Über das Projekt
__ HINTERGRUND


© Foto von Joshi Milestoner auf Unsplash (links) & Leo auf Unsplash (rechts)
Heutzutage entstehen Städte um die Autoinfrastruktur herum, und der öffentliche Raum wird zunehmend zum Raum für das private Fahrzeug.
Dieses Stadtmodell ist die Ursache schwerwiegender Probleme. Dazu gehören hohe Umweltverschmutzung, Verkehrsstaus und die Entstehung eines öffentlichen Raums von geringer Qualität. Besonders gefährdet durch die negativen Auswirkungen der Autodominanz sind Kinder. Die Entstehung einer autozentrierten Stadt führt zur Ausgrenzung von Kindern aus dem öffentlichen Raum. Dies beeinträchtigt ihre körperliche, sozioemotionale und kognitive Entwicklung. Die Transformation hin zu einer Stadt, die nicht nur für Kinder lebenswerter, sondern für alle Stadtbewohner:innen attraktiver ist, wird durch eine Vielzahl von Hindernissen erschwert. Dazu gehören zahlreiche Interessenkonflikte, das Gefühl geringer Handlungsfähigkeit und ein geringes Bewusstsein für die Notwendigkeit des Wandels. Neue Governance-Ansätze sind erforderlich, um diese Hindernisse zu überwinden. Ein vielversprechender, aber wenig angewandter und geforschter Ansatz ist die Entwicklung sogenannter Co-Creation-Prozesse. Co-Creation ist ein Prozess, in dem verschiedene Satekholder:innen, einschließlich Kinder, gemeinsam Probleme identifizieren und Lösungen dafür erarbeiten.
__ ZIEL




© Foto von Alan Aprilio auf Unsplash (oben links), Jesus Loves Austin auf Unsplash (oben rechts), Anna Khromova auf Unsplash (unten links) & Alain ROUILLER auf Unsplash (unten rechts)
Ziel des Projekts „Hop&Mop4 +CitySpace“ ist es, attraktive Schulumfelder gemeinsam mit Schulkindern, ihre Lehrkräfte, ihre Eltern und Anrainer:innen (Co-Creation) zu gestalten und Erfolgsfaktoren und Auswirkungen dieser Prozesse zu untersuchen.
Probleme werden gemeinsam identifiziert und Lösungen gemeinsam entworfen, temporär umgesetzt und evaluiert. Die Umsetzung erfolgt in Form eines experimentellen Versuchs eines temporären lebenswerteren Schulumfelds. Dieses Experiment wird eine Woche lang getestet, und anschließend entscheiden alle Beteiligten gemeinsam, ob es dauerhaft implementiert werden kann.
__ FORSCHUNGSMETHODE

© Foto von UX Indonesia auf Unsplash (links) & Jessica Lewis 🦋 thepaintedsquare auf Unsplash (rechts)
Die Co-Creation-Aktivitäten finden in zwei Schulumfelder in vier österreichischen Städten statt. Diese Städte sind: Wien, Salzburg, Golling an der Salzach und Altenmarkt im Pongau.
Neben der Beteiligung an der Problemidentifizierung sowie der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Lösungsansätzen werden die Teilnehmenden eine Fragebogenkampagne durchführen.
Dadurch können wir Mobilitätsgewohnheiten, Wahrnehmungen und Motivationen untersuchen, die den Wandel hin zu einem lebenswerteren Schulumfeld und dessen langfristige Aufrechterhaltung beeinflussen. Während der gemeinsamen Diskussionen werden zudem Notizen angefertigt. Qualitative Inhaltsanalysen und statistische Signifikanzanalysen ermöglichen es uns, die Erfolgsfaktoren und Auswirkungen von Co-Creation-Prozessen unter Einbeziehung von Kindern im Bereich Mobilität zu erforschen.
__ ERWARTETES ERGEBNIS



© Foto von Eduard Pretsi auf Unsplash (links), Andriyko Podilnyk auf Unsplash (mitte) & Andrey K auf Unsplash (rechts)
Die Teilnahme am Projekt ermöglicht es den teilnehmenden Kindern, Eltern, Lehrer:innen und Anrainer:innen, aktiv zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Straßen in der Nähe ihrer Schule/ihres Zuhauses beizutragen.
Ihre Beteiligung bedeutet nicht nur, dass für sie ein besseres Schul-/Wohnumfeld geschaffen wird, sondern auch, dass dies unter Berücksichtigung ihrer Ideen geschieht und dass sie die Möglichkeit haben, direkt an der physischen Umgestaltung mitzuwirken. Darüber hinaus werden praktische Fahrpläne und Leitlinien erstellt, damit diese Veränderungen nicht nur an den untersuchten Standorten möglich bleiben, sondern auch in anderen Städten Österreichs und anderen Ländern umgesetzt werden können.