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Veröffentlicht am
August 17, 2026
Letzte Aktualisierung: August 20, 2026

Investition in Nachwuchsförderung und Exzellenz in herausfordernden Zeiten

Die Universität Salzburg setzt ein starkes Zeichen für die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit einer Investition von rund 1,57 Millionen Euro werden zehn neue Prae-Doc-Stellen mit einer Laufzeit von drei Jahren in den Kollegs der Doctorate School der Universität Salzburg (DSP-Kollegs) finanziert.

„Mit dieser Initiative verfolgen wir das Ziel, die strukturierte Doktorand*innenausbildung weiter auszubauen und exzellente Forschungsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler*innen zu schaffen. Gerade in diesen finanziell herausfordernden Zeiten unterstreicht das Rektorat damit sein klares Bekenntnis zur akademischen Nachwuchsförderung. Die Förderung von Doktorand*innen ist schließlich eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Universität“, zeigt sich Rektor Bernhard Fügenschuh erfreut.

Die DSP-Kollegs sind ein zentrales Element der strukturierten Doktorand*innenausbildung an der Universität Salzburg. Sie vernetzen Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen, schaffen internationale Sichtbarkeit und bieten jungen Wissenschaftler*innen ein exzellentes Forschungsumfeld.

Kompetitives, transparentes Auswahlverfahren

Die Auswahl der geförderten Stellenkonzepte erfolgte in einem mehrstufigen, kompetitiven und transparenten Verfahren. Grundlage bildete ein vom DSP-Beirat entwickelter Kriterienkatalog. Bewertet wurden insbesondere die wissenschaftliche Exzellenz und Originalität der Vorhaben, deren Umsetzbarkeit innerhalb von drei Jahren, die Qualität der Betreuungsstrukturen, die Einbindung in bestehende Forschungsumgebungen und Teams, die Interdisziplinarität und Internationalisierung sowie der qualitative und strukturelle Mehrwert für die Weiterentwicklung der jeweiligen Doktoratskollegs.

Alle Fakultäten beteiligt: Forschung zu zentralen Zukunftsfragen

Alle eingereichten Konzepte wurden vom DSP-Beirat begutachtet und bewertet. Aus den 18 Einreichungen wurden jene zehn Vorhaben ausgewählt, die in den verschiedenen Bewertungskategorien besonders überzeugten und ein hohes wissenschaftliches sowie strategisches Entwicklungspotenzial aufweisen.

„Besonders erfreulich ist, dass sich die ausgewählten Vorhaben über fünf Fakultäten der Universität erstrecken und Nachwuchswissenschaftler*innen damit die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag zur Weiterentwicklung bestehender Forschungsfelder zu leisten, neue Themenbereiche zu erschließen und damit auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Universität Salzburg zu stärken“, betont Rektor Bernhard Fügenschuh.

Die genehmigten Projekte spiegeln damit nicht nur die außergewöhnliche thematische Bandbreite, sondern auch die interdisziplinäre Stärke der Universität wider. Von Volkswirtschaftslehre sowie Sozial- und Medizinrecht über Umwelt- und Biowissenschaften bis hin zu Psychologie, Betriebswirtschaftslehre, Human-Computer-Interaction, Chemie und Physik der Materialien, Erziehungswissenschaft, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Soziologie bearbeiten die Projekte zentrale Zukunftsfragen unserer Gesellschaft.

Die neu geschaffenen Stellen sollen dazu beitragen, herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen für Salzburg zu gewinnen und die strategischen Forschungsprofile der Universität langfristig weiterzuentwickeln.

Weitere detailliertere Informationen zu den genehmigten Prae-Doc-Stellen sowie zum Ausschreibungsverfahren finden Sie im aktuellen Mitteilungsblatt der Universität Salzburg.

Informationen zu den Kollegs der Doctorate School der Universität Salzburg sind abrufbar unter: Kollegs der Doctorate School PLUS – Universität Salzburg

Themencluster: Medizin- und Sozialrecht, Medizin, Psychologie, Gesundheit

DSP-Kolleg: Perspektiven für das österreichische Gesundheitssystem – Innovationen durch Recht und Ökonomie (PöGS)

  • Projekttitel: Teuer, Alt & Krank: Kostentreiber im österreichischen Gesundheitssystem. Demografie, Arzneimittel und Morbiditätsdynamik. Ein empirisches Dissertationsvorhaben mit Mikrodaten
  • Kollegleitung: Birgit Schrattbauer
  • Kurzfassung: Warum werden Gesundheitsleistungen immer teurer? Das Projekt untersucht die wichtigsten Ursachen steigender Gesundheitsausgaben in Österreich. Im Fokus stehen die Alterung der Bevölkerung, die Preisentwicklung von Medikamenten sowie die Frage, wie sich Krankheiten und Pflegebedarf künftig entwickeln. Ziel ist es, die tatsächlichen Kostentreiber besser zu verstehen und wissenschaftliche Grundlagen für die langfristige Finanzierung des Gesundheitssystems zu schaffen.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Biomolecules in Health and Disease (BioM)

  • Projekttitel: Erforschung von DNA-Sekundärstrukturen in Entzündungsprozessen
  • Kollegleitung: Angela Risch und Dirk Schmidt-Arras
  • Kurzfassung: Das Projekt erforscht, wie Entzündungen Veränderungen in der DNA beeinflussen und welche Rolle diese Prozesse bei der Entstehung von Krankheiten spielen. Im Mittelpunkt stehen spezielle DNA-Strukturen, die die Aktivität von Genen steuern können. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über biologische Krankheitsmechanismen zu gewinnen.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Brain, Behavior & Health (BBH)

