In Memoriam Wiltrud Topić-Matutin (geb. Mersmann)

Geboren am 21. Februar 1919 in Berlin, studierte sie ab 1941 in Wien und wurde dort 1944 mit einer Arbeit über mittelalterliche Fensterrosen promoviert. Nach der Flucht aus Berlin arbeitete sie 1946–1949 als Kuratorin am Central Art Collecting Point in München und danach freiberuflich im Rheinland, bis sie 1963 nach Salzburg übersiedelte. Seit 1970 war sie Mitglied des Lehrkörpers des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Salzburg, wo sie 1976 habilitiert wurde und 1983 den Berufstitel A.o. Univ.-Prof. erhielt. Obwohl keine Lehrstuhlinhaberin, leistete sie doch aufgrund ihres großen Engagements entsprechende Arbeit. Ihre grundlegenden Publikationen behandelten vor allem Kunsthandwerk des gesamten Mittelalters und ikonographische Probleme. Diese Forschung führte sie bis vor wenigen Jahren fort. Sie war eine international bekannte Kunsthistorikerin und eine hervorragende Hochschullehrerin. Noch bis weit über ihre Pensionierung hinaus betreute sie Dissertanten und Dissertantinnen. Wir sind sehr dankbar, sie in unserer Mitte gehabt zu haben.

Sie ist am 24. Juli 2022 im 104. Lebensjahr verstorben.

Mit Professor Topić-Matutin verlieren die Universität Salzburg und die Fachöffentlichkeit eine beliebte, hochgeschätzte Universitätslehrerin und Wissenschaftlerin. Die Universität Salzburg wird sie stets ehrenvoll in Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt ihrem Lebensgefährten.