03.05.2017

HISTORISCHE BILDER MIT REALONLINE DIGITAL ERKUNDEN.

Relaunch der wichtigsten österreichischen Bilddatenbank zum Kulturerbe des Mittelalters und frühen Neuzeit.

REALonline – die Bilddatenbank des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) der Universität Salzburg – macht das visuelle Kulturerbe aus Österreich und aus Regionen Mitteleuropas via Internet für alle verfügbar. Die neue Version von REALonline ist das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen den Geistes-, Kultur- und Informationswissenschaften und geht am 10. Mai mit neu gestaltetem User-Interface, mit vielen nützlichen Features und anschaulichen Visualisierungen online.

Seit über 45 Jahren fotografieren MitarbeiterInnen des Instituts für Realienkunde (IMAREAL) visuelle Medien – vorwiegend des 12. bis 16. Jahrhunderts – in Museen, Sammlungen, Kirchen und Bibliotheken. Die wissenschaftliche Erschließung und strukturierte Erfassung aller im Bild dargestellten Elemente in REALonline ist das wichtigste Langzeitprojekt des IMAREAL, das seinen Sitz in Krems an der Donau hat und zur Universität Salzburg gehört. Mittlerweile ist die Anzahl der Dokumente in der Bilddatenbank bereits auf ca. 22.500 angewachsen; laufend kommen neue dazu. In den 15 Jahren, in denen REALonline bereits frei im Internet zugänglich ist, haben sich die Webtechnologien und damit auch die Möglichkeiten der Datennutzung im Internet sehr verändert. Daher wurde die Datenbank in ein neues Design überführt und mit einer Vielzahl neuer Funktionen ausgestattet.

Historische Bilder digital erkunden

„Das Herausragende an REALonline ist die im Vergleich zu anderen Bilddatenbanken äußerst detaillierte Erschließung der vielen Elemente jedes einzelnen Bildes“, erklärt Ingrid Matschinegg, die am IMAREAL den Relaunch der Datenbank betreut. Alle dargestellten Personen, Dinge, Tiere, Pflanzen und Landschaften werden als textuelle Informationen zu jedem einzelnen Bild erfasst und mit weiteren Begriffen angereichert, so z.B. die Maserung eines Holzbalkens, die Gestik eines Bettlers oder auch Form und Farben von Elementen. Daraus resultiert ein vielfältiger Datenpool mit über einer Million Informationen zu dargestellten Bildelementen, die systematisch gefiltert und durchsucht werden können.

Die neue Version von REALonline bietet eine breite Palette an Filtermöglichkeiten. NutzerInnen können über die Volltextsuche einsteigen, aber auch flexibel Einträge aus gut strukturierten Suchfacetten kombinieren und damit den Suchprozess zielgenau steuern. Eine Thesaurussuche lädt ein, durch die Bilddatenbank zu browsen und so die historischen Bildwelten zu erkunden.  Ein Geo-Browser hilft beim Recherchieren nach Standorten und kann auch für die Planung des nächsten Kulturtrips eingesetzt werden.

Visualisierte Daten, getaggte und zoombare Bilder, eigene Sammlungen

Vom Fingerring der Hl. Katharina bis zum Wappen an einem Zelt – die detaillierte Erfassung der Bildelemente, ihrer Beziehungen und Kontexte, erfordert adäquate Datenmodelle. „In REALonline wurden daher Graphtechnologien eingesetzt, um die vielfältigen Beziehungen zu visualisieren und – im Rahmen erweiterter Suchfunktionen – flexibel abfragbar zu machen“, konkretisiert Isabella Nicka, die maßgeblich an der Weiterentwicklung der Bilddatenbank mitarbeitet.

Um selbst winzige Details auf einem Bild identifizierbar zu machen, bietet REALonline zwei Features: stufenloses Zoomen oder eine Ansicht mit getaggten Inhalten durch Markierungen am digitalen Bild. Darüber hinaus bietet die neue Version auf myREALonline die Möglichkeit, eigene Sammlungen anzulegen.

REALonline wird am 10. Mai 2017 freigeschaltet:  http://realonline.imareal.sbg.ac.at

Die Datenbank wird am Mittwoch, 10. Mai um 18.30 Uhr im Prunkstall der Österreichischen Galerie Belvedere,  Unteres Belvedere, Rennweg 6, präsentiert. Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht, für VertreterInnen der Presse sind jedoch Plätze reserviert. Wir ersuchen um Anmeldung unter sekretariat.imareal(at)sbg.ac.at.

Eine weitere Präsentation findet am 19. Mai um 17 Uhr im Pegasuszimmer im Schloss Mirabell in Salzburg statt.

Wissenschaftliche Kontakte:
Dr.in Ingrid Matschinegg
Tel.: 0662-8044/4982
Mobil: 0699-19570112

Mag.a Isabella Nicka
Tel.: 0662-8044/4981
Mobil: 0664-2308532

Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Universität Salzburg
Körnermarkt 13
3500 Krems an der Donau
 www.imareal.sbg.ac.at

© Institut für Realienkunde – Univ. Salzburg
Foto: Detail aus dem Babenbergerstammbaum, Stiftsmuseum Klosterneuburg, um 1490, REALonline Archivnr. 000343 | © Institut für Realienkunde – Univ. Salzburg