KATHARINAfeier 2021


frauen.macht.kirche.

Die KATHARINAfeier 2021 an der katholisch-theologischen
Fakultät Salzburg stellt die Machtfrage ‑ ONLINE!

Mit dem Entschluss zum sog. „Synodalen Weg“ hat eine Mehrheit der deutschen Bischöfe den dringenden Bedarf nach einer Teilhabe an der Macht für alle Gläubigen, insbesondere für Frauen, eingeräumt. Wohin führt eine neue Auffassung von Macht und der strukturelle Reformbedarf die katholische Kirche in Deutschland und Österreich?

Nach einer corona-bedingten Aussetzung der KATHARINAfeier im vergangenen Jahr finden wir: Das Thema ist zu wichtig, um es erneut zu verschieben! Wir laden ein zu Online-Vortrag samt Diskussion! Wir bitten um Anmeldung – zwei Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie per Mail die Zugangsdaten.

Hauptvortragende:
Dr.in Claudia Lücking-Michel
Katholische Theologin und Politikerin, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und eine der Hauptverantwortlichen des „Synodalen Wegs“

Kommentatorin:
Mag.a Angelika Ritter-Grepl
Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs

Termin: 29. April 2021
19:00 Uhr: Vortrag und Replik
anschließend Diskussion

Information zur KATHARINAfeier
Vorbereitet wird die KATHARINAfeier alljährlich von Studentinnen, Mitarbeiterinnen und Professorinnen der Theologischen Fakultät gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung der Erzdiözese Salzburg. Seit 1990 wird feministische Theologie so an der Universität Salzburg sichtbar gemacht und immer wieder neu gedacht. Die Veranstaltung findet als Kooperation von Universität Salzburg und verschiedenen Frauenorganisationen in Stadt und Land Salzburg statt.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Angelika Walser
Fachbereich Praktische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Moraltheologie und spirituelle Theologie
Universitätsplatz 1
Tel. +43/(0)662/8044-2676

Anmeldung:
Elisabeth Kendlbacher
Universität Salzburg
Universitätsplatz 1
5020 Salzburg
Tel. +43/(0)662/8044-2523

Plakat

Hier können Sie die KATHARINAfeier nachhören:


 

Die 1980er Jahre waren die Geburtsjahre der feministischen Theologie in Österreich. Studentinnen beschäftigten sich in Lesekreisen mit den Büchern von Elisabeth Schüssler-Fiorenza und anderen Müttern der Feministischen Theologie. 1984 wurde Herlinde Pissarek-Hudelist in Innsbruck als erste Frau auf einen (katholisch-)theologischen Lehrstuhl berufen. Das Österreichische Frauenforum Feministische Theologie wurde 1986 als Netzwerk für religiös und feministisch interessierte Frauen gegründet.

Auch an der theologischen Fakultät in Salzburg rumorte es. Einige Studentinnen wollten feministische Theologie auch an ihrer Fakultät. Zumindest einmal als Gastvortragende. Zum Beispiel bei der traditionellen Thomasfeier an der Fakultät, bei der sie ihren Patron und den Kirchenlehrer mit einem wissenschaftlichen Vortrag und einem Gottesdienst ehrte. Doch auch noch 1989 wollte die Fakultät keine Frau als Rednerin einladen. Die Studentinnen kreierten im Jahr darauf die Katharinafeier, im Andenken an die im Jahr 1972 (als erste Frau) zur Kirchenlehrerin erhobenen Katharina von Siena. Sie feierten eine von Frauen gestaltete und geleitete Liturgie; den Vortrag hielt Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz über Katharina von Siena. Mit wenigen Unterbrechungen gab es seither die Katharinafeier alljährlich im Sommersemester.

Nähere Informationen zu Katharina von Siena:

 http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Katharina_von_Siena.htm

 http://www.bautz.de/bbkl/k/Katharina_v_si.shtml.