22.02.2012

ERSTE SALZBURGER JUBILÄUMSVORLESUNG MIT MARINA FISCHER-KOWALSKI

Im März 2012 jährt sich zum 40. Mal die Veröffentlichung des ersten Club of Rome Berichts. Die Medienexperten Michael Kerbler (ORF 1) und Alexandra Föderl-Schmid (Chefredakteurin DER STANDARD) sprechen mit Prof. Dr. Marina Fischer-Kowalski über die wesentlichen umweltrelevanten Fragen.

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Foto: Marina Fischer Kowalski | © Marianne Weiss

Die Universität Salzburg feiert das 50-jährige Jubiläum ihrer Wiedererrichtung 1962 und das 390. Jubiläum seit der Gründung durch Fürsterzbischof Paris Lodron 1622. Aus diesem Anlass laden Rektor Heinrich Schmidinger und Bürgermeister Heinz Schaden zur ersten SALZBURGER JUBILÄUMSVORLESUNG herzlich ein. Sie ist dem Thema „Verantwortungsvoller Umgang mit Resscourcen“ gewidmet. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

„(…) Stärker als je zuvor tendiert die Menschheit gegenwärtig zu beschleunigtem Wachstum der Bevölkerung, rascherer Nutzung von Boden, Steigerung von Produktion, Verbrauch und Erzeugung von Schadstoffen. … Wir wollten wissen, bis zu welchem Grad diese Haltung mit den Gegebenheiten auf unserem begrenzten Planeten und den grundlegenden Notwendigkeiten unserer menschlichen Gemeinschaft vereinbar ist.“

So lautet eine zentrale Passage jenes Berichts, der vor mittlerweile vierzig Jahren zu heftigen Debatten führte – die Studie „Limits to Growth“, zu Deutsch „Die Grenzen des Wachstums“. Diese Untersuchung gilt als eine der Ur-Studien zur nachhaltigen Entwicklung. Sie entstand auf Initiative des „Club of Rome“ und wurde von einem Team aus 17 Wissenschaftlern verfasst, die am „MIT“, dem „Massachusetts Institute of Technology“ arbeiteten. Die vier Hauptautoren waren Dr. Donella H. Meadows, ihr Mann Dr. Dennis L. Meadows, Dr. Erich K. O. Zahn und Peter Milling. Diese Studie wurde mit Hilfe eines Computerprogramms erstellt. Anhand verschiedener Szenarien wurden Prognosen für die künftige Weiterentwicklung der Welt entworfen.

Unmissverständlich verlangten die Wissenschaftler damals einen radikalen Kurswechsel in Richtung ressourcenschonender Produktion. „Wir sind überzeugt, dass jeder vernünftige Versuch, einen dauerhaften Gleichgewichtszustand durch geplante Maßnahmen herbeizuführen, letztlich nur bei grundsätzlicher Änderung der Wert- und Zielvorstellungen des Einzelnen, der Völker und auf der Weltebene von Erfolg gekrönt sein wird.“

 

Information:

„Es braucht eine grundsätzliche Änderung der Wertvorstellungen des Einzelnen“

IM GESPRÄCH: Prof. Dr. Marina Fischer-Kowalski, Institut für Soziale Ökologie, Wien.

 

WANN: Montag, 5. März 2012, 17.00 Uhr

WO: Universität Salzburg, Hörsaal 230,

Kapitelgasse 4, 5020 Salzburg

 

Anmeldung mit Angabe der Personenzahl unter:

www.uni-salzburg.at/salzburgervorlesungen oder unter Tel: +43 662 8044-2438