31.07.2014

NEUE PROFESSUREN AN DER UNIVERSITÄT SALZBURG

Birgit Bütow ist seit Oktober 2013 Universitätsprofessorin am Fachbereich Erziehungswissenschaft und dort für den Bereich Sozialpädagogik, Beratung und Intervention zuständig. Im Sommersemster 2012 wurde Stephan Kirste als Universitätsprofessor für Rechts- und Sozialphilosophie an die Rechtswissenschaftliche Fakultät berufen.

Im Sommersemster 2012 wurde Stephan Kirste als Universitätsprofessor für Rechts- und Sozialphilosophie an die Rechtswissenschaftliche Fakultät berufen. Er geht grundlegenden Fragen der Rechtswissenschaft nach wie etwa: Was ist eigentlich Recht und wie unterscheidet es sich von Moral und Sitte? Was ist Gerechtigkeit? Ist die Jurisprudenz eine Wissenschaft? Die eingehende und kontroverse Diskussion möglicher Antworten auf diese Fragen mit den Studierenden sind ihm wichtig. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem: Die Geschichte der Rechtsphilosophie, „Recht und Zeit“ (z.B. rechtliche Vergangenheitsbewältigung), die Problematik der staatlichen Bevormundung des Einzelnen, Menschenrechte oder Medizinethik.

1997 wurde Prof. Kirste von der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg promoviert, nachdem er Rechtswissenschaften, Neuere und Neueste Geschichte sowie Philosophie studiert hatte. 2004 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg im öffentlichen Recht, der Rechtsphilosophie, der Verfassungsgeschichte und der Rechtssoziologie.

Bevor Kirste nach Salzburg kam, war er u.a. als Dekan der juristischen Fakultät der deutschsprachigen Andrássy Universität in Budapest und als Professor für Öffentliches Recht und Europarecht tätig. Er war und ist Gastprofessor in den USA und in Brasilien. Kirste gab zahlreiche Bücher heraus und ist Mitglied in Beiräten wissenschaftlicher Zeitschriften im In- und Ausland.

Foto: Stephan Kirste | © Kolarik/LEO

   

Birgit Bütow ist seit Oktober 2013 Universitätsprofessorin am Fachbereich Erziehungswissenschaft und dort für den Bereich Sozialpädagogik, Beratung und Intervention zuständig. Ihre Aufgaben – neben Forschung und Lehre – sind insbesondere der Aufbau eines neuen fachlichen Profils im Bereich der Sozialpädagogik. Dabei gilt es fachliche Netzwerke zu den beiden anderen österreichischen Lehrstühlen für Sozialpädagogik in Klagenfurt und Graz herzustellen, sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Um das neue fachliche Profil von Sozialpädagogik vorzustellen, läuft derzeit die Vortragsreihe „Bildung als soziale Frage des 21. Jahrhunderts“. 

Birgit Bütow hat Soziologie in Leipzig studiert und im Bereich der Hochschulforschung promoviert. Im Anschluss war sie am Deutschen Jugendinstitut München beschäftigt. Parallel dazu  war Bütow ehrenamtlich in Bildungs- und Forschungsprojekten tätig. 1994 wurde sie als Professorin für Soziale Arbeit an die Fachhochschule Jena berufen. Darüber hinaus war Bütow einige Jahre Vorsitzende von Pro Familia Thüringen. Im Jahr 2005 habilitierte sie sich an der TU Dresden und erhielt die Venia für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik. Es folgten einige Gastaufenthalte in an Europäischen Hochschulen, zuletzt von 2011 bis 2012 als Gastprofessorin an der Universität Zürich.

Portrait Uni Nachrichten Birgit Bütow  Foto: Andreas Kolarik/Leo 22.05.2014 Birgit Bütow
Foto: Portrait Uni Nachrichten Birgit Bütow | © Andreas Kolarik/Leo