  • Projekttitel: HappyMoves: Who profits most from physical activity? Lifestyle history, brain structure, tailored interventions in depression
  • Kollegleitung: Jens Blechert
  • Kurzfassung: Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus, allerdings nicht bei allen Menschen in gleichem Ausmaß. Im Rahmen des HappyMoves-Projekts wird der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Wohlbefinden im Alltag untersucht, mit besonderem Fokus auf individuelle Unterschiede wie Lebensstil, Bewegungsverhalten und Hirnstruktur. Ziel ist es, bestehende Datensätze neu zu analysieren und zusätzliche Daten zu erheben.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

Themencluster: Umwelt und Nachhaltigkeit

DSP-Kolleg: Dynamic Mountain Environments Vol. 2 (DynamitE)

  • Projekttitel: Critical Infrastructure Risk from Alpine Geohazards: Landslide Hazard Detection through Coupled 3D Stress Modeling and Multiscale Monitoring
  • Kollegleitung: Christoph von Hagke und Anja Hörger
  • Kurzfassung: Der Klimawandel erhöht das Risiko von Hangrutschungen und anderen alpinen Naturgefahren. Das Projekt entwickelt neue Methoden, um solche Gefahren frühzeitig zu erkennen und ihre Auswirkungen besser vorherzusagen. Ziel ist es, Risiken im Umfeld kritischer Infrastrukturen frühzeitig zu identifizieren und damit wichtige Grundlagen für Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen zu schaffen.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Organization Studies (OrgSt)

  • Projekttitel: From Environmental Evidence to Circular Action: Organizing and Designing Digitally Mediated Product and Organizational Transparency
  • Kollegleitung: Simon Oertel und Christine Vallaster
  • Kurzfassung: Unternehmen veröffentlichen zunehmend Informationen über ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsleistungen. Das Projekt untersucht, wie Unternehmen Nachhaltigkeits- und Umweltinformationen digital aufbereiten und wie diese Informationen von unterschiedlichen Anspruchsgruppen wahrgenommen und genutzt werden. Ziel ist es, Transparenz zu fördern und nachhaltige Entscheidungen zu unterstützen.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Materials+ From Hierarchical Structure to the Environment

  • Projekttitel: Origin of the low-voltage plateau in hard carbon anodes for Na-ion batteries
  • Kollegleitung: Bodo Wilts
  • Kurzfassung: Natrium-Ionen-Batterien gelten als vielversprechende Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien, da Natrium kostengünstiger und leichter verfügbar ist. Das Projekt untersucht die grundlegenden Prozesse der Natriumspeicherung in Batteriematerialien. Ziel ist es, neue Erkenntnisse für leistungsfähigere und nachhaltigere Energiespeicher zu gewinnen und damit einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

Themencluster: Demokratie, Sprachwissenschaft, Gesellschaft, KI und Social Media

DSP-Kolleg: Digital Society & Democracy (DS&D)

  • Projekttitel: Demokratievorstellungen österreichischer Bürger*innen in der digitalen Transformation
  • Kollegleitung: Thomas Steinmaurer
  • Kurzfassung: Die Digitalisierung verändert politische Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Die Dissertation widmet sich der Frage, wie Bürger*innen Ideale, Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse demokratischer Systeme in einer sich digital transformierenden Medienlandschaft wahrnehmen und bewerten. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für demokratische Einstellungen und Erwartungen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu gewinnen.

DSP-Kolleg: Human-Centered AI: From Data & Algorithms to Interfaces (HCI AI)

  • Projekttitel: Menschenzentrierte, verantwortungsvolle KI
  • Kollegleitung: Arne Bathke
  • Kurzfassung: Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend Alltag, Arbeitswelt und gesellschaftliche Entscheidungen. Das Projekt untersucht, wie KI-Systeme so entwickelt werden können, dass sie nachvollziehbar, vertrauenswürdig und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Ziel ist die Entwicklung eines interdisziplinären Frameworks für Human-Centered Responsible AI, das technische, gesellschaftliche und ethische Perspektiven miteinander verbindet.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Human Development, Learning, and Instruction in Times of Global Change

  • Projekttitel: Digitale Informationskompetenz und kognitive Verarbeitung in sozialen Medien: Die Rolle von Quellenglaubwürdigkeit, Medienformaten und Interventionen zur Förderung kritischen Denkens
  • Kollegleitung: Jörg Zumbach
  • Kurzfassung: Das Projekt verfolgt das Ziel, die Informationsverarbeitung und Glaubwürdigkeitsbewertung in sozialen Medien am Beispiel der Klimakommunikation systematisch zu untersuchen und didaktisch nutzbar zu machen. Konkret wird erforscht, wie junge Menschen digitale Inhalte bewerten, welche Rolle Influencer*innen und die Glaubwürdigkeit von Quellen dabei spielen und wie kritisches Denken gezielt gefördert werden kann.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

DSP-Kolleg: Language, Society, and Digital Life (LSDL)

  • Projekttitel: Comparative Standardology: Testing the Stratified Flow Model
  • Kollegleitung: Hartmut Stöckl und Erik Schleef
  • Kurzfassung: Sprachen verändern sich laufend, dennoch setzen sich bestimmte Sprachformen als Standard durch. Das Projekt untersucht, wie solche Standards entstehen und welche Rolle Institutionen, Medien, Technologien und die Sprachgemeinschaft dabei spielen. Ziel ist es, grundlegende Mechanismen des Sprachwandels und der Sprachentwicklung besser zu verstehen.

Mehr Informationen zum DSP-Kolleg finden Sie auf der Webseite der Doctorate School.

Studierende lernen gemeinsam in der Bibliothek

Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Michaela Rückl

Vizerektorin für Lehre und Studierende

Universität Salzburg

Kapitelgasse 6/II | 5020 Salzburg | Austria

Tel: +43 662 8044-2421

E-Mail an Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Michaela Rückl

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