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KUNST und LITERATUR der Hoffnung und Stagnation 1946 – 1956

Der Fachbereich Slawistik und das Russlandzentrum der Universität Salzburg laden Sie herzlich zur Ausstellung „KUNST und LITERATUR der Hoffnung und Stagnation 1946 – 1956″ ein.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die 2019 in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi präsentiert wurde, steht das sowjetische Kulturleben der Jahre 1946 bis 1956 und damit eine der schwierigsten und widersprüchlichsten Perioden der gesamten Sowjetzeit.

Nach kulturpolitischen Lockerungen in den Kriegsjahren wird dem Formalismus in Literatur, Malerei, Theater und Musik erneut der Kampf angesagt. Es gibt die Fassade der offiziellen Rituale und Zeremonien, die Verleihung der Stalinpreise, patriotische Filme und eine Vielzahl von schablonenhaften, formal eintönigen Werken. Gleichzeitig werden in den Jahren 1946-1948 Resolutionen erlassen, die die Kulturschaffenden hart treffen. Viele verlieren die Möglichkeit zu arbeiten, Schriftsteller wenden sich dem Übersetzen zu oder schreiben „für die Schublade“ ohne Aussicht auf eine Veröffentlichung ihrer Werke.

Die Ausstellung nähert sich dieser Zeit am Beispiel von Kulturschaffenden aus Literatur, Musik, Film und Theater an. Sie gibt einen Einblick in Einzelschicksale, die in der Ausstellung vor dem Hintergrund der „zeremoniellen“ offiziellen Kultur präsentiert werden. Dabei handelt es sich um Menschen, die weiterhin künstlerisch tätig sind und zu überleben versuchen, ohne sich selbst zu verlieren: Anna Achmatova und Boris Pasternak, Michail Zoščenko und Aleksandr Fadeev, Vano Muradeli, Sergej Prokof’ev und Dmitrij Šostakovič, Sergej Eisenstein und Aleksandr Tairov, Aram Chačaturjan und Solomon Michoėls.

Ergänzt werden die Porträts durch eine „Zeitleiste“, die die wichtigsten Ereignisse des kulturellen und gesellschaftspolitischen Lebens vor Augen führt. Für die Präsentation der Ausstellung in Österreich wurde die innerrussische Perspektive um einige wenige kulturelle und gesellschaftliche Schlaglichter auf die österreichische Besatzungszeit ergänzt.

Die Ausstellung wurde vom Staatlichen Literaturmuseum Moskau kuratiert und ausgeführt. In Kooperation mit dem Russlandzentrum Innsbruck und mit Unterstützung des Russischen Generalkonsulats Salzburg wurde die Ausstellung ins Deutsche übersetzt und nach Österreich gebracht.

Besucht werden kann die Ausstellung ab sofort bis 18. März 2022 zu den Öffnungszeiten des UNIPARKs Mo bis Fr 9.00-18.00 unter Einhaltung der aktuellen Covid-19-Richtlinien der Universität (derzeit 2,5 G). Sie befindet sich auf der Galerie im ersten Stock des Uniparks.  

Informationen und Bildimpressionen zur Ausstellung (PDF)
Einladungskarte (PDF)

Bild

Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Hausbacher

Professorin für slawistische Literatur- und Kulturwissenschaft, Leiterin des Russlandzentrums

E-Mail an Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Hausbacher

Foto: © Universität Salzburg. PLUS | Russlandzentrum