Forschung

Die Entwicklung resilienter Ökosysteme und Landschaften

Resiliente Ökosysteme bilden die Grundlage für stabile Lebens- und Wirtschaftsräume. Forschung am CC:R untersucht datenbasiert, wie natürliche Systeme auf klimatische Stressoren wie Temperaturanstieg, veränderte Niederschlagsmuster oder Extremereignisse reagieren und wie ihre Anpassungs- und Regenerationsfähigkeit gezielt gestärkt werden kann. Mithilfe von Umweltmonitoring, Fernerkundung, Sensornetzwerken sowie statistischen und modellbasierten Analysen werden Veränderungen in Ökosystemfunktionen frühzeitig erkannt, Dynamiken verstanden und Zukunftsszenarien simuliert.

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Foto von Sandy Millar auf Unsplash

Im Fokus stehen dabei sowohl die Erhaltung zentraler ökologischer Funktionen als auch die Sicherung von Lebensgrundlagen für heutige und zukünftige  Generationen.

Zu den zentralen Anwendungsfeldern zählen der Schutz und die Regeneration von Biodiversität, klimaresiliente Wald- und Agrarsysteme, naturbasierte Lösungen für den Erosions- und Hochwasserschutz sowie dateninformierte Landnutzungs- und Renaturierungsstrategien. Besondere Aufmerksamkeit gilt sensiblen Räumen wie Gebirgsregionen, Gewässerlandschaften oder urban-ländlichen Übergangszonen, in denen sich klimatische Veränderungen besonders dynamisch vollziehen und präzise Monitoring- und Prognoseinstrumente erforderlich sind.

Durch die Integration von ökologischer Feldforschung mit Data Science, statistischer Modellierung und räumlicher Analyse verbindet das CC:R naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen und ökonomischen Nutzungsansprüchen. Ziel ist es, evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, um Landschaften so zu gestalten, dass sie ökologische Funktionen langfristig sichern, Risiken reduzieren und zugleich vielfältige gesellschaftliche Bedürfnisse – etwa Ernährungssicherheit, Erholungsräume oder regionale Wertschöpfung – tragen können.

Forschungsprojekte,  gefördert durch die Stiftung Green 2030:

  • Wie beeinflusst der Klimawandel die biologische Vielfalt und die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen?
  • Welche Auswirkungen hat das Abschmelzen von Gletschern und Permafrost auf die Wasserqualität und -verfügbarkeit?
  • Wie können Veränderungen in der Vegetation zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung beitragen?

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Jussi Grießinger,

Technologische Resilienz

Materialien spielen eine zentrale Rolle für die Resilienz von Gesellschaften, Infrastrukturen und Wirtschaftssystemen im Kontext des Klimawandels. Ihre Verfügbarkeit, Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und Umweltwirkung bestimmen maßgeblich, wie widerstandsfähig Bauwerke, Produkte und Versorgungssysteme gegenüber klimatischen Belastungen, Ressourcenknappheit und Störungen globaler Lieferketten sind.

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Foto von Yusuf Onuk auf Unsplash

Forschung am CC:R untersucht, wie Materialien klima- und ressourcengerecht eingesetzt, weiterentwickelt und in Kreisläufen geführt werden können. Im Fokus stehen langlebige, reparaturfähige und modulare Materiallösungen, der Einsatz nachwachsender und sekundärer Rohstoffe sowie Strategien zur Reduktion von Material- und Energieverbrauch über den gesamten Lebenszyklus. Dabei werden ökologische Wirkungen, technische Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Machbarkeit gleichermaßen berücksichtigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Materialien in klimaangepassten Infrastrukturen und resilienten Wertschöpfungssystemen – etwa im Bauwesen, in der Energieversorgung oder in industriellen Produktionsprozessen. Durch die Verbindung von Materialforschung, Kreislaufwirtschaft und Systemdesign trägt das CC:R dazu bei, materielle Grundlagen für eine robuste, anpassungsfähige und nachhaltige Zukunft zu schaffen.

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. John Dunlop,

Gesellschaftliche Resilienz

Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Individuen, Organisationen und Gesellschaften, mit den Unsicherheiten und Belastungen des Klimawandels konstruktiv umzugehen, sich anzupassen und Zukunft aktiv zu gestalten. Das CC:R untersucht, wie psychologische Stabilität, Risikowahrnehmung, Zukunftsbilder und kollektive Handlungsfähigkeit entstehen und gestärkt werden können. Dabei wird auch erforscht, welche Faktoren Transformationsbereitschaft fördern und wie Menschen und Gemeinschaften befähigt werden, Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern mitzugestalten.

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Foto von lan Deng auf Unsplash

Eng damit verbunden ist die wirtschaftliche Dimension von Resilienz. Im Fokus stehen anpassungsfähige, zirkuläre Geschäftsmodelle, robuste und diversifizierte Wertschöpfungssysteme sowie zirkuläre Wirtschaftskreisläufe. Analysiert wird, wie Unternehmen und Branchen auf klimabedingte Risiken reagieren, Innovationen vorantreiben und durch nachhaltige sowie zirkuläre Strategien langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit sichern können.

Darüber hinaus nimmt das CC:R soziale und kulturelle Resilienz in den Blick. Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität, soziale Netzwerke und partizipative Entscheidungsprozesse sind entscheidend, um Transformationsprozesse gerecht und inklusiv zu gestalten. Kulturelle Werte, Narrative, Wissensbestände und Praktiken schaffen Orientierung, stiften Sinn und eröffnen Zukunftsbilder, die Anpassung und Veränderung gesellschaftlich verankern.

Durch die integrierte Betrachtung dieser Dimensionen trägt das CC:R dazu bei, Transformation ganzheitlich zu verstehen und zu gestalten – psychologisch stärkend, wirtschaftlich tragfähig sowie sozial und kulturell nachhaltig verankert.

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Christine Vallaster,