Forschungsschwerpunkte

  • Chanson und weltliche Mehrstimmigkeit zwischen 15. und 16. Jahrhundert
  • Frühe venezianische Oper und italienische Literatur des 17. Jahrhunderts
  • Musik und Magie in der Frühen Neuzeit, insbesondere im Werk von Giordano Bruno (1548-1600)

Vita

Einer der Hauptschwerpunkte meiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist die franko-flämische Mehrstimmigkeit des 15./16. Jahrhunderts, mit einem besonderen Interesse für eine historisch gegründete Musikanalyse. Ein weiterer Schwerpunkt bilden die Beziehungen zwischen den frühen venezianischen Opernlibretti und der Literatur von Mitgliedern der Accademia degli Incogniti (1637 bis ca. 1660). In diesem Bezug leite ich seit dem 01.05.2019 das vom FWF (Fonds für Wissenschaft und Forschung) finanzierte Projekt „Frühe venezianische Oper und Literatur der Incogniti“.

Zwischen 2014 und 2018 habe ich das FWF-Projekt „Anleihe und Zitat monophoner Melodien in weltlicher und geistlicher Mehrstimmigkeit um 1500“ geleitet, eine Fortsetzung des von Prof. Dr. Andrea Lindmayr-Brandl geleiteten FWF-Projektes „Anleihe und Zitat monophoner Melodien im Lied um 1500“. Aus beiden Projekten ist die Datenbank  http://chansonmelodies.sbg.ac.at entstanden, die Transkriptionen mit Varianten und Konkordanzen sämtlicher Melodien und deren Texte darbietet. Die zwei chansons-Projekte umfassen insgesamt ein Repertoire von hunderten von chansons und Messen, denen einstimmige französische Lieder als Vorlagen dienen. Der berücksichtigte Zeitabschnitt reicht von den Loiretal chansonniers der 1470er bis zu den deutschen Drucken der späten 1540er Jahre. Eines der Hauptergebnisse dieser zweiten Phase des Forschungsprojekts ist eine Monografie über den Chansonnier de Bayeux (F-Pn, f. fr. 9346), derzeit in Vorbereitung.

Ein weiteres Forschungsinteresse bildet die Untersuchung der Verbindungen zwischen Musik und „magischer“ Philosophie in der Renaissance. In diesem Bereich habe ich schon einen Aufsatz über musikalische Aspekte in der Philosophie Giordano Brunos veröffentlicht (Archiv für Musikwissenschaft, 2015/2) und ein weiterer steht bevor.

Jahrelange Erfahrung in der Universitätslehre (in Oxford, London, Salzburg, Wien, Basel, Bologna und Saarbrücken) mit Schwerpunkten auf dem weltlichen Repertoire des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance, auf der Musikanalyse und auf der italienischen Oper. Ferner, erfolgreiche Absolvierung des „Internen Lehrgangs zur Hochschuldidaktik“ der PLUS im Jahr 2011/2. Und, last but not least, bin ich ein leidenschaftlicher Altist, mit Singerfahrung in verschiedenen Chören und Ensembles in Italien, England, Norwegen und Österreich.

 

Lebenslauf_Bosi

Publikationenverzeichnis_Bosi

Datenbank

Das vom FWF geförderte Forschungsprojekt „Anleihe und Zitat monophoner Melodien im Lied um 1500“ (Projektleiterin: Univ.Prof. Dr. Andrea Lindmayr-Brandl, Projektmitarbeiter Dr. Carlo Bosi) verfügt jetzt über eine eigene  Datenbank

 

Aktuelles Forschungsprojekt:
Frühe venezianische Oper und die Literatur der Incogniti (Early Venetian Opera and Incogniti Literature)
Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschung (FWF, Projekt Nr. 31859-G)
Projektzeitraum: 1.5.2019 bis 30.9.2023