Gender, Diversity, and Equality – Major-Minor-Bachelor: Interdisziplinäre Kompetenzerweiterung

Eckdaten

Fakultät

Interfakultäre Studien

Akademischer Grad

Der akademische Grad wird im gewählten Major-Fach erworben

Vorgesehene Studiendauer

Kompetenzerweiterungen werden im Rahmen eines Major-Minor-Bachelorstudiums mit einer vorgesehenen Studiendauer von sechs Semestern absolviert

Unterrichtssprache

Deutsch, Englisch

Studienbeginn

Sommersemester, Wintersemester

Zusätzliches Studienfach für Abschluss erforderlich

Ja

Bewerbungsfristen und Termine

Für Österreicher*innen und EU/EWR-Bürger*innen

Für Nicht-EU-Bürger*innen

Curriculum

Voraussetzung und Bewerbung

Details

  • Mit welchen Themen beschäftigt sich das Studium?

    Die Kompetenzerweiterung Gender, Diversity and Equality vermittelt interdisziplinäre und forschungsgeleitete Kenntnisse zu Geschlechterverhältnissen, Diversität und Gleichstellung in historischen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, ökonomischen, religiösen, kulturellen, künstlerischen und medialen, naturwissenschaftlichen und lebenswissenschaftlichen Kontexten. Sie trägt zudem zur Förderung demokratischer Kompetenzen, insbesondere im Hinblick auf Teilhabe, Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit, bei. Auf Basis forschungsgeleiteter Lehre aus den Digital-, Gesellschafts-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, den Natur- und Lebenswissenschaften sowie der Theologie fördert das Gender, Diversity and Equality-Angebot eine kritische, analytische und reflexive Auseinandersetzung mit Geschlechterunterschieden, -verhältnissen, -identitäten und -rollenbildern. Dabei werden intersektionelle Bezüge zu weiteren Struktur- und Ungleichheitskategorien wie Klasse, Ethnizität, Alter, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung, Behinderung sowie Digitalisierung systematisch berücksichtigt.

  • Welche Besonderheiten bietet das Studium in Salzburg?

    Die Salzburger Kompetenzerweiterung zeichnet sich durch ihren stark interdisziplinären und interfakultären Charakter aus. Sie verknüpft theoretische Grundlagen eng mit anwendungs- und praxisorientierten Zugängen sowie einer fundierten Ausbildung in qualitativen, quantitativen, computergestützten und künstlerischen Methoden der Geschlechter- und Diversitätsforschung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von methodischen Kompetenzen zur intersektionellen Analyse komplexer sozialer Ungleichheitsverhältnisse und der kritischen Reflexion von Daten, Methoden und potenziellen Biases in Forschung und Praxis. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, im dritten Modul ein vierwöchiges, forschungsbezogenes Praktikum durch aktive Mitwirkung an universitären Forschungsvorhaben im Bereich Gender, Diversity, Equality zu absolvieren. Zudem bietet das Curriculum innovative und erfahrungsorientierte Lehrformate, wie beispielsweise geschlechterbezogene Kurse mit Elementen aus Theater und Debatten.

  • Wie ist das Studium aufgebaut?

    Die Kompetenzerweiterung ist klar modular aufgebaut und verbindet theoretische und historische Grundlagen der Geschlechterforschung, methodische Kompetenzen intersektioneller Forschung sowie anwendungs- und praxisorientierte Zugänge mit vertiefenden thematischen Schwerpunkten:
    Modul 1: Einführung in die Geschlechterforschung (6 ECTS-Anrechnungspunkte): theoretische Grundlagen der Geschlechterforschung sowie historische und politische Perspektiven
    Modul 2: Vertiefende Geschlechterforschung (12 ECTS-Anrechnungspunkte): vertiefende thematische Schwerpunkte in ausgewählten Themenbereichen
    Modul 3: Angewandte Geschlechterforschung (6 ECTS-Anrechnungspunkte): methodische Kompetenzen intersektioneller Forschung und anwendungsorientierte Zugänge.

