Digitales Konzilstagebuch eines bedeutenden Theologen präsentiert
Am 30. September 2026 fand an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck die Präsentation der digitalen Edition des Konzilstagebuchs von P. Josef Andreas Jungmann SJ statt. Herausgegeben wurde die Edition von Rudolf Pacik (Universität Salzburg) sowie Markus Ender und Joseph Wang-Kathrein vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv.
Josef Andreas Jungmann SJ (1889-1975) zählt neben Karl Rahner zu den bedeutendsten katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Der aus Südtirol stammende Liturgiewissenschaftler prägte die liturgische Erneuerung maßgeblich und wirkte als Berater beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Sein Nachlass wird als Dauerleihgabe des Jesuitenordens im Forschungsinstitut Brenner-Archiv verwahrt und dadurch der internationalen Forschung zugänglich gemacht.
Eine besondere Verbindung besteht zur Universität Salzburg: Jungmann wurde am 9. November 1972 gemeinsam mit weiteren herausragenden Persönlichkeiten, darunter Kardinal Franz König, mit dem Ehrendoktorat der Universität Salzburg ausgezeichnet.
Mit der digitalen Edition wird eine bedeutende historische Quelle nun wissenschaftlich erschlossen und einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Für Rudolf Pacik, der von 1975 bis 2004 Mitarbeiter der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck und anschließend bis 2012 Professor für Liturgiewissenschaft und Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg war, stellt die Edition einen Höhepunkt seiner jahrzehntelangen Jungmann-Forschungen dar. Pacik gilt als ausgewiesener Experte für die liturgische Bewegung und das Werk Jungmanns.
An der Präsentation in Innsbruck nahmen der amtierende Rektor Bernhard Fügenschuh und der ehemalige Rektor Heinrich Schmidinger von der Universität Salzburg teil.
Die Online-Edition ist frei zugänglich auf jungmann-portal.net.
Hier geht’s zur Pressemeldung der Universität Innsbruck.
