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Veröffentlicht am
Oktober 1, 2026
Letzte Aktualisierung: Oktober 2, 2026

Politikwissenschaftlerin Dr.in Ermela Gianna startet „Forschungsjahr im Parlament“

Wie definieren Bürger*innen sowie Abgeordnete eine „gute politische Repräsentation“ – und was passiert, wenn ihre Erwartungen auseinanderdriften? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigt sich Dr.in Ermela Gianna, Postdoctoral Research Fellow am Fachbereich Politikwissenschaft (Professur für Politik & Geschlecht, Diversität & Gleichheit) der Universität Salzburg, in ihrem neu angelaufenen Forschungsprojekt „Alignment in Political Representation: Citizens and Representatives in the Austrian Parliament (ALIGN-AT)“.

Im Rahmen des renommierten Programms „Forschungsjahr im Parlament“ untersucht Dr.in Gianna, wie stark die Vorstellungen von gewählten Mandatsträger*innen und der Bevölkerung übereinstimmen und wie sich etwaige Klüfte auf das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie auswirken. Das Projekt basiert auf dem Ansatz, dass demokratische Repräsentation ein relationaler Prozess ist: Ob Vertretung als gelungen wahrgenommen wird, hängt nicht nur von Gesetzen oder institutionellen Rahmenbedingungen ab, sondern maßgeblich von einem gemeinsamen Grundverständnis über die Rolle und Aufgaben von Repräsentanz.

Das „Forschungsjahr im Parlament“ wurde 2023 von der Parlamentsdirektion ins Leben gerufen, um den Austausch zwischen Wissenschaft und parlamentarischer Arbeit gezielt zu fördern. Neben Initiativen wie der „Digitalen Bibliographie Parlamentsforschung“ und dem jährlichen „Tag der Parlamentsforschung“ bietet das Programm Forscher*innen aller Fachrichtungen die Möglichkeit, praxisrelevante und wissenschaftlich hochaktuelle Fragen direkt an der Schnittstelle zur Politik zu analysieren.

Dr.in Ermela Gianna – bis September 2026 Post-Track-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit Spezialisierung auf Demokratie, Partizipation und die Rolle von EU-Institutionen – führt damit die Reihe erfolgreicher Kooperationen fort. In ihrer postdoktoralen Arbeit war sie schon an den Horizon-Europe-Projekten ActEU und Push*Back*Lash beteiligt, in deren Rahmen sie sich intensiv mit politischen Gegenbewegungen, demokratischer Repräsentation sowie Fragen der Geschlechtergleichstellung in Europa auseinandergesetzt hat.

Vor ihr absolvierten bereits die Historikerin Bianca Winkler (Wissenschaftsdiskurse im Parlament), der Politikwissenschaftler Josef Lolacher (Entscheidungsprozesse von Abgeordneten) sowie die Kunsthistorikerin Julia Rüdiger (Bedeutung der Parlamentsarchitektur) ein Forschungsjahr im Hohen Haus.


Mehr Informationen zu Ermela Gianna und ihrem Forschungsprojekt finden Sie auf der Website des Parlaments:  Politikwissenschaftlerin Ermela Gianna untersucht das Verständnis von politischer Repräsentation (PK0892/01.10.2026) | Parlament Österreich

Parlamentsdirektion/Bernadette Sattler-Remling Bild ID: 20192051

Mag.a Nikolina Sokic

Universität Salzburg | Politikwissenschaft

Rudolfskai 42 | 5020 Salzburg | Austria

E-Mail an Mag.a Nikolina Sokic

Foto: © Parlamentsdirektion/Bernadette Sattler-Remling