18.06.2015

ATELIER GESPRÄCH MIT SVEN-ERIC BECHTOLF

Professorin Sabine Coelsch-Foisner von der Universität Salzburg im Gespräch mit Sven-Eric Bechtolf, dem künstlerischen Direktor der Salzburger Festspiele, und Regisseur Henry Mason über Shakespeares Komödie der Irrungen.

Nach einem hinreißenden Sommernachtstraum im Jahr 2013 inszeniert Henry Mason für den diesjährigen Festspielsommer Shakespeares Komödie der Irrungen, wiederum mit eigener Übersetzung. Angelehnt an Plautus‘ Menaechmi bietet Shakespeares frühes Verwechslungsspiel um zwei Paar Zwillingsbrüder, die bei einem Schiffbruch getrennt werden, ein karnevalistisches Spektakel vom Feinsten. Es bringt vor der Folie frühmoderner Geschlechterhierarchien, kommerzieller Interessen und politischer Fehden dramaturgisch zentrale Kräfte des shakespeareschen Theaters wie Wahn, Magie und Wandel ins Spiel.  

Während Egeon die Hinrichtung droht, geraten seine Zwillingssöhne Antipholus von Ephesus und Antipholus von Syrakus samt ihren jeweiligen Dienern, den Dromios, in eine rasante Kette von Irrungen, deren Komik zugleich tiefmenschliche Sehnsüchte und Nöte anklingen lässt. Mit feinsinniger dramatischer Ironie lässt Shakespeare seine Doppelfiguren die Suche nach Identität, Kontinuität und Ganzheit neu verhandeln … und trifft mit Mason auf eine ebenso feinsinnige Regie. Vorfreude darauf soll das Atelier Gespräch vermitteln.    

23. JUNI 2015, 20.00 UhrGroße Universitätsaula, Hofstallgasse 2-4Atelier Gespräch im Vorfeld der Salzburger FestspieleUniv.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit Sven-Eric Bechtolf, dem künstlerischen Direktor der Salzburger Festspiele, und dem Regisseur Henry Mason. Mit musikalischen Erläuterungen. Programmleitung: Sabine Coelsch-Foisner  

Foto: Sven-Eric Bechtolf  | © Salzburger Festspiele / Julia Stix
Foto: Sven-Eric Bechtolf | © Salzburger Festspiele / Julia Stix