06.02.2015

18. INTERNATIONALES RECHTSINFORMATIK SYMPOSION

Die Tagung findet vom 26. bis 28. Februar in den Räumen der Rechtwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg (HS 206 – HS 213) statt.

Das Internationale Rechtsinformatik Symposion IRIS wird 2015 bereits zum 18. Mal abgehalten und hat sich als größte und bedeutendste wissenschaftliche Tagung in Österreich und Mitteleuropa auf dem Gebiet der Rechtsinformatik einen festen Platz erobert. Nähere Informationen finden Sie unter  http://www.univie.ac.at/RI/IRIS15/.

Der Schwerpunkt der Tagung liegt im Informationsaustausch der führenden österreichischen aber auch internationalen Rechtsinformatiker/innen über die rechtsdogmatischen, technischen, wirtschaftlichen, sozialen und philosophischen Fragestellungen des Rechts in der Wissensgesellschaft. Die nächste Tagung steht unter dem Generalthema Kooperation. Demokratische Rechtssysteme bedürfen der Kooperation zwischen dem Volk (von dem das Recht ausgeht), den Stakeholdern, der Regierung als auch den juristischen Dienstleistern. Die Informations- und Wissensgesellschaft mit dem Streben nach digitalen Grundrechten erfordert hier grundlegendes Umdenken bei den Juristen. Fortschritt, mehr Effizienz, weniger Kosten wird zu einem wesentlichen Ziel der Jurisprudenz im 21. Jahrhundert. Die Entwicklung ist schleichend, aber nachhaltig und die Rechtsinformatik steht im Zentrum.

Vieles ist schon geschehen. Der erste Mehrwert der Digitalisierung war die Bereitstellung der wichtigsten Rechtstexte in einer Cloud für alle – in der Form von Rechtsinformationssystemen (wie RIS oder EUR-Lex). Die zentrale und öffentliche – als Open Data – verfügbare Cloud wird durch eine Vielzahl von privaten Clouds erweitert. Ergänzt wird dies durch Big Data: Niemals zuvor war so viel Wissen über die Welt verfügbar. Rechtsinformatik wird – wie schon seit langem die Verwaltungsinformatik – zunehmend durch kooperative computer-gestützte Kooperation dominiert.

Rechtsinformationssysteme (wie RIS oder EUR-Lex) wie auch Bürgerinformationsplattformen (wie HELP.gv.at) sind für alle nutzbar. Aber auch andere Texte werden seit langem wiederverwendet (wie beim Mahnverfahren der Justiz). In der europäischen E-Justiz werden „intelligente Formulare“ forciert; dies gilt auch für E-Government. Hier liegt ein wesentliches Potential für die (Semi-)Automatisierung. Das Rechtssystem muss leistungsfähiger und effizienter werden, um die wesentliche Rolle in der Wissens- und Netzwerkgesellschaft auch ausüben zu können.

Ein wesentliches Ziel des IRIS2015 ist es, die Wechselwirkungen der Kooperation im Recht aufzuzeigen und zweckmäßige praktische Lösungen zu findenZu diesen und zu weiteren Themengebieten, etwa Urheberrecht, Suchtechnologien oder E-Commerce, werden zahlreiche Workshops abgehalten. Die IRIS Konferenz ist bekannt für ihre interdisziplinäre Ausrichtung als auch für die Einbeziehung der Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Die Organisation liegt in den Händen der jeweiligen Rechtsinformatik-Zentren an den Universitäten Wien und Salzburg (Arbeitsgruppe Rechtsinformatik,  http://rechtsinformatik.univie.ac.at bzw. WissensNetzwerk Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt).

© RW-Fakultät/PLUS
© RW-Fakultät/PLUS