06.06.2011

Einladung zur Buchpräsentation

„Strategien der Macht“, Hof und Residenz in Salzburg um 1600 – Architektur, Repräsentation und Verwaltung unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1587-1611/12, herausgegeben von Gerhard Ammerer und Ingonda Hannesschläger. Mittwoch, 15. Juni, 18.00 Uhr, Landkartengalerie der Salzburger Residenz, Juridische Fakultät, mittlere Hauptstiege, Zugang von der Churfürststraße 1)

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Salzburger Residenz | © Universität Salzburg

Strategien der Macht

Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1612), legendärer Erzbischof von Salzburg, erneuert und reformiert sein Erzbistum wie kein anderer vor ihm. Er vollzieht den Übergang von der engen mittelalterlichen Stadt Salzburg in das barocke „Rom des Nordens“ mit dem Ausbau der Salzburger Residenz zu einem architektonischen Juwel, der Schaffung weiter Plätze und der Einführung eines Steuerstaates.  Gerhard Ammerer und Ingonda Hannesschläger von der Universität Salzburg legen einen umfassenden Band vor, der die Geschichte über die Salzburger Residenz sowie die Hofhaltung und Politik Wolf Dietrichs in neues Licht taucht.

100 Jahre lagen die Forschungen um die Salzburger Residenz im Dornröschenschlaf, denn die letzte Publikation dazu erschien im Jahre 1905. Seit 2006 beschäftigen sich Historiker,  Kunsthistoriker und Archäologen mit diesem bedeutenden Salzburger Bauwerk. „Sie liefern aufgrund des interdisziplinären Ansatzes die aktuellste Gesamtschau, der momentan laufenden Forschungen zu geistlichen Residenzen“, so der Kunsthistoriker Stefan Heinz von der Universität Trier. In der Zeit um 1600 zählte die Salzburger Residenz neben Prag und München zu den bedeutendsten Kunstzentren Mitteleuropas. Gerhard Ammerer und Ingonda Hannesschläger präsentieren die Ergebnisse in einem über 600 Seiten starken Werk, in das fünf Diplomarbeiten und eine Dissertation eingeflossen sind und das mit tatkräftiger Unterstützung der Direktorin der Residenzgalerie, Roswitha Juffinger, und des Landeskonservators Walter Schlegel entstanden ist.

Die aktuellen Forschungen zeigen auf, dass Salzburg um 1600 mit seinen Bauprojekten, der Hofkultur und seiner Kunstförderung ein Musterbeispiel erfolgreich inszenierter geistlicher Macht war.

Strategien der Macht, Hof und Residenz in Salzburg um 1600 – Architektur, Repräsentation und Verwaltung unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1587-1611/12. Herausgegeben von Gerhard Ammerer und Ingonda Hanneschläger. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 28. Ergänzungsband, 600 Seiten, Salzburg 2011. Das Projekt wurde für drei Jahre vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung unterstützt.

Programm

Eröffnung

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller

Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger

Festvortrag

Ao.Univ.-Prof. Dr. Herbert Karner (Akademie der Wissenschaften)

Umtrunk