SpraKuS

Sprachliches und kulturelles Lernen im Salzburg Museum. Wege zur Partizipation

Foto Ausstellung Salzburg einzigartig

Foto: © Salzburg Museum

Projektbeschreibung

Außerschulische bzw. informelle Lernorte gewinnen aufgrund ihrer vielfältigen Potenziale für nachhaltige Lernerfahrungen in allen Bildungsbereichen zunehmend an Bedeutung. Gerade Museen bieten zahlreiche Möglichkeiten für handlungsorientierten Unterricht, in dem Teilnehmer*innen nicht nur ihre sprachlichen und (inter-)kulturellen Kompetenzen erweitern, sondern Museen auch als Orte der Begegnung und des Austauschs erfahren können.

Das Projekt SpraKuS (Sprachliches und kulturelles Lernen im Salzburg Museum. Wege zur Partizipation) setzt auf Möglichkeiten, das Museum als Lernort für sprachliches und kulturelles Lernen zu nutzen: zum einen in Form eines Kurses, der über ein Semester im Salzburg Museum begleitend zur Ausstellung „Salzburg einzigartig. Geschichte(n) aus Stadt und Land“ (seit Februar 2022) angeboten wird; zum anderen in Form einzelner Module, die nach Bedarf für interessierte Gruppen vom Salzburg Museum angeboten werden können, und zwar unabhängig von thematischen Ausstellungen. 


Projektziele

Die Module konzentrieren sich auf drei sehr bekannte und historisch relevante Orte (Festung, Glockenspiel, Panorama Museum) und können insbesondere in bestehenden Lernendengruppen für Exkursionen genutzt werden, beispielsweise in Sprach- und Integrationskursen, in der ehrenamtlichen Spracharbeit oder im Rahmen der Lernbegleitung für jugendliche Lernende. Sie ermöglichen diesen diversen Zielgruppen Lernerfahrungen in Umgebungen, in denen fachliches, sprachliches und kulturelles Lernen authentisch verknüpft sind. Diese Lernerfahrungen sollen in erster Linie sensibilisieren, helfen, Schwellenängste abzubauen und als „Türöffner“ für die aktive Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt Salzburg dienen.

Der Sprachkurs, der an die Ausstellung „Salzburg einzigartig. Geschichte(n) aus Stadt und Land“ gebunden ist, ermöglicht durch das Angebot über ein Semester hinweg und durch die enge Verknüpfung mit geschichtlichen und kulturellen Themen besonders nachhaltige und umfassende Lernerfahrungen. Die Ausstellung „Salzburg einzigartig“ behandelt zentrale Themen der Salzburger Geschichte. Im Zentrum jedes Ausstellungsraums stehen ein Leitobjekt und seine Verortung in Zeit und Raum. Rund um dieses Leitobjekt werden verschiedene Erzählperspektiven thematisiert. Die Raumtexte zu dieser Ausstellung werden, wie bereits in früheren Ausstellungen, auch in Leichter Sprache (auf Niveau A2 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen) verfügbar sein. 

Das Sprachenzentrum der Universität Salzburg gestaltet das Konzept und die Materialien für die Lerneinheiten und den Sprachkurs. Zusätzlich wird ein Lehrendenleitfaden mit didaktisch-methodischen Tipps für die Umsetzung erstellt. 

Zielgruppe sind erwachsene bzw. jugendliche Lernende von Deutsch als Zweitsprache. Im Kurs/In den Lerneinheiten werden neben sprachlichen Kompetenzen insbesondere übergeordnete Kompetenzen vermittelt, die die Autonomie der Lernenden stärken und die Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen ermöglichen sollen: Kompetenzen für den Umgang mit (schriftlichen) Texten, allgemeine Lern- und Kommunikationsstrategien sowie interkulturelle und reflexive diskursive Kompetenzen für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Kultur/en und Geschichte/n.

Das Sprachenzentrum ist außerdem verantwortlich für die begleitende empirische Forschung.

Das Projekt ist das Nachfolgeprojekt zum sehr erfolgreichen Projekt „Erzähl mir, Salzburg. Deutsch im Museum„, Teilprojekt von „Sag es einfach. Sag es laut. Leichte Sprache im Museum“.


Projektteam

  • Margareta Strasser: Leitung und Koordination, Konzeption
  • Mitarbeiter*innen Sprachenzentrum:
    • Denis Weger (drittmittelfinanziert): Konzeption, Materialerstellung
    • Theresa Bogensperger: Materialerstellung
    • Maria Zauner: Materialerstellung
  • Salzburg Museum:
    • Nadja Al Masri-Gutternig: Projektleitung Salzburg Museum
    • Florian Bauer: Kursleitung Salzburg Museum

Förderung

Das Projekt wird vom Land Salzburg und vom Salzburg Museum gefördert.

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