepumpenanlagen zur Raumheizung, -kühlung und Warmwasserbereitung an Stelle von herkömmlichen Wärmeerzeugungsanlangen auf fossiler Basis wird ein weiterer Schritt hin zu alternativer Energiegewinnung gesetzt. 

Daten und Fakten auf einen Blick:

Insgesamt investierte die Bundesimmobiliengesellschaft in das Projekt UNIPARK Nonntal rund 65 Millionen Euro. Die Kosten wurden von der BIG als Bauherrin und Eigentümerin getragen und werden von der Universität über Mietzahlungen refinanziert. Mieten für Gebäude sind ein Teil des Bundesbudgets für die Universitäten.

Bauzeit: Dezember 2007 bis Oktober 2011

Nettogrundriss Fläche: 30.000 m2

Nutzfläche: 17.000 m2

Investitionen: 65 Mio. Euro: Das große Investitionsvolumen ist außerdem ein Vertrauensbeweis des Bundes in die Zukunft der Universität Salzburg.

Bauherr:  Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Planung: Architekten Storch, Ehlers & Partner, Hannover, Deutschland

Nutzer/Mieter: Universität Salzburg

Aushub: 51.000 m3

Beton: 27.000 m3

Betonstahl: 3900 Tonnen

Konstr. Stahl: 1400 Tonnen

Elt-Leitungen: 135 km

Energiequelle: Geothermie-Anlage, Fernwärme

Studierende: 5.500

MitarbeiterInnen: 350

Parkplätze: 100 Tiefgaragenplätze (universitätseigen)

Fahrradabstellplätze: 550