Durchbruch nach 200 Jahren: Salzburger Forscherteam löst Jahrhunderte altes Rätsel planktischer Einzeller
Biomaterialien mit außergewöhnlichen Eigenschaften, wie etwa Spinnenseide, sind bislang vor allem von Tieren bekannt. Forschende der Universität Salzburg entschlüsselten nun ein überraschendes Gegenstück aus der Welt der Einzeller: Die Schalen von Tintinnen, mikroskopisch kleinen Planktonorganismen, bestehen aus selbstorganisierenden Strukturproteinen, die ein besonders widerstandsfähiges Material bilden und UV-Licht absorbieren. Damit beschreibt das Salzburger Forscherteam erstmals ein Biomaterial aus einem eukaryotischen Einzeller (Protist) und macht Tintinnen zu einem neuen Modellsystem für die künftige Entwicklung fortschrittlicher Biomaterialien. Mehr als 200 Jahre nach der Entdeckung der Tintinnen ist die Zusammensetzung ihrer Schalen nun aufgeklärt.
Universität Salzburg beim Technologie Forum Millstatt 2026
Von Sonntag, 7. Juni, bis Mittwoch, 10. Juni, fand im Kongresszentrum Millstatt (Kärnten) das Technologie Forum Millstatt statt. Wissenschaftler*innen der Universität Salzburg nutzten beim diesjährigen Technologie Forum Millstatt die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Kolleg*innen aus ganz Österreich.
Artenvielfalt auch in Städten möglich
Torben Schubert, Haus der Natur Salzburg, Erstautor der Studie und Angela Hof, Fachbereich Umwelt & Biodiversität, Abteilung Geologie und Physische Geographie und Leiterin der Arbeitsgruppe Stadt- und Landschaftsökologie, forschen im Bereich Stadtökologie zu urbaner Biodiversität und Ökosystemleistungen, Angela Hof insbesondere zu Stadtbäumen und Stadtnatur für klimaresiliente Städte.