Tagungen am Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen

 

Provokation Religion

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Grafik: © PLUS/H. Kunstmann

Tagung am 24. und 25. März 2022 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Universitätsplatz 1, Salzburg, HS 101 (EG)

Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter:  https://veranstaltungen.plus.ac.at

Religion provoziert – durch (junge) Menschen, die ernsthaft einer religiösen Orientierung folgen; durch die Präsenz religiöser Symbole in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit; durch die Prägung der Politik, wie dies gegenwärtig etwa durch die russisch-orthodoxe Kirche, sunnitische und schiitische Formen des Islam, neopentekostale Strömungen in Westafrika und Südamerika oder Vertreter der Hindutva-Bewegung in Indien erfolgt; und nicht zuletzt durch das erstaunliche Interesse an Spiritualität und neuen religiösen Bewegungen in westlichen Gesellschaften. Auch wenn die Säkularisierungstheorie möglicherweise mehr Erklärungskraft aufweist, als ihr vom Konzept einer „Wiederkehr der Religion“ zugestanden wird – von einer monokausalen, irreversiblen und evolutionistisch konzipierten Dynamik von Säkularisierung kann heute keine Rede mehr sein, wie dies etwa José Casanova durch seinen Verweis auf die Relevanz der „Public Religions“ (1994) oder Jürgen Habermas durch seine Diagnose einer „postsäkularen Gesellschaft“ (2001) verdeutlichten.

Dieser politischen, kulturellen und intellektuellen Provokation, die „Religion“ darstellt, will das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen durch eine interdisziplinäre Tagung nachgehen und sich vor allem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Wie ist Religionsforschung an einer Universität im Spannungsfeld zwischen säkularistischer Verdrängung, neokonservativer Instrumentalisierung und medialer Inszenierung von „Religion“ zu positionieren?
  • Welche Dimensionen gelebter Religion bzw. welche Wechselwirkungen zwischen Religion(en) und gegenwärtiger Gesellschaft können von einem interkulturell-theologischen und einem empirisch-religionswissenschaftlichen Zugang erforscht werden?
  • Welche Zugänge, Analysen und Erkenntnisse bringen Religious Studies und Interkulturelle Theologie in die interdisziplinäre Arbeit der Universität Salzburg ein?
  • Welches Potential liegt in der „Provokation Religion“, und auf welche Gefahren ist im Spannungsfeld „Religion und Gesellschaft“ hinzuweisen?
  • Plakat
  • flyer
  •  Fotos: © Orinta Z. Rötting