10.05.2011

Senatsvorsitzende: Minister Töchterle bringt neue Chance für Universitäten

Die Senatsvorsitzenden der Österreichischen Universitäten haben sich am 6. Mai 2011 zu einer Sitzung an der Universität Wien versammelt. Sie freuen sich, dass das verant-wortungsvolle Amt des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung dem Rektor einer österreichischen Universität anvertraut wurde. Sie betrachten es als Chance und sprechen ihm dazu ihre Glückwünsche aus.

Die Senatsvorsitzenden erinnern den neuen Bundesminister auch daran, dass es ihm – als Altphilologen – immer ein zentrales Anliegen war, die Lehrerinnen- und Lehrerausbil-dung der Sekundarstufen I und II auf Magisterniveau unter die Oberhoheit der Universitä-ten zu stellen. Es geht darum, die Bildung unserer Kinder nach internationalen Standards zu sichern und zu sorgen, dass die besten Fachexpertinnen und -experten dafür die Ver-antwortung tragen. Die Erfüllung dieser Aufgabe droht aber daran zu scheitern, dass die notwendigen Mittel fehlen und die Aufwertung der PHs zu „ädagogischen Universitäten“ als angeblicher Königsweg begrüßt wird.

1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

Gleichzeitig erinnern sie den neuen Bundesminister daran, welche Überzeugungen er bisher vertrat und welche Forderungen er immer an die Bundesregierung gestellt hat. Gemeinsam mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen hat er wiederholt die sich ab-zeichnende dramatische finanzielle Lage der Universitäten betont. Auch den Appell, dass die Universitäten für 2013-2015 um 300 Millionen Euro pro Jahr mehr Geld brauchen, um auch nur den laufenden Betrieb zu erhalten, hat er mit formuliert und zum eigenen Anlie-gen gemacht. Die Summe wurde aus konkreten Zahlen und Kostenstellen genau berech-net. Dass der jetzt beschlossene Finanzrahmen dennoch nur marginale Erhöhungen vorsieht, ist daher ein höchst beunruhigendes Signal. Es lässt reale Budgetkürzungen von mindestens 7-8 % befürchten, bei einem Anwachsen der Inflation und einer Erhö-hung der Studierendenzahlen sogar ca. 10 %. So wird ein Rückbau des Leistungsange-bots unumgänglich.

Die Senatsvorsitzenden erinnern den neuen Bundesminister auch daran, dass es ihm – als Altphilologen – immer ein zentrales Anliegen war, die Lehrerinnen- und Lehrerausbil-dung der Sekundarstufen I und II auf Magisterniveau unter die Oberhoheit der Universitä-ten zu stellen. Es geht darum, die Bildung unserer Kinder nach internationalen Standards zu sichern und zu sorgen, dass die besten Fachexpertinnen und -experten dafür die Ver-antwortung tragen. Die Erfüllung dieser Aufgabe droht aber daran zu scheitern, dass die notwendigen Mittel fehlen und die Aufwertung der PHs zu „ädagogischen Universitäten“ als angeblicher Königsweg begrüßt wird.

Wir appellieren daher an den neuen Bundesminister: Verfolgen Sie Ihre früheren Forde-rungen weiter, sorgen Sie für die Behebung der akuten Unterfinanzierung und eine ver-besserte internationale Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Universitäten und erhal-ten Sie die LehrerInnenausbildung an der Alma Mater!

Artikel im Standard:

http://derstandard.at/1304551383817/Senatsvorsitzende-widersprechen-neuem-Wissenschaftsminister

Kontakt:

Sprecher der Vorsitzenden der

Rückfragehinweis

Mag. Cornelia Blum

Universität Wien

1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

T +43-1-4277-100 12

M +43-664-602 77-100 12

Senate der Österreichischen Universitäten

T +43-1-4277-346 41 M +43-664-60277-346 41