    Das Modul 1 (6 ECTS-Anrechnungspunkte) vermittelt grundlegende theoretische, historische und interdisziplinäre Zugänge der Geschlechterforschung und schafft ein gemeinsames Begriffs- und Theorienverständnis zu Gender, Macht, Ungleichheit und Diversität in gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten.
    Das Modul 2 (12 ECTS-Anrechnungspunkte) ermöglicht eine individuelle Vertiefung in zwei thematischen Schwerpunkten und adressiert zentrale Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Recht, Medien, Kultur, Religion und Ethik, Bildung, Organisationen und Arbeitswelt, Digitalisierung und Gleichstellung sowie Natur-, Gesundheits- und Umweltkontexten. Es fördert interdisziplinäre Analysekompetenz und eine profilbildende Schwerpunktsetzung.
    Das Modul 3 (6 ECTS-Anrechnungspunkte) fokussiert auf methodische Kompetenzen der intersektionellen Geschlechter- und Diversitätsforschung sowie auf den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in praxis- und forschungsbezogene Anwendungsfelder.

  • Ist ein Auslandsaufenthalt vorgesehen?

    Ein Auslandsaufenthalt ist nicht verpflichtend vorgeschrieben. Allerdings ist die wissenschaftliche Ausbildung gezielt auf eine internationale Anschlussfähigkeit ausgelegt (unter anderem durch englischsprachige Lehrveranstaltungsangebote und internationale Kooperationen).

  • Was sollte ich sonst noch wissen?

    Diese Kompetenzerweiterung bietet die Möglichkeit, ein Major-Fach um ein hochaktuelles interdisziplinäres Profil zu ergänzen. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen werden fundierte Analysekompetenzen und Methodenkompetenzen vermittelt, die in modernen Arbeitswelten wie dem Diversitätsmanagement, in NGOs, der öffentlichen Verwaltung oder der Personalentwicklung verstärkt nachgefragt werden. Das Curriculum zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus: Es können individuelle thematische Schwerpunkte gewählt werden, wie zum Beispiel in den Bereichen Digitalisierung, Medien, Wirtschaft, Recht oder Naturwissenschaften, und theoretische Inhalte im Rahmen eines forschungsgeleiteten Praktikums direkt angewendet werden. In den Lehrveranstaltungen wird großer Wert auf ein inklusives diskriminierungssensibles und reflexives Lernumfeld gelegt, das den interdisziplinären Austausch und die gemeinsame Diskussion fördert.

Nach dem Studium

  • Berufsperspektiven

    Die Kompetenzerweiterung reagiert auf den stark wachsenden Bedarf an fundierter Gender- und Diversitätskompetenz am Arbeitsmarkt. In Kombination mit einem Major-Fach bereitet das Studium auf Führungs-, Gestaltungs- und Beratungsaufgaben in einer von globalen Transformationsprozessen geprägten Arbeitswelt vor. Absolvent*innen stehen vielseitige Berufsfelder offen, darunter das Gleichstellungs- und Diversitätsmanagement, die Personal- und Organisationsentwicklung, die öffentliche Verwaltung und Politikberatung, Tätigkeiten in NGOs und internationalen Interessenvertretungen sowie Arbeitsfelder im Bildungs- und Mediensektor, im Kulturmanagement, der Unternehmensberatung (Nachhaltigkeit und Compliance) oder im Wissenschaftsmanagement.

  • Weiterführende Studien

    Da es sich um eine Kompetenzerweiterung (24 ECTS) im Rahmen des Bachelorstudiums handelt, qualifiziert der Abschluss primär im Verbund mit dem Major-Fach für die entsprechenden konsekutiven Masterstudien der jeweiligen Fachbereiche an der Universität Salzburg. Die erworbenen interdisziplinären Kompetenzen bieten zudem eine hervorragende Basis für spezialisierte, weiterführende Master- oder Universitätslehrgänge im Bereich Gender und Diversity im In- und Ausland.